🎉 Finally: Heute ist der offizielle Erscheinungstag meines Buches “Kybernetik und Kritik.
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Finally: Heute ist der offizielle Erscheinungstag meines Buches “Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst” bei Suhrkamp. Aus diesem Anlass einige Einblicke – zunächst findet sich hier eine Leseprobe: https://res.cloudinary.com/suhrkamp/images/q_auto/v1766107701/162354/kybernetik-und-kritik_9783518300794_leseprobe.pdf Untenstehend zudem ein Thread zum Inhalt 
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Finally: Heute ist der offizielle Erscheinungstag meines Buches “Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst” bei Suhrkamp. Aus diesem Anlass einige Einblicke – zunächst findet sich hier eine Leseprobe: https://res.cloudinary.com/suhrkamp/images/q_auto/v1766107701/162354/kybernetik-und-kritik_9783518300794_leseprobe.pdf Untenstehend zudem ein Thread zum Inhalt 
1/ Das Buch entwirft eine Theorie der digitalen Gegenwartsgesellschaft anhand des umfassenden Kybernetisierungsprozesses seit den 1940er/ 1950er Jahren, angefangen bei den ersten Prämissen der »Wissenschaft von Kommunikation und Kontrolle« über die Entwicklung der politischen Kybernetik und einer Demokratie zweiter Ordnung (Stafford Beer), bis hin zur Emergenz des Cyberspace, seinen marktliberal-antipolitischen Narrativen und der “new economy”.
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1/ Das Buch entwirft eine Theorie der digitalen Gegenwartsgesellschaft anhand des umfassenden Kybernetisierungsprozesses seit den 1940er/ 1950er Jahren, angefangen bei den ersten Prämissen der »Wissenschaft von Kommunikation und Kontrolle« über die Entwicklung der politischen Kybernetik und einer Demokratie zweiter Ordnung (Stafford Beer), bis hin zur Emergenz des Cyberspace, seinen marktliberal-antipolitischen Narrativen und der “new economy”.
2/ Ich ende bei der feedbackbasierten Logik der Plattformen und adaptiven Governancedispositiven, bei dem aktuellen KI-Hype, technikautoritären Strömungen, “TESCREAL”-Ideologien und dem, was ich “autoritäre Kybernetik” nenne. Einerseits geht es mir um ein Verständnis der digitalisierten Gesellschaft ausgehend von Figuren und Dispositiven der Kybernetik erster und zweite Ordnung; zu nennen sind etwa die feedbacklogische Mensch-Maschine-Analogie,
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2/ Ich ende bei der feedbackbasierten Logik der Plattformen und adaptiven Governancedispositiven, bei dem aktuellen KI-Hype, technikautoritären Strömungen, “TESCREAL”-Ideologien und dem, was ich “autoritäre Kybernetik” nenne. Einerseits geht es mir um ein Verständnis der digitalisierten Gesellschaft ausgehend von Figuren und Dispositiven der Kybernetik erster und zweite Ordnung; zu nennen sind etwa die feedbacklogische Mensch-Maschine-Analogie,
3/ die Situierung des Geistes in nächster Nähe zum Computer, das proto-behavioristische Subjektverständnis, die Ursprünge der prädikativen Analytik, Figuren der “Kontrolle zweiter Ordnung”, Selbstregulation als Steuerungsdispositiv, im kybernetischen Kapitalismus und auch das postpolitische, zuweilen technokratische Mindset und die Neutralitätsillusion der Kybernetik, die sich in das technosoziale Imaginäre der Gegenwart eingeschrieben hat.
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3/ die Situierung des Geistes in nächster Nähe zum Computer, das proto-behavioristische Subjektverständnis, die Ursprünge der prädikativen Analytik, Figuren der “Kontrolle zweiter Ordnung”, Selbstregulation als Steuerungsdispositiv, im kybernetischen Kapitalismus und auch das postpolitische, zuweilen technokratische Mindset und die Neutralitätsillusion der Kybernetik, die sich in das technosoziale Imaginäre der Gegenwart eingeschrieben hat.
4/ Andererseits stelle ich auch die Frage der Kritik, angefangen bei den ersten Kritiken der Kybernetik (Hans Jonas, Günther Anders oder Richard Taylor) – bis hin zu Kritiken kybernetischer Politik (Jürgen Habermas, Herbert Marcuse, Wolf-Dieter Narr) über Kritiken des kybernetischen Kapitalismus. und der kybernetischen Operativität und Beschleunigung (Tiqqun, Paul Virilio, Vilem Flusser, Jean Baudrillard) bis hin zu gegenwärtigen Kritiken rekursiver Regierungslogik (Antoinette Rouvroy, E. Hörl).
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4/ Andererseits stelle ich auch die Frage der Kritik, angefangen bei den ersten Kritiken der Kybernetik (Hans Jonas, Günther Anders oder Richard Taylor) – bis hin zu Kritiken kybernetischer Politik (Jürgen Habermas, Herbert Marcuse, Wolf-Dieter Narr) über Kritiken des kybernetischen Kapitalismus. und der kybernetischen Operativität und Beschleunigung (Tiqqun, Paul Virilio, Vilem Flusser, Jean Baudrillard) bis hin zu gegenwärtigen Kritiken rekursiver Regierungslogik (Antoinette Rouvroy, E. Hörl).
5/ Schließlich zeigt sich: Die Kybernetisierung erfasst auch die Kritik – die sich daher neu erfinden muss, um zu überleben. Und das gilt, so die Schlussthese, umso mehr in einem Zeitalter des erstarkenden kybernetisch-kapitalistischen Autoritarismus, wie er etwa von Figuren wie Musk forciert wird. Das Buch endet mit einem Satz von Günther Anders: “Wenn ich verzweifelt bin, was geht’s mich an. Machen wir weiter, als wären wir es nicht!”
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