Schaue mir auf YT ein paar Videos an von gestern und heute, wie es in anderen Stadtteilen in Hamburg aussieht ... und dann wieder die Boomer-Kommentare 🙈
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@2ndStar sry, aber das stimmt auch. Ihr seid Weicheier! was noch schlimmer ist: wir Boomer sind auch Weicheier geworden.
Ich benutze einen elektrischen Fußwärmer, dafür hätte ich mich vor 45 Jahren in Grund und Boden geschämt.
Aber das Allerschlimmste ist, dass unsere ganze Infrastruktur mit uns so fragil geworden ist, dass uns 20 cm Schnee schon Probleme machen. Es gibt keine Failsaves, keine Redundanzen, keine stillen Reserven mehr. Alles wegökonomisiert. Wir sind dem Untergang geweiht.Paperlapp.
Das war früher auch alles ganz genau so - nur wurde daraus nicht so ein Aufriss gemacht.
Da gab es 15 Minuten Tagesschau, ein wenig Zeitung und die Nachbarn.Heute wirst den ganzen Tag mit dem Kram zugeschissen - und natürlich immer das schlechte im Vordergrund.
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Ah ja, der Winter 78/79! Das war schon hart damals. Ich habe hier im Archiv noch ein Foto von meinem Schulweg damals gefunden.
Es war alles nur eine Frage der richtigen Kleidung

Aber wenn du das heute jemandem erzählst, das glaubt dir ja keiner mehr...
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Schaue mir auf YT ein paar Videos an von gestern und heute, wie es in anderen Stadtteilen in Hamburg aussieht ... und dann wieder die Boomer-Kommentare
Ich stelle mir die alle geifernd und gerade so die Tastatur begreifend, wie sie besoffen vor dem Rechner sitzen und grölend eintippen:
"ABER im Jahr 78/79, da hatten wir Winter!!! IhR seid ALLE so verweichlicht!!!11elf!1!"
"Damals, ’79, da sind wir rückwärts zur Schule gelaufen, durch drei Meter Schnee, barfuß, und zwar bergauf – in beide Richtungen!"
"Früher hat der Busfahrer noch mit bloßen Händen das Eis von den Gleisen gekratzt und dann die Karre eigenhändig durch den Schneesturm getragen!!!"Ich frage mich jedes Mal, ob die glauben, der Schnee damals sei aus besseren Molekülen gewesen. So richtig deutscher Schnee. Mit Disziplin. Nicht so ein verweichlichter, klimatisch irritierter Globalisierungsschnee von heute!
Ernsthaft, all diese Geiferer, für die das hier in Hamburg endlich mal ECHTER Winter ist, die haben ihre meteorologische Ausbildung auf der Rückseite von ’nem Aldi-Wochenblatt gemacht.
Für die liegt Hamburg offenbar auf 1.800 Metern Höhe, direkt neben St. Moritz, nur mit mehr Budni-Filialen
️ Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
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@fzimper
bad old days :-)) -
@fzimper
bad old days :-))The horror

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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar Unser fehlbares Gehirn wird viel zu ernst genommen. Ich weiß, dass meine Erinnerungen wenig wert sind. Das meiste ist falsch gemerkt und ich verändere die Erinnerungen während ich an sie denke.
Also drauf gepfiffen.Aufzeichnungen sind besser.
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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar perfekter rant. Chapeau. Nichts hinzuzufügen.
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@2ndStar perfekter rant. Chapeau. Nichts hinzuzufügen.
@GeraintLlanfrancheta
Zu viel der Ehre!
Aber alle sind eingeladen mitzumachen
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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar
Also 1995(?) war bei unseren Nachbarn ein Taxifahrer stecken geblieben. Als dann das allgemeine Fahrverbot nur für Taxis aufgehoben wurde, er also als einer von wenigen wieder fahren durfte, haben ihn halt 1,5m Schnee auf der Straße vor unserem Hof davon abgehalten. Er war der Meinung, der Staat müsse ihn jetzt per Helikopter mit seinem Taxi ausfliegen, damit er Taxifahrten anbieten kann. Eine Woche oder so musste er sich gedulden, bis die Straße frei war... -
@2ndStar Unser fehlbares Gehirn wird viel zu ernst genommen. Ich weiß, dass meine Erinnerungen wenig wert sind. Das meiste ist falsch gemerkt und ich verändere die Erinnerungen während ich an sie denke.
Also drauf gepfiffen.Aufzeichnungen sind besser.
@RAlpenstern
Ja - aber viele schreiben aus ihren gefühlten Erinnerungen heraus!Was soll dieses Bashing nun auf Hamburg? Es gibt viele, die so ein Wetter noch nie erlebt haben. Und wir sind in Hamburg ab und an Kälte und Glätte gewohnt und vor allem Überflutungen, aber das hier ist was anderes.
Dürfen sich alle mal für 10 Minuten rausstellen, wenn sie nicht verweichlicht sind!
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@RAlpenstern
Ja - aber viele schreiben aus ihren gefühlten Erinnerungen heraus!Was soll dieses Bashing nun auf Hamburg? Es gibt viele, die so ein Wetter noch nie erlebt haben. Und wir sind in Hamburg ab und an Kälte und Glätte gewohnt und vor allem Überflutungen, aber das hier ist was anderes.
Dürfen sich alle mal für 10 Minuten rausstellen, wenn sie nicht verweichlicht sind!
@2ndStar Die Schwiegereltern aus dem Süden haben sich auch gemeldet und gefragt, ob wir "zurecht" kommen.
Ich denke halt, wenn es in einer Region selten nennenswerte Schneemengen gibt, dann sind die Verkehrsbetriebe und Straßenmeistereien darauf schlecht vorbereitet, weil man ja auch kaum hunderte Einsatzwagen kauft, die man 1x alle 4 Jahren braucht. Das erklärt m.E. viel warum im Norden schnell von "Schneechaos" die Rede ist.
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@2ndStar Die Schwiegereltern aus dem Süden haben sich auch gemeldet und gefragt, ob wir "zurecht" kommen.
Ich denke halt, wenn es in einer Region selten nennenswerte Schneemengen gibt, dann sind die Verkehrsbetriebe und Straßenmeistereien darauf schlecht vorbereitet, weil man ja auch kaum hunderte Einsatzwagen kauft, die man 1x alle 4 Jahren braucht. Das erklärt m.E. viel warum im Norden schnell von "Schneechaos" die Rede ist.
Oha ... du verstehst also meinen Sarkasmus
Dann kann ich dir ein paar Drukos hier zeigen, die gleich eifrig schreiben: Es ist Winter! *schnauf*
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Oha ... du verstehst also meinen Sarkasmus
Dann kann ich dir ein paar Drukos hier zeigen, die gleich eifrig schreiben: Es ist Winter! *schnauf*
@2ndStar Wenn ich mal aus meiner schwammigen Erinnerung an die schwäbische Alb der 80er berichten darf, dort fuhr durch jede Seitenstraße früh morgens das Räumfahrzeug mit Salz und Split, denn Schnee gab es da jeden* Winter. Das war quasi Easy-Mode für uns.
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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar
Gewagt bei der Zahl an Boomern von "unseren" Kommentarspalten zu sprechen
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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar Bei uns ham se damals bei Glatteis und Eisregen einfach die Busse eingestellt - NACHDEM wir in der Schule waren, die dann übrigens beendet wurde.
War ein echt geiler Tag: Der Heimweg hätte normalerweise zu Fuß etwa 2h gedauert, zog sich aber dann bis zum Abend.
Heißt nicht, dass wir tolle Typen waren, sondern war einfach ganz extrem große Scheiße.
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@2ndStar Bei uns ham se damals bei Glatteis und Eisregen einfach die Busse eingestellt - NACHDEM wir in der Schule waren, die dann übrigens beendet wurde.
War ein echt geiler Tag: Der Heimweg hätte normalerweise zu Fuß etwa 2h gedauert, zog sich aber dann bis zum Abend.
Heißt nicht, dass wir tolle Typen waren, sondern war einfach ganz extrem große Scheiße.
@Saupreiss
Und heute haben wir den Vorteil, dies über ganz viele Kanäle vorher mitzuteilen und zwar ... bevor wer zu Schaden kommt!
Sogar die Wettervorhersage ist präziser!Und nun stelle dir mal vor, ein Schulbus rutscht hier ab vom Deich und viele verletzte Kids. Was meinst du was dann los ist!
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@Saupreiss
Und heute haben wir den Vorteil, dies über ganz viele Kanäle vorher mitzuteilen und zwar ... bevor wer zu Schaden kommt!
Sogar die Wettervorhersage ist präziser!Und nun stelle dir mal vor, ein Schulbus rutscht hier ab vom Deich und viele verletzte Kids. Was meinst du was dann los ist!
@2ndStar War auch nix mit Handies, um sich mit Eltern oder anderen abzusprechen. Selbst wenn, es war wirklich echter Eisregen. Da war laufen eine Qual, abholen lassen sicher nicht drin (und der Zweitwagen auch nicht gerade Standard - und Homeoffice ebensowenig).
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@2ndStar War auch nix mit Handies, um sich mit Eltern oder anderen abzusprechen. Selbst wenn, es war wirklich echter Eisregen. Da war laufen eine Qual, abholen lassen sicher nicht drin (und der Zweitwagen auch nicht gerade Standard - und Homeoffice ebensowenig).
@Saupreiss
Ja, das war ätzend so ohne Smartphone, wenn wirklich was anlag!
Hier im Norden kennen wir ja Eisregen besser als Schnee
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@Saupreiss
Du meinst doch nicht etwa ... Telefonzellen?