Ich unterzeichne selten #Petitionen und habe Probleme, das Unterzeichnen durch (!) MdBs für seriöse politische Arbeit zu halten.
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Ich unterzeichne selten #Petitionen und habe Probleme, das Unterzeichnen durch (!) MdBs für seriöse politische Arbeit zu halten.
LME: Oft sehe ich MdBs, die Petitionen zeichnen, die sich an den Bundestag richten.
Als MdB bin ich doch Teil des Verfassungsorgans an den sich die Petition richtet. Ich komme daher nicht umhin, mich zu fragen: Wenn ihr das toll findet, dann bringt doch einen entsprechenden Antrag ein? Was hindert Euch?
1/2@AwetTesfaiesus Schön einen Einblick in MdB-Arbeit zu bekommen! Hast du eigentlich einen Eindruck, wie sehr Petitionen, die nicht direkt auf der Bundestags-Petitionsplattform stattfinden, Gewicht haben und Dinge in der (zum vereinfachen: der deutschen) Politik bewirken?
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Natürlich verstehe ich: es mag sein, dass man fraktionsintern vielleicht nicht zuständig ist, aber dann gibt es da reichlich Fraktionssitzungen, in denen man ja intern drücken könnte.
Aber das würde natürlich niemand draußen sehen.
Ich unterstelle mittlerweile, es geht hier vorrangig um Virtue Signalling und (excuse my French) schlicht Anbiederung. Oft vermute ich, geht es auch um ein versuchtes Freizeichnen von politsich inhaltlicher Arbeit.
Motto: #HabSchonMussNicht!
2/2@AwetTesfaiesus Danke für den Einblick. Deine Bewertung macht sehr viel Sinn.
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@AwetTesfaiesus Schön einen Einblick in MdB-Arbeit zu bekommen! Hast du eigentlich einen Eindruck, wie sehr Petitionen, die nicht direkt auf der Bundestags-Petitionsplattform stattfinden, Gewicht haben und Dinge in der (zum vereinfachen: der deutschen) Politik bewirken?
@carostar kann ich nicht seriös und generell sagen. Die offizielle Plattform hat eher mehr Gewicht. Der Rest ist oft Rauschen
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@AwetTesfaiesus verstehe ich voll. Ein Gedanke dazu: bei Petitionen geht es manchmal darum ein Quorum zu erreichen. Da verstehe ich die Unterschrift durch MdB, plus die Effekte für Mobilisierung und die Community.
@daccle wenn die Petition das Quorum nur dank der 5 MdBs überspringen kann, wird sie sowieso sterben.
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ich bin da Team "Warum nicht beides?"
Weil klar, intern Druck machen kann man - aber was, wenn daraus nichts wird?
Dann kann man die eigene Position und Reichweite immerhin dazu verwenden, der Petition Sichtbarkeit zu verschaffen.
Also gleich beides
@pascoda Warum ist die Richterin nicht zugleich Parteivertreterin?
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@AwetTesfaiesus verstehe ich voll. Ein Gedanke dazu: bei Petitionen geht es manchmal darum ein Quorum zu erreichen. Da verstehe ich die Unterschrift durch MdB, plus die Effekte für Mobilisierung und die Community.
@daccle man kann ja teilen. Dagegen spricht mE nicht viel.
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Natürlich verstehe ich: es mag sein, dass man fraktionsintern vielleicht nicht zuständig ist, aber dann gibt es da reichlich Fraktionssitzungen, in denen man ja intern drücken könnte.
Aber das würde natürlich niemand draußen sehen.
Ich unterstelle mittlerweile, es geht hier vorrangig um Virtue Signalling und (excuse my French) schlicht Anbiederung. Oft vermute ich, geht es auch um ein versuchtes Freizeichnen von politsich inhaltlicher Arbeit.
Motto: #HabSchonMussNicht!
2/2@AwetTesfaiesus
Ja, ähnlich sehe ich Meldungen wie »MP S. hilft bei der Tafel«.Die Existenz der Tafeln sind eigentlich ein Indikator dafür, dass unser Sozialsystem Löcher hat. Als MP (oder Minister*in) sollte mensch genügend Kontakte haben, um eine Verbesserung des Grundproblems zumkndest anzustoßen.
Mithelfen gerne, aber nicht als Pressetermin.
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@AwetTesfaiesus
Ja, ähnlich sehe ich Meldungen wie »MP S. hilft bei der Tafel«.Die Existenz der Tafeln sind eigentlich ein Indikator dafür, dass unser Sozialsystem Löcher hat. Als MP (oder Minister*in) sollte mensch genügend Kontakte haben, um eine Verbesserung des Grundproblems zumkndest anzustoßen.
Mithelfen gerne, aber nicht als Pressetermin.
Das ist ein sehr schwieriges Feld und nur sehr schwierig einzuordnen.
Ich finde ja die Kümmerarbeit etwa der Linken persönlich sehr sympathisch, aber ist das die Rolle einer Partei?
Dazu lässt sich schwer Allgemeines sagen. Es geht hier oft um Situationsethik.
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Natürlich verstehe ich: es mag sein, dass man fraktionsintern vielleicht nicht zuständig ist, aber dann gibt es da reichlich Fraktionssitzungen, in denen man ja intern drücken könnte.
Aber das würde natürlich niemand draußen sehen.
Ich unterstelle mittlerweile, es geht hier vorrangig um Virtue Signalling und (excuse my French) schlicht Anbiederung. Oft vermute ich, geht es auch um ein versuchtes Freizeichnen von politsich inhaltlicher Arbeit.
Motto: #HabSchonMussNicht!
2/2Ich finde Virtue Signalling nicht schlecht tbh.
Ich finde es gut, wenn man zeigt wofür man steht, auch wenn es gerade um einen herum nicht angesagt ist.
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@daccle wenn die Petition das Quorum nur dank der 5 MdBs überspringen kann, wird sie sowieso sterben.
@AwetTesfaiesus das ist eher so ein wenig (m)ein(e) MdB setzt sich zu mir ans Lagerfeuer.
Ähnlich, wie wenn Jürgen Trittin damals in Lederjacke an der Essowiese in Dannenberg zum Castor aufgetaucht ist.
Nenn es Community-Folklore. Oder das Gefühl, dass MdBs Teil der Community bleiben, die sie mit ins Parlament gebracht hat.
Ich verstehe Deine Position, nicht zu zeichnen, aber ich verstehe auch die, die zeichnen.
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Ich finde Virtue Signalling nicht schlecht tbh.
Ich finde es gut, wenn man zeigt wofür man steht, auch wenn es gerade um einen herum nicht angesagt ist.
@panda wenn man wirklich dafür stünde, würde man das dann so billig abhudeln?
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@AwetTesfaiesus das ist eher so ein wenig (m)ein(e) MdB setzt sich zu mir ans Lagerfeuer.
Ähnlich, wie wenn Jürgen Trittin damals in Lederjacke an der Essowiese in Dannenberg zum Castor aufgetaucht ist.
Nenn es Community-Folklore. Oder das Gefühl, dass MdBs Teil der Community bleiben, die sie mit ins Parlament gebracht hat.
Ich verstehe Deine Position, nicht zu zeichnen, aber ich verstehe auch die, die zeichnen.
@daccle das ist mE etwas total anderes.
Da zu sein, wo es brennt ist unmittelbar Teil der Arbeit.
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