Gewalt ist niemals akzeptabel.Oder?
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@victorialinnea als Rache ist es sehr annehmbar. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem, was man nicht kontrollieren kann, dem man nicht ausweichen kann. Verherrlichen? Gewalt, als Ausübung von Macht verherrlicht sich vermutlich immer selbst. Hier gibt es ja keine Notwendigkeit. Und die Darstellung von … wo zieht man für Grenze zu: von einem Recht gerechtfertigter Brutalität?
@max_muehsal Wo wäre deine persönliche Grenze?
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@molosovsky Das ist eine sehr gute Frage!
@victorialinnea Merci. Bin sozusagen grad voll drinne im Thema, weil ich zum ersten Mal #Berserk am Stück lese.
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@max_muehsal Wo wäre deine persönliche Grenze?
@victorialinnea die Grenze ist die Willkür, die Brutalität der folter, die Machtlosigkeit dem gegenüber. Aber diese Grenze zeigt mir ja auch lediglich einen Aspekt meiner Realität. Denn das alles existiert, und es ist nur Glück dem nicht ausgesetzt zu sein. Ich weiche der Darstellung und der Vorstellung aus, aber ich weiß, dass es eine Illusion ist.
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@victorialinnea die Grenze ist die Willkür, die Brutalität der folter, die Machtlosigkeit dem gegenüber. Aber diese Grenze zeigt mir ja auch lediglich einen Aspekt meiner Realität. Denn das alles existiert, und es ist nur Glück dem nicht ausgesetzt zu sein. Ich weiche der Darstellung und der Vorstellung aus, aber ich weiß, dass es eine Illusion ist.
@victorialinnea damit ein ich sagen: meine persönliche Grenze liegt weit vor dem, was tatsächlich jeden Tag tausendfach stattfindet. Ich ertrage es nicht. Und hier liegt dann der Reiz.
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Wie empfindet ihr es in der Realität? Was denkt ihr zu dem Video zu der Frau, die abends allein im Gym trainiert hat, von einem Mann angegriffen wurde und sich mit alle Kraft und erfolgreich gewehrt hat? Oder zu derjenigen, die dem Taschendieb ihre Handtasche um die Ohren haut. Oder die affirmativen Social-Media-Kommentare zu der Frau, die den Vergewaltiger getötet hat?
Welchen Unterschied gibt es für euch zwischen Fiktion und Realität?
2/2
@victorialinnea Mir kommt dazu zuerst "Dead Proof" von Tarantino in den Sinn.
Die Tötung des Typen am Ende ist auf der einen Seite klarer 'Notwehrexzess' (oder wie das juristisch heißt), auf der anderen Seite war es mir aber auch nicht möglich, Mitleid mit dem Typen zu haben.
In realiter würde ich nicht Zeuge der Situation sein wollen. -
@victorialinnea Mir kommt dazu zuerst "Dead Proof" von Tarantino in den Sinn.
Die Tötung des Typen am Ende ist auf der einen Seite klarer 'Notwehrexzess' (oder wie das juristisch heißt), auf der anderen Seite war es mir aber auch nicht möglich, Mitleid mit dem Typen zu haben.
In realiter würde ich nicht Zeuge der Situation sein wollen.@victorialinnea @Schafstelze ich musste auch an tarantino denken bei dem thema. Wenn in einem seiner filme die gewalt dermassen ausartet, dass es absurd ist, kann ich es ertragen.
Mühe habe ich mit den graugrün gegradeten thriller produktionen, wo spannung das hauptelement ist und gewalt angedeutet und somit an mein hirn zur vervollständigung ausgelagert wird. -
@victorialinnea @Schafstelze ich musste auch an tarantino denken bei dem thema. Wenn in einem seiner filme die gewalt dermassen ausartet, dass es absurd ist, kann ich es ertragen.
Mühe habe ich mit den graugrün gegradeten thriller produktionen, wo spannung das hauptelement ist und gewalt angedeutet und somit an mein hirn zur vervollständigung ausgelagert wird.@sibylle @Schafstelze Das kenne ich aber auch, dass überzogene Darstellungen leichter zu ertragen sind, als wenn es realistisch gezeichnet ist. Oder sogar, wenn es ausgeblendet wird. Denn in meiner eigenen Fantasie ist es besonders krass.
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Wie empfindet ihr es in der Realität? Was denkt ihr zu dem Video zu der Frau, die abends allein im Gym trainiert hat, von einem Mann angegriffen wurde und sich mit alle Kraft und erfolgreich gewehrt hat? Oder zu derjenigen, die dem Taschendieb ihre Handtasche um die Ohren haut. Oder die affirmativen Social-Media-Kommentare zu der Frau, die den Vergewaltiger getötet hat?
Welchen Unterschied gibt es für euch zwischen Fiktion und Realität?
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@victorialinnea
Es ist schwierig, die Frage nicht missverständlich zu beantworten: Als sich die Letze Generation noch auf der Straße festgeklebt hat, kursierte ein Video, in dem ein wütender Lkw-Fahrer einen festgeklebten Demonstranten brutal angreift. Die Reaktion der Umstehenden war "Hey, hey, lass das!". Sonst nichts. Kein Eingreifen. Das war kein gewaltloser Widerstand mehr, sondern Mangel an Zivilcourage. In diesem Moment habe ich Gewalt vermisst. -
@victorialinnea
Es ist schwierig, die Frage nicht missverständlich zu beantworten: Als sich die Letze Generation noch auf der Straße festgeklebt hat, kursierte ein Video, in dem ein wütender Lkw-Fahrer einen festgeklebten Demonstranten brutal angreift. Die Reaktion der Umstehenden war "Hey, hey, lass das!". Sonst nichts. Kein Eingreifen. Das war kein gewaltloser Widerstand mehr, sondern Mangel an Zivilcourage. In diesem Moment habe ich Gewalt vermisst.@oli Ich kann dein Gefühl sehr gut nachempfinden.
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Wie empfindet ihr es in der Realität? Was denkt ihr zu dem Video zu der Frau, die abends allein im Gym trainiert hat, von einem Mann angegriffen wurde und sich mit alle Kraft und erfolgreich gewehrt hat? Oder zu derjenigen, die dem Taschendieb ihre Handtasche um die Ohren haut. Oder die affirmativen Social-Media-Kommentare zu der Frau, die den Vergewaltiger getötet hat?
Welchen Unterschied gibt es für euch zwischen Fiktion und Realität?
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@victorialinnea
In meinen Augen ist Gewaltanwendung immer dann akzeptabel, wenn sie zu dem Zweck erfolgt, andere Leute an Gewalt gegen Schwächere zu hindern und "Gefahr im Verzug" ist, so dass nicht auf das Eintreffen der Polizei gewartet werden kann.Beispiel:
Ich komme zufällig an einem Vater vorbei, der brüllend dabei ist, sein Kind halb tot zu schlagen.
Natürlich wäre es gerechtfertigt, dass ich gewaltsam versuche, den Jähzornigen daran zu hindern. -
@victorialinnea
In meinen Augen ist Gewaltanwendung immer dann akzeptabel, wenn sie zu dem Zweck erfolgt, andere Leute an Gewalt gegen Schwächere zu hindern und "Gefahr im Verzug" ist, so dass nicht auf das Eintreffen der Polizei gewartet werden kann.Beispiel:
Ich komme zufällig an einem Vater vorbei, der brüllend dabei ist, sein Kind halb tot zu schlagen.
Natürlich wäre es gerechtfertigt, dass ich gewaltsam versuche, den Jähzornigen daran zu hindern.@khzimmer2 Da gehe ich voll mit.
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