Auf Wunsch eines einzelnen Herren heute mal einen Schwank aus meiner Jugend.
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Auf Wunsch eines einzelnen Herren heute mal einen Schwank aus meiner Jugend. Naja, ich war 34, wir schreiben das Jahr 2004. Ein #Augenoptik-Thread 🧵
2004 ist ein Jahr der Zäsur in der Augenoptik. Nach einer -für uns- verheerenden Gesundheitsdeform gibt es einen branchenweiten Umsatzeinbruch von über 40%, erstmals arbeitslose Kolleg*Innen und Augenstern stand als Altgeselle (für Nicht-#Handwerker: Kein Matrose, eher ein Bootsmann
) kurz vor seiner Meisterprüfung. Daraus wurde leider (1/) -
Auf Wunsch eines einzelnen Herren heute mal einen Schwank aus meiner Jugend. Naja, ich war 34, wir schreiben das Jahr 2004. Ein #Augenoptik-Thread 🧵
2004 ist ein Jahr der Zäsur in der Augenoptik. Nach einer -für uns- verheerenden Gesundheitsdeform gibt es einen branchenweiten Umsatzeinbruch von über 40%, erstmals arbeitslose Kolleg*Innen und Augenstern stand als Altgeselle (für Nicht-#Handwerker: Kein Matrose, eher ein Bootsmann
) kurz vor seiner Meisterprüfung. Daraus wurde leider (1/)nichts, weil mich ein schwerer Unfall aus dem Verkehr zog. Einen Tag später wachte ich auf der Intensiv auf, zwei Wochen später erhielt ich meine Kündigung. Ja, so ist das in Kleinbetrieben ohne Kündigungsschutz. Als so drei Monate später wieder soweit alles verheilt war, klemmte ich mir ein paar Kurzbewerbungen unter‘n Arm und ging Klinkenputzen. Dabei traf ich auf eine Kollegin, bei der ich mal einen Tag Probearbeiten sollte, was ich auch machte. Kurz: Ich kam an, die Chefin (2/)
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verschwand und ließ mich mit zwei Gesellinnen zurück, die auf mich eher einen eingeschüchterten Eindruck machten. Selten in unserer Branche, wir sind eher die selbstbewussten Rampensäue. Ich hätte vorsichtig sein sollen, als die mich darauf hinwiesen, dass sowas wie Laufkunden refraktionieren und ihnen eine Brille zu verkaufen dort nur mit Absprache der Chefin passiert… Egal, ich hab‘s gemacht. Lektion Nummero Uno: Nie Kunden unnötig wegschicken!
Was soll ich sagen? Die Chefin bekam ich (3/)den ganzen Tag und auch danach nie wieder zu Gesicht. Wohl aber ein Schreiben vom Arbeitsverhinderungsamt, dass mich darauf hinwies, dass solche Aktionen gefälligst abzusprechen wären…

Eine Woche später erhielt ich ein Anruf von der Kolleg*In, dass sie für meinen Gehaltswunsch eine Meister eingestellt habe, sie aber mit meiner Arbeit sehr zufrieden sei und ich ja Teilzeit arbeiten könne
Kommen wir zu ihren sehr zurückhaltenden Gesellinnen: Im Nachhinein habe ich erfahren, dass (4/) -
nichts, weil mich ein schwerer Unfall aus dem Verkehr zog. Einen Tag später wachte ich auf der Intensiv auf, zwei Wochen später erhielt ich meine Kündigung. Ja, so ist das in Kleinbetrieben ohne Kündigungsschutz. Als so drei Monate später wieder soweit alles verheilt war, klemmte ich mir ein paar Kurzbewerbungen unter‘n Arm und ging Klinkenputzen. Dabei traf ich auf eine Kollegin, bei der ich mal einen Tag Probearbeiten sollte, was ich auch machte. Kurz: Ich kam an, die Chefin (2/)
verschwand und ließ mich mit zwei Gesellinnen zurück, die auf mich eher einen eingeschüchterten Eindruck machten. Selten in unserer Branche, wir sind eher die selbstbewussten Rampensäue. Ich hätte vorsichtig sein sollen, als die mich darauf hinwiesen, dass sowas wie Laufkunden refraktionieren und ihnen eine Brille zu verkaufen dort nur mit Absprache der Chefin passiert… Egal, ich hab‘s gemacht. Lektion Nummero Uno: Nie Kunden unnötig wegschicken!
Was soll ich sagen? Die Chefin bekam ich (3/) -
den ganzen Tag und auch danach nie wieder zu Gesicht. Wohl aber ein Schreiben vom Arbeitsverhinderungsamt, dass mich darauf hinwies, dass solche Aktionen gefälligst abzusprechen wären…

Eine Woche später erhielt ich ein Anruf von der Kolleg*In, dass sie für meinen Gehaltswunsch eine Meister eingestellt habe, sie aber mit meiner Arbeit sehr zufrieden sei und ich ja Teilzeit arbeiten könne
Kommen wir zu ihren sehr zurückhaltenden Gesellinnen: Im Nachhinein habe ich erfahren, dass (4/)die Chefin eine besondere Nische in unserem Beruf für sich gefunden hat. Einen Teilbereich der Refraktionsbestimmung, nämlich binokulare Vollkorrektion nach der Methodik Haase. -Und zwar ausschließlich, was sie sich sehr gut bezahlen lässt, so, dass es für einen Laden in Hannovers Innenstadtlage reicht. Jetzt ist die sog. MKH ein Segen für einige Menschen, aber eben nicht für alle, man sollte es mit den daraus folgenden Prismengläsern nicht zu brandeilig haben, sonder wirklich gut abwägen (5/)
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die Chefin eine besondere Nische in unserem Beruf für sich gefunden hat. Einen Teilbereich der Refraktionsbestimmung, nämlich binokulare Vollkorrektion nach der Methodik Haase. -Und zwar ausschließlich, was sie sich sehr gut bezahlen lässt, so, dass es für einen Laden in Hannovers Innenstadtlage reicht. Jetzt ist die sog. MKH ein Segen für einige Menschen, aber eben nicht für alle, man sollte es mit den daraus folgenden Prismengläsern nicht zu brandeilig haben, sonder wirklich gut abwägen (5/)
wann man sie einsetzt. -Aber das ist Thema eines anderen Threads

Um zum Schwank zurückzukommen: Das war noch eines der harmloseren Erlebnisse auf meiner Arbeitssuche 2004 und führte auch dazu, dass ich schließlich die Schnauze so randvoll von meinen Kolleg*Innen hatte, dass ich dem Beruf (damals) den Rücken kehrte und eine staatl. Prüfung in einem anderen Feld machte. Ich wollte explizit nichts mehr mit diesen Leuten zu tun haben.
So. Genug Schwank für heute?
(6/) -
wann man sie einsetzt. -Aber das ist Thema eines anderen Threads

Um zum Schwank zurückzukommen: Das war noch eines der harmloseren Erlebnisse auf meiner Arbeitssuche 2004 und führte auch dazu, dass ich schließlich die Schnauze so randvoll von meinen Kolleg*Innen hatte, dass ich dem Beruf (damals) den Rücken kehrte und eine staatl. Prüfung in einem anderen Feld machte. Ich wollte explizit nichts mehr mit diesen Leuten zu tun haben.
So. Genug Schwank für heute?
(6/) -
wann man sie einsetzt. -Aber das ist Thema eines anderen Threads

Um zum Schwank zurückzukommen: Das war noch eines der harmloseren Erlebnisse auf meiner Arbeitssuche 2004 und führte auch dazu, dass ich schließlich die Schnauze so randvoll von meinen Kolleg*Innen hatte, dass ich dem Beruf (damals) den Rücken kehrte und eine staatl. Prüfung in einem anderen Feld machte. Ich wollte explizit nichts mehr mit diesen Leuten zu tun haben.
So. Genug Schwank für heute?
(6/)@arthurdent
Genug Schwank? Nie nich, dafür schreibst du einfach zu toll, da lese ich gerne mit!
So, genug gelobt, näi

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wann man sie einsetzt. -Aber das ist Thema eines anderen Threads

Um zum Schwank zurückzukommen: Das war noch eines der harmloseren Erlebnisse auf meiner Arbeitssuche 2004 und führte auch dazu, dass ich schließlich die Schnauze so randvoll von meinen Kolleg*Innen hatte, dass ich dem Beruf (damals) den Rücken kehrte und eine staatl. Prüfung in einem anderen Feld machte. Ich wollte explizit nichts mehr mit diesen Leuten zu tun haben.
So. Genug Schwank für heute?
(6/)@arthurdent Nicht genug! Im Schwank fehlt der Schwenk zurück zum Optiker.
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