Schaue mir auf YT ein paar Videos an von gestern und heute, wie es in anderen Stadtteilen in Hamburg aussieht ... und dann wieder die Boomer-Kommentare 🙈
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@EarlyTwix
Boomer sind an nicht das Alter gebunden - sondern an ihre Denkweise.
Leider hat sich das irgendwie verselbstständig, dass damit Leute eines bestimmten Alters gemeint sind!Im Gegensatz zum alten weißen Mann, der auch Jung, weiblich und nicht weiß sein kann, ist eben Boomer schon eine genauere Beschreibung von Menschen, die bestimmten Jahrgängen geboren sind.
So sind es die Boomer, die in den nächsten zehn Jahren alle in Rente gehen. Und das hat tatsächlich nur etwas mit dem Geburtsjahrgang zu tun. -
Im Gegensatz zum alten weißen Mann, der auch Jung, weiblich und nicht weiß sein kann, ist eben Boomer schon eine genauere Beschreibung von Menschen, die bestimmten Jahrgängen geboren sind.
So sind es die Boomer, die in den nächsten zehn Jahren alle in Rente gehen. Und das hat tatsächlich nur etwas mit dem Geburtsjahrgang zu tun.@EarlyTwix
Nun, wie ich vorhin geschrieben habe, nennen sogar die Schülys uns Boomer oder Karen
Es kommt wohl darauf an, ab welchem Alter das Wort genutzt wird.
Es müsste ein griffigeres Wort zu Boomer geben!
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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar 11km....wir sind damals 8 km zu Fuß....also 5km bei tiefstem Schnee....barfuß 1km bis zum Bus. der quasi direkt vor der Haustür abfuhr. Hab doch ein Herz....

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@EarlyTwix
Nun, wie ich vorhin geschrieben habe, nennen sogar die Schülys uns Boomer oder Karen
Es kommt wohl darauf an, ab welchem Alter das Wort genutzt wird.
Es müsste ein griffigeres Wort zu Boomer geben!
vielleicht sollten Deine Schülies weniger LLMs befragen. Wir Boomer sind halt die primär Babyboomers. Da bist du viel zu jung dafür.
Aber jenseits von diesen dummen Sprücheklopfern in meinem Alter: 78/79 sind wir im Süden an der Glotze gehangen und haben gestaunt was da im Norden los ist. sowohl im Westen als auch Osten.
Und in meiner Kindheit war damals schon deutlich mehr Schnee. Bei fast jedem Spielplatz mehr oder weniger große Schneehöhlen und Iglus und heute freuen sich die Kinder wenn's für einen Schneemann reicht.
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vielleicht sollten Deine Schülies weniger LLMs befragen. Wir Boomer sind halt die primär Babyboomers. Da bist du viel zu jung dafür.
Aber jenseits von diesen dummen Sprücheklopfern in meinem Alter: 78/79 sind wir im Süden an der Glotze gehangen und haben gestaunt was da im Norden los ist. sowohl im Westen als auch Osten.
Und in meiner Kindheit war damals schon deutlich mehr Schnee. Bei fast jedem Spielplatz mehr oder weniger große Schneehöhlen und Iglus und heute freuen sich die Kinder wenn's für einen Schneemann reicht.
Und es gibt ja auch noch die digital natives und immigrants...
auch so bescheuerte Begriffe..
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Schaue mir auf YT ein paar Videos an von gestern und heute, wie es in anderen Stadtteilen in Hamburg aussieht ... und dann wieder die Boomer-Kommentare
Ich stelle mir die alle geifernd und gerade so die Tastatur begreifend, wie sie besoffen vor dem Rechner sitzen und grölend eintippen:
"ABER im Jahr 78/79, da hatten wir Winter!!! IhR seid ALLE so verweichlicht!!!11elf!1!"
"Damals, ’79, da sind wir rückwärts zur Schule gelaufen, durch drei Meter Schnee, barfuß, und zwar bergauf – in beide Richtungen!"
"Früher hat der Busfahrer noch mit bloßen Händen das Eis von den Gleisen gekratzt und dann die Karre eigenhändig durch den Schneesturm getragen!!!"Ich frage mich jedes Mal, ob die glauben, der Schnee damals sei aus besseren Molekülen gewesen. So richtig deutscher Schnee. Mit Disziplin. Nicht so ein verweichlichter, klimatisch irritierter Globalisierungsschnee von heute!
Ernsthaft, all diese Geiferer, für die das hier in Hamburg endlich mal ECHTER Winter ist, die haben ihre meteorologische Ausbildung auf der Rückseite von ’nem Aldi-Wochenblatt gemacht.
Für die liegt Hamburg offenbar auf 1.800 Metern Höhe, direkt neben St. Moritz, nur mit mehr Budni-Filialen
️ -
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Ich stelle mir die alle geifernd und gerade so die Tastatur begreifend, wie sie besoffen vor dem Rechner sitzen und grölend eintippen:
"ABER im Jahr 78/79, da hatten wir Winter!!! IhR seid ALLE so verweichlicht!!!11elf!1!"
"Damals, ’79, da sind wir rückwärts zur Schule gelaufen, durch drei Meter Schnee, barfuß, und zwar bergauf – in beide Richtungen!"
"Früher hat der Busfahrer noch mit bloßen Händen das Eis von den Gleisen gekratzt und dann die Karre eigenhändig durch den Schneesturm getragen!!!"Ich frage mich jedes Mal, ob die glauben, der Schnee damals sei aus besseren Molekülen gewesen. So richtig deutscher Schnee. Mit Disziplin. Nicht so ein verweichlichter, klimatisch irritierter Globalisierungsschnee von heute!
Ernsthaft, all diese Geiferer, für die das hier in Hamburg endlich mal ECHTER Winter ist, die haben ihre meteorologische Ausbildung auf der Rückseite von ’nem Aldi-Wochenblatt gemacht.
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️ @2ndStar
Das waren aber noch andere LKW Fahrer, die hatten noch die Hände am Lenkrad und nicht wie heute auf der Tastatur ihre Handys. Außerdem hatten sie Schneeketten aufgezogen, die heutigen Fahrer sind zu faul dazu und riskieren lieber einen Unfall. Ich bin als junger Mann LKW gefahren und weiß wo von ich rede. Die Winter waren noch Winter, mit Dauerschnee von Dezember bis Mitte Februar. -
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Ich stelle mir die alle geifernd und gerade so die Tastatur begreifend, wie sie besoffen vor dem Rechner sitzen und grölend eintippen:
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"Damals, ’79, da sind wir rückwärts zur Schule gelaufen, durch drei Meter Schnee, barfuß, und zwar bergauf – in beide Richtungen!"
"Früher hat der Busfahrer noch mit bloßen Händen das Eis von den Gleisen gekratzt und dann die Karre eigenhändig durch den Schneesturm getragen!!!"Ich frage mich jedes Mal, ob die glauben, der Schnee damals sei aus besseren Molekülen gewesen. So richtig deutscher Schnee. Mit Disziplin. Nicht so ein verweichlichter, klimatisch irritierter Globalisierungsschnee von heute!
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️ @2ndStar Ich lieb dich

Deine Rants sprechen mir aus der Seele 
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@2ndStar 11km....wir sind damals 8 km zu Fuß....also 5km bei tiefstem Schnee....barfuß 1km bis zum Bus. der quasi direkt vor der Haustür abfuhr. Hab doch ein Herz....

@mc@toot.houbahouba.de
GENAU
Außerdem waren damals die Gummistiefel auch noch aus Holz
️@2ndStar@astronomy.social -
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Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar@astronomy.social Als Jungendlicher habe ich im Winter mit langer Unterhose, zwei paar Socken, zwei Unterhemden, Hemd, Pullover und der wärmsten Jacke auch dem Trecker gesessen und es war trotzdem kalt.
Heute sind die Trecker dicht, haben eine Heizung, die den Namen verdient hat. Da sitzen die Mädels und Jungs halt ohne Unterhemd und langer Unterhose drauf.
So und jetzt. Wenn dann aber so ein Menschy für ne halbe Stunden draußen rumwerkeln muss, friert der sich auch bei Plusgraden nen Arsch ab (so wie ich damals als wandelnder Kleiderständer bei - 5). Unterhemden und lange Unterhosen haben die nicht im Schrank. Das ist es, was nervt. -
Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar
Ist schon immer wieder kurios, dass die Leute aus Episoden die so besonders waren, dass sie ihnen im Gedächtnis blieben, irgendwie ableiten dass das früher
der Normalfall gewesen sei. Ich kann mich auch erinnern an wirklich schneereiche Extremwettersituationen, aber damals hab ich ja auch im Gebirge gelebt. Und klar war das mit massiven Einschränkungen verbunden. Natürlich mit einem ganz anderen Takt als heute in einer Millionenstadt.
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@2ndStar
Ist schon immer wieder kurios, dass die Leute aus Episoden die so besonders waren, dass sie ihnen im Gedächtnis blieben, irgendwie ableiten dass das früher
der Normalfall gewesen sei. Ich kann mich auch erinnern an wirklich schneereiche Extremwettersituationen, aber damals hab ich ja auch im Gebirge gelebt. Und klar war das mit massiven Einschränkungen verbunden. Natürlich mit einem ganz anderen Takt als heute in einer Millionenstadt.
@2ndStar
Aber wahrscheinlich bin ich noch zu jung um mich richtig an früher
zu erinnern. -
Schaue mir auf YT ein paar Videos an von gestern und heute, wie es in anderen Stadtteilen in Hamburg aussieht ... und dann wieder die Boomer-Kommentare
Ich stelle mir die alle geifernd und gerade so die Tastatur begreifend, wie sie besoffen vor dem Rechner sitzen und grölend eintippen:
"ABER im Jahr 78/79, da hatten wir Winter!!! IhR seid ALLE so verweichlicht!!!11elf!1!"
"Damals, ’79, da sind wir rückwärts zur Schule gelaufen, durch drei Meter Schnee, barfuß, und zwar bergauf – in beide Richtungen!"
"Früher hat der Busfahrer noch mit bloßen Händen das Eis von den Gleisen gekratzt und dann die Karre eigenhändig durch den Schneesturm getragen!!!"Ich frage mich jedes Mal, ob die glauben, der Schnee damals sei aus besseren Molekülen gewesen. So richtig deutscher Schnee. Mit Disziplin. Nicht so ein verweichlichter, klimatisch irritierter Globalisierungsschnee von heute!
Ernsthaft, all diese Geiferer, für die das hier in Hamburg endlich mal ECHTER Winter ist, die haben ihre meteorologische Ausbildung auf der Rückseite von ’nem Aldi-Wochenblatt gemacht.
Für die liegt Hamburg offenbar auf 1.800 Metern Höhe, direkt neben St. Moritz, nur mit mehr Budni-Filialen
️ @2ndStar @MeierSchulze Nix haben wir gehabt! Und von dem nur die Hälfte!
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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar Ich komme aus einer Gegend wo es meistens sehr wenig schneit. Aber ich habe Erinnerungen an drei Tage ohne Strom und Heizung wegen Schnee in der 2. Hälfte der 1980er. War in der DDR aber die Nostalgie ist da ja ähnlich.
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Keine Sorge - ich lese in diesen Kommentarspalten noch weiter, einfach um sicherzugehen, dass ich mich nicht irre:
Und sie glauben, dass alles früher besser war, inklusive ihrer Kniegelenke, und das reicht ihnen als Beweisführung!
Die Wahrheit ist: Damals gab es weniger Leute, weniger Mobilität, weniger Flexibilität, weniger globalen Druck – und auch weniger Internet, damit niemand direkt öffentlich zeigen konnte, wie wenig Ahnung es hat.
Ein Glück für ihre damaligen Egos, ein Pech für unsere Kommentarspalten heute!
Und ja, die Infrastruktur war vielleicht robuster, aber auch, weil sie nicht drölfzig Millionen Leute pro Tag irgendwo hinschaufeln musste, die gleichzeitig Onlinebestellungen tätigen, und sich im Winter nicht die Füße abfrieren wollen.
Diese "Früher fuhr immer alles"-Nostalgie klingt wie eine schlechte Werbung für ein Verkehrsmuseum:
„Willkommen bei der Ausstellung: Illusionen der 70er – inklusive der legendären Winterbahn von 1979, die nie zu spät kam, alle liebten sie, und die Fahrer*innen kannten noch jeden Passagier beim Vornamen!”Die Wahrheit ist:
Früher sind auch Busse ausgefallen (sogar die Schulen!), Bahnen sind steckengeblieben, Leute haben gefroren, geschimpft, zu spät zur Arbeit gekommen – nur hatten sie keinen SoMe-Account, um ihren inneren Wetter-Philosophen der Welt mitzuteilen.
Wenn heute irgendwo ein Bus wegen Glatteis ausfällt, ist das ein Skandal - ach was - das Ende der Zivilisation. Damals? Da hat man das halt hingenommen und ein belegtes Brot dabei gehabt. Und wahrscheinlich auch mehr Geduld, weil niemand erwartet hat, dass eine App ihnen das Leben in Echtzeit optimiert.Es ist einfach unfassbar, wie viele Leute so tun, als hätte das Wetter früher mit ihnen eine stille Vereinbarung gehabt:
"Du schneist, aber nur dekorativ, ja? Nicht so, dass es unbequem wird!"Und sobald irgendwas heute nicht klappt, bricht kollektiv die Winterversion von „Früher war alles besser“ aus.
Als wären sie damals mit dem Schlitten zur Arbeit gefahren oder die Busfahrer*innen haben persönlich heiße Schokolade verteilt.
Spoiler: haben sie nicht.
Und wahrscheinlich war der Bus kalt und hat gerochen wie Omas Wohnzimmerteppich nach nassen Schuhen (okay - das tut er immer noch).Na ja, ich bin auch bereit an Einhörner, Atlantis und funktionierende Deutsche Bahn-Apps zu glauben
️@2ndStar Ich habe "78/79" miterlebt: Natürlich gab es damals Bus- und Zugausfälle und Chaos. Das gestern aber der komplette Bahnbetrieb bei <30 cm Neuschnee eingestellt wurde, gab es bei mir (Bahnstrecke zwischen Hamburg und Bremen) "damals" nicht.
Mein Eindruck zu gestern:
Es war Winter. Alles normal. -
Schaue mir auf YT ein paar Videos an von gestern und heute, wie es in anderen Stadtteilen in Hamburg aussieht ... und dann wieder die Boomer-Kommentare
Ich stelle mir die alle geifernd und gerade so die Tastatur begreifend, wie sie besoffen vor dem Rechner sitzen und grölend eintippen:
"ABER im Jahr 78/79, da hatten wir Winter!!! IhR seid ALLE so verweichlicht!!!11elf!1!"
"Damals, ’79, da sind wir rückwärts zur Schule gelaufen, durch drei Meter Schnee, barfuß, und zwar bergauf – in beide Richtungen!"
"Früher hat der Busfahrer noch mit bloßen Händen das Eis von den Gleisen gekratzt und dann die Karre eigenhändig durch den Schneesturm getragen!!!"Ich frage mich jedes Mal, ob die glauben, der Schnee damals sei aus besseren Molekülen gewesen. So richtig deutscher Schnee. Mit Disziplin. Nicht so ein verweichlichter, klimatisch irritierter Globalisierungsschnee von heute!
Ernsthaft, all diese Geiferer, für die das hier in Hamburg endlich mal ECHTER Winter ist, die haben ihre meteorologische Ausbildung auf der Rückseite von ’nem Aldi-Wochenblatt gemacht.
Für die liegt Hamburg offenbar auf 1.800 Metern Höhe, direkt neben St. Moritz, nur mit mehr Budni-Filialen
️ @2ndStar Vielen Dank für diesen Trööt!
Ich bin sogenannter Boomer, also in den geburtenstarken Jahrgängen geboren und Busfahrer (mit Pausen) seit Anfang 1986.
Ich hätte diesen Post genauso schreiben können, war nur zu faul dazu. -
@EarlyTwix
Nun, wie ich vorhin geschrieben habe, nennen sogar die Schülys uns Boomer oder Karen
Es kommt wohl darauf an, ab welchem Alter das Wort genutzt wird.
Es müsste ein griffigeres Wort zu Boomer geben!
@2ndStar dass die Schüler*innen jüngere Personen Boomer nennen ist das eine.
Ich bin eigentlich nie mitgemeint wenn Boomer genannt werden, weil ich dem geschilderten Verhalten nicht entspreche, werde aber dauernd adressiert weil das Wort für meine Generation nun mal Boomer ist.Hier im Fediverse sind die meisten keine Schüler*innen mehr, der Altersdurschnitt ist deutlich (!) höher - trotzdem ist Boomer-Bashing weit verbreitet. Und ich merke es immer mal wieder an dass es verletztend ist
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vielleicht sollten Deine Schülies weniger LLMs befragen. Wir Boomer sind halt die primär Babyboomers. Da bist du viel zu jung dafür.
Aber jenseits von diesen dummen Sprücheklopfern in meinem Alter: 78/79 sind wir im Süden an der Glotze gehangen und haben gestaunt was da im Norden los ist. sowohl im Westen als auch Osten.
Und in meiner Kindheit war damals schon deutlich mehr Schnee. Bei fast jedem Spielplatz mehr oder weniger große Schneehöhlen und Iglus und heute freuen sich die Kinder wenn's für einen Schneemann reicht.
@echopapa @2ndStar Ja, mehr Schnee war auch - meine Vater hat damals für den Umzug innerhalb des Ortes extra bei der Gemeinde angerufen und darum gebeten dass die Strasse im Wohngebiet gestreut wird (1978 im Februar) damit der Umzuglaster den Berg hochkommt.
Für Schneemänner hat es immer gereicht, ein Iglu haben wir nur einmal gebaut, die Reste davon haben Wochen gebraucht um zu tauen.
Schon mein Kind brauchte keinen Schlitten mehr - mangels Schnee
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Ich stelle mir die alle geifernd und gerade so die Tastatur begreifend, wie sie besoffen vor dem Rechner sitzen und grölend eintippen:
"ABER im Jahr 78/79, da hatten wir Winter!!! IhR seid ALLE so verweichlicht!!!11elf!1!"
"Damals, ’79, da sind wir rückwärts zur Schule gelaufen, durch drei Meter Schnee, barfuß, und zwar bergauf – in beide Richtungen!"
"Früher hat der Busfahrer noch mit bloßen Händen das Eis von den Gleisen gekratzt und dann die Karre eigenhändig durch den Schneesturm getragen!!!"Ich frage mich jedes Mal, ob die glauben, der Schnee damals sei aus besseren Molekülen gewesen. So richtig deutscher Schnee. Mit Disziplin. Nicht so ein verweichlichter, klimatisch irritierter Globalisierungsschnee von heute!
Ernsthaft, all diese Geiferer, für die das hier in Hamburg endlich mal ECHTER Winter ist, die haben ihre meteorologische Ausbildung auf der Rückseite von ’nem Aldi-Wochenblatt gemacht.
Für die liegt Hamburg offenbar auf 1.800 Metern Höhe, direkt neben St. Moritz, nur mit mehr Budni-Filialen
️ @2ndStar Und 79 hatten wir schulfrei, weil Chaos und meine Mama hat sich mit anderen Müttern zusammengetan und eine ist einkaufen gegangen. Das war auch Chaos.
Ich habe es nur als sehr viel Spaß in Erinnerungen, weil ich 6 war. War aber kein Spaß. -
@2ndStar
Wobei ich auch boomer bin und wirklich ne Stunde zu Fuß bis in meine Schule brauchte. Aber an so einen krassen Winter kann ich mich nicht erinnern.

