Okay ...
-
Okay ... Let's play!
Wenn wir hier das Spiel mitspielen würden, könnten wir hier im Norden bei jedem Starkregen in Bayern oder jedem Fluss, der wieder über die Ufer tritt, ganz nonchalant sagen:
„Also bitte, wir haben zweimal täglich Flut. Nennt sich Gezeiten. Kommt klar.“Oder bei Starkregen in Köln:
„Ach, da oben ist ein bisschen Wasser auf der Straße? Süß. Wir nennen das hier Dienstag. Und da fahren trotzdem die Möwen noch Fahrrad.“Aber tun wir das?
Nein. Weil wir nicht wie eine Horde chronisch empörter Wetterrhetoriker leben, die glauben, Naturphänomene seien moralische Prüfungen, die man bestehen muss, indem man entweder friert oder arrogant tut!Diese Leute stellen sich offenbar vor, dass jedes Wetterereignis ein Test vom alten Gott „Früher“ ist – und wer sich beschwert, hat halt versagt.
Was kommt als nächstes?
"Du bist umgefallen bei 120 km/h Wind? Früher haben wir bei 180 km/h noch Boule gespielt und dabei geraucht und unsere Schafe hatten immer noch alle Locken schön!!!"Die Logik ist: Wenn sie mal durch drei Schneeflocken gestapft sind und dabei nicht sofort gestorben sind, dann muss jeder andere sofort still sein und danken, dass er nicht in einer Lawine aufgewachsen ist wie sie angeblich.
Aber hey – vielleicht können wir bald einen neuen olympischen Wettbewerb vorschlagen:
"Disziplin: Wetter-Stolz! Wer hat’s am härtesten durchlitten? Wer hat am wenigsten geheult?"
Gold geht dann wie immer an Vorzeige-Boomer, aus dem Kommentarbereich von „Bild Aktuell“.
Silber an seine kaputte Erinnerungslogik.Bronze an uns, weil wir wieder mitgelesen haben.
🫳

@2ndStar
Jo. War geil. -
@2ndStar
Schon irre, das irgendein Rolf einem das Gefühl geben will, es gäbe keinen Klimawandel, sondern man ist nur verweichlicht.Weil: seine Katastrophen sind immer zwei Mal mehr katastrophal als Deine!
Also grundsätzlich war früher alles besser...
Aber schlimmer hatte man es trotzdem!!!
@grey_moth
Es stört mich auch, dass Eltern Schweißausbrüche bekommen, weil ihr Kind außerplanmäßig zu Hause sein muss (passt nicht ins durchgetaktete Leben), AG ist es scheißegal ob ihren Leute was passiert - Arbeitsmarkt sorgt ja für Ersatz ... und alle heulen rum, weil ihr Leben mal vom Wetter durcheinandergebracht wurde!Erstaunlich, wie viele Anwälte für Arbeitsrecht in den letzten Tagen vors Mikro gezerrt wurden, um ja allen eindrücklich mitzuteilen, dass sie gefälligst zur Arbeit kommen sollen!
-
@alikatze
Es geht um meine Rants davor. Da kommt das her.@2ndStar
Jo, die hab ich gelesen und genossen - und mich n büschen ertappt gefühlt 🫣
Ich hab mein Heldentum aber nicht zum besten gegeben, in sofern wohl was richtig gemacht.(Früher gab es ja auch kein SoMe, da blieb und ja nur das draußen für Erlebnisse
)Aber der Winter 78/79 war Klasse. Wir haben ein Iglo gebaut, da konnten wir mit sechs Leuten drinnen bequem sitzen ... N büschen hab ich jetzt auf Schnee gehofft. Mal sehen, ob wir morgen ein kleines Iglo für die beiden Zwerge schaffen.
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Okay ... Let's play!
Wenn wir hier das Spiel mitspielen würden, könnten wir hier im Norden bei jedem Starkregen in Bayern oder jedem Fluss, der wieder über die Ufer tritt, ganz nonchalant sagen:
„Also bitte, wir haben zweimal täglich Flut. Nennt sich Gezeiten. Kommt klar.“Oder bei Starkregen in Köln:
„Ach, da oben ist ein bisschen Wasser auf der Straße? Süß. Wir nennen das hier Dienstag. Und da fahren trotzdem die Möwen noch Fahrrad.“Aber tun wir das?
Nein. Weil wir nicht wie eine Horde chronisch empörter Wetterrhetoriker leben, die glauben, Naturphänomene seien moralische Prüfungen, die man bestehen muss, indem man entweder friert oder arrogant tut!Diese Leute stellen sich offenbar vor, dass jedes Wetterereignis ein Test vom alten Gott „Früher“ ist – und wer sich beschwert, hat halt versagt.
Was kommt als nächstes?
"Du bist umgefallen bei 120 km/h Wind? Früher haben wir bei 180 km/h noch Boule gespielt und dabei geraucht und unsere Schafe hatten immer noch alle Locken schön!!!"Die Logik ist: Wenn sie mal durch drei Schneeflocken gestapft sind und dabei nicht sofort gestorben sind, dann muss jeder andere sofort still sein und danken, dass er nicht in einer Lawine aufgewachsen ist wie sie angeblich.
Aber hey – vielleicht können wir bald einen neuen olympischen Wettbewerb vorschlagen:
"Disziplin: Wetter-Stolz! Wer hat’s am härtesten durchlitten? Wer hat am wenigsten geheult?"
Gold geht dann wie immer an Vorzeige-Boomer, aus dem Kommentarbereich von „Bild Aktuell“.
Silber an seine kaputte Erinnerungslogik.Bronze an uns, weil wir wieder mitgelesen haben.
🫳

@2ndStar einerseits geb' ich dir Recht.
Andererseits ist aber wirklich was anders, was früher(TM) besser war.
Es gab nämlich verbreitet die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen.
Am Winterbeispiel -- als Kind konnten meine Eltern entscheiden, ob ich bei fettem Schnee in die Schule ging (und sie zur Arbeit). Wenn's nicht ging, dann war's eben Pech. Genau so kam vielleicht nur ein Teil der Lehrerinnen in die Schule und die konnten dann für ihren Unterricht entscheiden, ob er stattfand oder ob's für die paar Schüler sinnlos war.
Heute trauen sich das kaum noch Leute, du schriebst es letztens selber...
Ansonsten bin ich selber tatsächlich Ende der 80er im Winter per Zug zur Schule gefahren, und da gab's die Bundesbahnwerbung "Alle reden vom Wetter. Wir nicht" mit Schneepflug vor der Lok.
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@dec_hl
Meine Rippen haben mir gesagt, ich solle das mal an ihrer Stelle loswerden .-)@2ndStar ich kann das nachvollziehen, bin 2008 mal die treppe runter geflogen. danach hat es wochenlang geknackt beim atmen

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@2ndStar ich kann das nachvollziehen, bin 2008 mal die treppe runter geflogen. danach hat es wochenlang geknackt beim atmen

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@grey_moth
Es stört mich auch, dass Eltern Schweißausbrüche bekommen, weil ihr Kind außerplanmäßig zu Hause sein muss (passt nicht ins durchgetaktete Leben), AG ist es scheißegal ob ihren Leute was passiert - Arbeitsmarkt sorgt ja für Ersatz ... und alle heulen rum, weil ihr Leben mal vom Wetter durcheinandergebracht wurde!Erstaunlich, wie viele Anwälte für Arbeitsrecht in den letzten Tagen vors Mikro gezerrt wurden, um ja allen eindrücklich mitzuteilen, dass sie gefälligst zur Arbeit kommen sollen!
@2ndStar
Gehe ich voll mit.
Regt mich auch total auf!Nach dem Motto: Stirb ruhig auf dem Heimweg, aber mach vorher noch Überstunden. Ach, und dokumentiere gut für die Nachfolge.
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Okay ... Let's play!
Wenn wir hier das Spiel mitspielen würden, könnten wir hier im Norden bei jedem Starkregen in Bayern oder jedem Fluss, der wieder über die Ufer tritt, ganz nonchalant sagen:
„Also bitte, wir haben zweimal täglich Flut. Nennt sich Gezeiten. Kommt klar.“Oder bei Starkregen in Köln:
„Ach, da oben ist ein bisschen Wasser auf der Straße? Süß. Wir nennen das hier Dienstag. Und da fahren trotzdem die Möwen noch Fahrrad.“Aber tun wir das?
Nein. Weil wir nicht wie eine Horde chronisch empörter Wetterrhetoriker leben, die glauben, Naturphänomene seien moralische Prüfungen, die man bestehen muss, indem man entweder friert oder arrogant tut!Diese Leute stellen sich offenbar vor, dass jedes Wetterereignis ein Test vom alten Gott „Früher“ ist – und wer sich beschwert, hat halt versagt.
Was kommt als nächstes?
"Du bist umgefallen bei 120 km/h Wind? Früher haben wir bei 180 km/h noch Boule gespielt und dabei geraucht und unsere Schafe hatten immer noch alle Locken schön!!!"Die Logik ist: Wenn sie mal durch drei Schneeflocken gestapft sind und dabei nicht sofort gestorben sind, dann muss jeder andere sofort still sein und danken, dass er nicht in einer Lawine aufgewachsen ist wie sie angeblich.
Aber hey – vielleicht können wir bald einen neuen olympischen Wettbewerb vorschlagen:
"Disziplin: Wetter-Stolz! Wer hat’s am härtesten durchlitten? Wer hat am wenigsten geheult?"
Gold geht dann wie immer an Vorzeige-Boomer, aus dem Kommentarbereich von „Bild Aktuell“.
Silber an seine kaputte Erinnerungslogik.Bronze an uns, weil wir wieder mitgelesen haben.
🫳

@2ndStar Moooment!
Als 1a Qualitäts-Boomer bestehe ich darauf: meine Arroganz ist nicht gespielt -
@2ndStar Ich konnte den schnell wieder einrenken. Der Schreck war größer als der Schmerz. Ist danach wie eine ordentliche Verstauchung gewesen. Glücklicherweise war nichts gebrochen. Aber den eigenen Körper in einer Position zu sehen, für die er nicht gemacht ist, sorgt für Unbehagen…
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@2ndStar Moooment!
Als 1a Qualitäts-Boomer bestehe ich darauf: meine Arroganz ist nicht gespielt@Petsie
Sorry
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@2ndStar
Gehe ich voll mit.
Regt mich auch total auf!Nach dem Motto: Stirb ruhig auf dem Heimweg, aber mach vorher noch Überstunden. Ach, und dokumentiere gut für die Nachfolge.
@grey_moth
Die Leute sind immer weniger chillig drauf
Was denken sich so viele?
"Ohhh - mein letzter Gedanke auf dem Sterbebett wird sein, wie ich heldenhaft zur Arbeit bei Extremwetterereignissen gekommen bin! Ohne mich, würde es das Unternehmen nicht mehr geben! Jawoll!" -
@grey_moth
Die Leute sind immer weniger chillig drauf
Was denken sich so viele?
"Ohhh - mein letzter Gedanke auf dem Sterbebett wird sein, wie ich heldenhaft zur Arbeit bei Extremwetterereignissen gekommen bin! Ohne mich, würde es das Unternehmen nicht mehr geben! Jawoll!"@2ndStar
Vermutlich. Und dann gibt's von dem Unternehmen, das man vermeintlich gerettet hat, nicht mal nen Kranz.
Zum Teil verstehe ich solche Denkweisen, weil ich leider recht zwanghaft bin - ist immer gut, wenn Dinge gleich bleiben.
Aber ich hab auch Bock, dass Menschenleben wertgeschätzt werden und auch, mich nicht in unnötige Gefahren zu bringen. Weil wegen dem Kranz.

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@2ndStar
Vermutlich. Und dann gibt's von dem Unternehmen, das man vermeintlich gerettet hat, nicht mal nen Kranz.
Zum Teil verstehe ich solche Denkweisen, weil ich leider recht zwanghaft bin - ist immer gut, wenn Dinge gleich bleiben.
Aber ich hab auch Bock, dass Menschenleben wertgeschätzt werden und auch, mich nicht in unnötige Gefahren zu bringen. Weil wegen dem Kranz.

@grey_moth
Über meinen toten Kollegen (43), der im März verstorben ist und dem sie so viel Arbeit aufgehalst haben, dass er sich unentbehrlich gefühlt hat nd damit sich auch unter Druck gesetzt hat ... redet niemensch noch!
Er wurde nur 2 Wochen später von einem jüngeren "ersetzt". -
@grey_moth
Über meinen toten Kollegen (43), der im März verstorben ist und dem sie so viel Arbeit aufgehalst haben, dass er sich unentbehrlich gefühlt hat nd damit sich auch unter Druck gesetzt hat ... redet niemensch noch!
Er wurde nur 2 Wochen später von einem jüngeren "ersetzt".@2ndStar
Fürchterlich. 🥺 -
Okay ... Let's play!
Wenn wir hier das Spiel mitspielen würden, könnten wir hier im Norden bei jedem Starkregen in Bayern oder jedem Fluss, der wieder über die Ufer tritt, ganz nonchalant sagen:
„Also bitte, wir haben zweimal täglich Flut. Nennt sich Gezeiten. Kommt klar.“Oder bei Starkregen in Köln:
„Ach, da oben ist ein bisschen Wasser auf der Straße? Süß. Wir nennen das hier Dienstag. Und da fahren trotzdem die Möwen noch Fahrrad.“Aber tun wir das?
Nein. Weil wir nicht wie eine Horde chronisch empörter Wetterrhetoriker leben, die glauben, Naturphänomene seien moralische Prüfungen, die man bestehen muss, indem man entweder friert oder arrogant tut!Diese Leute stellen sich offenbar vor, dass jedes Wetterereignis ein Test vom alten Gott „Früher“ ist – und wer sich beschwert, hat halt versagt.
Was kommt als nächstes?
"Du bist umgefallen bei 120 km/h Wind? Früher haben wir bei 180 km/h noch Boule gespielt und dabei geraucht und unsere Schafe hatten immer noch alle Locken schön!!!"Die Logik ist: Wenn sie mal durch drei Schneeflocken gestapft sind und dabei nicht sofort gestorben sind, dann muss jeder andere sofort still sein und danken, dass er nicht in einer Lawine aufgewachsen ist wie sie angeblich.
Aber hey – vielleicht können wir bald einen neuen olympischen Wettbewerb vorschlagen:
"Disziplin: Wetter-Stolz! Wer hat’s am härtesten durchlitten? Wer hat am wenigsten geheult?"
Gold geht dann wie immer an Vorzeige-Boomer, aus dem Kommentarbereich von „Bild Aktuell“.
Silber an seine kaputte Erinnerungslogik.Bronze an uns, weil wir wieder mitgelesen haben.
🫳

Das Lustige ist, dass uns in den 70ern und 80ern die Alten auch erzählt haben, dass es keine richtigen Winter mehr gäbe und dass wir voll die Waschlappen seien.
Die Wetter-Statistik sagt was anderes. Klar: Der letzte Kriegswinter 44/45 war extrem kalt, aber sonst hat sich bis kurz vor der Jahrtausendwende an Extremwerten kaum was geändert.
Leute nehmen ihre eigenen Erfahrungen immer wichtiger als die anderer Leute.
Alles Ego-Bratzen.
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Das Lustige ist, dass uns in den 70ern und 80ern die Alten auch erzählt haben, dass es keine richtigen Winter mehr gäbe und dass wir voll die Waschlappen seien.
Die Wetter-Statistik sagt was anderes. Klar: Der letzte Kriegswinter 44/45 war extrem kalt, aber sonst hat sich bis kurz vor der Jahrtausendwende an Extremwerten kaum was geändert.
Leute nehmen ihre eigenen Erfahrungen immer wichtiger als die anderer Leute.
Alles Ego-Bratzen.
@mina
ich werde mir das für in 30 Jahren als Termin eintragen und dann überall kommentieren, dass 2026 voll der harte Winter war und alle nun verweichlicht sind
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@mina
ich werde mir das für in 30 Jahren als Termin eintragen und dann überall kommentieren, dass 2026 voll der harte Winter war und alle nun verweichlicht sind
Machen wir beide und dann treffen wir uns zum Tee und verhöhnen die Enkel.
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@mina
So nämlich!
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Okay ... Let's play!
Wenn wir hier das Spiel mitspielen würden, könnten wir hier im Norden bei jedem Starkregen in Bayern oder jedem Fluss, der wieder über die Ufer tritt, ganz nonchalant sagen:
„Also bitte, wir haben zweimal täglich Flut. Nennt sich Gezeiten. Kommt klar.“Oder bei Starkregen in Köln:
„Ach, da oben ist ein bisschen Wasser auf der Straße? Süß. Wir nennen das hier Dienstag. Und da fahren trotzdem die Möwen noch Fahrrad.“Aber tun wir das?
Nein. Weil wir nicht wie eine Horde chronisch empörter Wetterrhetoriker leben, die glauben, Naturphänomene seien moralische Prüfungen, die man bestehen muss, indem man entweder friert oder arrogant tut!Diese Leute stellen sich offenbar vor, dass jedes Wetterereignis ein Test vom alten Gott „Früher“ ist – und wer sich beschwert, hat halt versagt.
Was kommt als nächstes?
"Du bist umgefallen bei 120 km/h Wind? Früher haben wir bei 180 km/h noch Boule gespielt und dabei geraucht und unsere Schafe hatten immer noch alle Locken schön!!!"Die Logik ist: Wenn sie mal durch drei Schneeflocken gestapft sind und dabei nicht sofort gestorben sind, dann muss jeder andere sofort still sein und danken, dass er nicht in einer Lawine aufgewachsen ist wie sie angeblich.
Aber hey – vielleicht können wir bald einen neuen olympischen Wettbewerb vorschlagen:
"Disziplin: Wetter-Stolz! Wer hat’s am härtesten durchlitten? Wer hat am wenigsten geheult?"
Gold geht dann wie immer an Vorzeige-Boomer, aus dem Kommentarbereich von „Bild Aktuell“.
Silber an seine kaputte Erinnerungslogik.Bronze an uns, weil wir wieder mitgelesen haben.
🫳

