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  3. Ein Artikel von 2010:

Ein Artikel von 2010:

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  • KrisI This user is from outside of this forum
    KrisI This user is from outside of this forum
    Kris
    wrote last edited by
    #1

    Ein Artikel von 2010:

    Ab 18

    https://blog.koehntopp.info/2010/01/26/ab-18/

    Er verweist auf Rating does not work von 1999 und auf Jugendschutzfilter saugen und dafür gibt es einen Grund von 2009.

    KrisI Jörg KnappenJ 2 Replies Last reply
    0
    • KrisI Kris

      Ein Artikel von 2024:

      JusProg ist nur der Anfang

      https://blog.koehntopp.info/2024/01/16/jusprog-ist-nur-der-anfang/

      Anläßlich der Analyse von JusProg durch @Lilith ein Blick auf den "Jugendschutz im Internet":

      1. Warum Jugendschutz? (Er steht im Grundgesetz, kann man also nicht weg ignorieren)
      2. Pre-Internet Jugendschutz (Kommunikation erfolgte durch Mediatoren, die waren wenige und finanziell ausgestattet, konnte man also regulieren)
      3. Drei Gründe für das Zusammenbrechen des Jugendschutzes im Internet (Mediatorfrei, massenhaft, weltweit: Du mußt jetzt jedes Individuum einzeln regulieren, jeder publiziert statt weniger Verlage, und Ausländer wirken direkt auf Deutsche Konsumenten ein, Sonderwege scheitern)
      4. Jugendschutz ist nicht systematisch objektivierbar und automatisierbar (sonst könntest Du Kinder von Maschinen aufziehen lassen).
      5. Der Default ist "an 18" (Das heißt, Leute mit kindgerechten Inhalten haben Arbeit und juristisches Risiko, was systematisch falsch rum ist).
      6. Aber wir brauchen Bewertungen - für unsere Sites (also gibt es geheime (sic!) Berwertungen von Sites durch Dritte in Jusprog – ohne Einspruchsmöglichkeit oder Nachricht)

      Money Quote:

      [Jugendschutz] machte vor dem Internet total Sinn: Da alle Inhalte kommerziell waren, waren Anbieter von Inhalten und ihre Mediatoren daran interessiert, Inhalte bewertet zu sehen und dabei die Bewertung auch so niedrig wie möglich anzusetzen, damit die Inhalte so vielen Menschen als möglich zugänglich werden.

      Im Internet ist das nicht so: Ich habe gar kein Interesse daran, daß meine kostenlosen Inhalte so vielen Menschen wie möglich zugänglich werden, sondern sie sollen den richtigen Menschen zugänglich sein. Mein Markt und meine Reichweite sind so groß, daß alles andere sogar ein Problem wäre und für mich selbst zu Skalierbarkeitsproblemen führen würde. Ich würde in für meine Mission nicht relevanten Interaktionen mit unwichtigen Menschen ertrinken.

      Damit entfällt die Motivation für fast alle Menschen, ihre Inhalte im Internet selbst mit einem Jugendschutzlabel zu versehen und die Politik kann das nicht verstehen. Die Diskussion stagniert seit 1996 – seit einer Generation – auf demselben Stand.

      Geschadet hat das nicht – eventuell ist Jugendschutz doch kein so kritisch besonders schützenswertes Ding wie das Grundgesetz verlangt. Stattdessen sollte man darüber nachdenken, ob es nicht Methoden und Sucht-erzeugende Tricksereien gibt, die jedem Schaden, egal wie alt er ist.

      Martin SeegerM This user is from outside of this forum
      Martin SeegerM This user is from outside of this forum
      Martin Seeger
      wrote last edited by
      #2

      @isotopp Ich denke unser erstes Paper zu dem Thema (wir schrieben das mit Marit für das BMWI) müsste inzwischen sein 30ten Geburtstag feiern und den Stand hatten wir damals schon....

      @Lilith

      KrisI 1 Reply Last reply
      0
      • Martin SeegerM Martin Seeger

        @isotopp Ich denke unser erstes Paper zu dem Thema (wir schrieben das mit Marit für das BMWI) müsste inzwischen sein 30ten Geburtstag feiern und den Stand hatten wir damals schon....

        @Lilith

        KrisI This user is from outside of this forum
        KrisI This user is from outside of this forum
        Kris
        wrote last edited by
        #3

        @masek https://blog.koehntopp.info/1997/05/14/sperrungen-im-internet/ ist die Zusammenfassung und der Haupt-Erkenntnisgewinn aus diesem 1996er Papier (das dann aus Gründen erst 1998 datiert und veröffentlicht worden ist).

        Die Secorvo-Studien, an der Du, Marit Hansen und ich neben einigen anderen Menschen mitgearbeitet haben, ist hier: https://blog.koehntopp.info/2010/12/15/ein-paar-zwischenbemerkungen-bevor-der-tanz-wieder-losgeht/secorvo-studie-jugendschutz.pdf

        (Das ist die auf Wunsch von ... entschärfte Version, von der wir unsere Namen dann runter haben wollten. Den Originaltext habe ich nicht jehr).

        1 Reply Last reply
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        • KrisI Kris

          Ein Artikel von 2010:

          Ab 18

          https://blog.koehntopp.info/2010/01/26/ab-18/

          Er verweist auf Rating does not work von 1999 und auf Jugendschutzfilter saugen und dafür gibt es einen Grund von 2009.

          Jörg KnappenJ This user is from outside of this forum
          Jörg KnappenJ This user is from outside of this forum
          Jörg Knappen
          wrote last edited by
          #4

          @isotopp

          Absolute Leseempfehlung. Das ganze ist auch heute noch genausorichtig wie vor 16 Jahren, außer dass die Piratenpartei inzwischen wieder in der Versenkung verschwunden ist. Was das Anliegen im politischen Raum schwieriger macht.

          1 Reply Last reply
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          • KrisI Kris

            Ein Artikel von 2024:

            JusProg ist nur der Anfang

            https://blog.koehntopp.info/2024/01/16/jusprog-ist-nur-der-anfang/

            Anläßlich der Analyse von JusProg durch @Lilith ein Blick auf den "Jugendschutz im Internet":

            1. Warum Jugendschutz? (Er steht im Grundgesetz, kann man also nicht weg ignorieren)
            2. Pre-Internet Jugendschutz (Kommunikation erfolgte durch Mediatoren, die waren wenige und finanziell ausgestattet, konnte man also regulieren)
            3. Drei Gründe für das Zusammenbrechen des Jugendschutzes im Internet (Mediatorfrei, massenhaft, weltweit: Du mußt jetzt jedes Individuum einzeln regulieren, jeder publiziert statt weniger Verlage, und Ausländer wirken direkt auf Deutsche Konsumenten ein, Sonderwege scheitern)
            4. Jugendschutz ist nicht systematisch objektivierbar und automatisierbar (sonst könntest Du Kinder von Maschinen aufziehen lassen).
            5. Der Default ist "an 18" (Das heißt, Leute mit kindgerechten Inhalten haben Arbeit und juristisches Risiko, was systematisch falsch rum ist).
            6. Aber wir brauchen Bewertungen - für unsere Sites (also gibt es geheime (sic!) Berwertungen von Sites durch Dritte in Jusprog – ohne Einspruchsmöglichkeit oder Nachricht)

            Money Quote:

            [Jugendschutz] machte vor dem Internet total Sinn: Da alle Inhalte kommerziell waren, waren Anbieter von Inhalten und ihre Mediatoren daran interessiert, Inhalte bewertet zu sehen und dabei die Bewertung auch so niedrig wie möglich anzusetzen, damit die Inhalte so vielen Menschen als möglich zugänglich werden.

            Im Internet ist das nicht so: Ich habe gar kein Interesse daran, daß meine kostenlosen Inhalte so vielen Menschen wie möglich zugänglich werden, sondern sie sollen den richtigen Menschen zugänglich sein. Mein Markt und meine Reichweite sind so groß, daß alles andere sogar ein Problem wäre und für mich selbst zu Skalierbarkeitsproblemen führen würde. Ich würde in für meine Mission nicht relevanten Interaktionen mit unwichtigen Menschen ertrinken.

            Damit entfällt die Motivation für fast alle Menschen, ihre Inhalte im Internet selbst mit einem Jugendschutzlabel zu versehen und die Politik kann das nicht verstehen. Die Diskussion stagniert seit 1996 – seit einer Generation – auf demselben Stand.

            Geschadet hat das nicht – eventuell ist Jugendschutz doch kein so kritisch besonders schützenswertes Ding wie das Grundgesetz verlangt. Stattdessen sollte man darüber nachdenken, ob es nicht Methoden und Sucht-erzeugende Tricksereien gibt, die jedem Schaden, egal wie alt er ist.

            H This user is from outside of this forum
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            humply3
            wrote last edited by
            #5

            @isotopp @Lilith War in LNP546 auch Thema #LogbuchNetzpolik

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