Heute vor einem Jahr haben wir unser neues Haus in Dänemark bezogen. Seitdem leben wir hier. Mein Fazit nach einem Jahr:
- Alles richtig gemacht!!!
- Auswandern ist das anstregendste, was ich je gemacht habe
- Dänisch ist eine verflucht schwere Sprache
- Es hilft sehr Deutsch zu können, wenn man Dänisch lernt
- Das Ausmaß an Digitalisierung hier ist selbst für digitalaffine Menschen wie mich gewöhnungsbedürftig
- Dänische Freunde finden ist schwierig, auch für Dänen
- Der Gemeinschaftsgeist in Dänemark ist unglaublich stark
- Ohne die Sprache zu sprechen, fühlst du dich immer etwas außen vor
- Wenn du dich bemühst Dänisch zu sprechen und dich für das Land interessierst fliegen dir alle Türen auf
- Jobs ohne Sprachkenntnisse finden ist sehr schwer, trotz Arbeitskräftemangel
- Ich wurde in meinem ganzen Leben noch nie so sehr als queerer Mann akzeptiert wie hier und das ist etwas sehr besonderes und wohltuendes für mich
- Die Infrastruktur auf dem Land hat nicht Luft nach oben, ist aber um Längen besser als in Deutschland
- Die Dänen sind so kompromißorientiert, dass es mir manchmal schwer fällt, da mitzugehen
- Das Gesundheitssystem ist komplett balla, die Zentralisierung funktioniert nicht und schafft nur Probleme. Aber wenn du erst einmal einen Termin hast beim Arzt und im Krankenhaus ist es super
- Ich finde die hohen Steuern sehr okay, weil ich damit einen sehe umfassenden Wohlfahrtsstaat mitfinanziere, der auch mir zu Gute kommt
- Unterm Strich verdiene ich trotz 39% Steuern mehr als in Deutschland im Vergleich
- Die Hierarchien sind flacher und somit auch die Arbeitsbedingungen besser
- Jagen ist ein Volkssport mit sehr bedenklichen Ausmaßen
- Ich vermisse die Oder und meine Freunde
- Die Dänen singen bei jeder sich bietenden Gelegenheit
- Nicht wenige Migranten zeigen wenig Interesse die Sprache zu lernen. Man kommt eben mit Englisch meistens durch
- Der Nationalstolz der Dänen befremdet mich manchmal
- Bisher konnte mir niemand plausibel erklären, was dänische Werte sind, obwohl sehr viel darüber geredet wird.
- Ich habe oft Angst etwas falsch zu machen und dadurch die Bedingungen für meine Aufenthaltserlaubnis nicht zu erfüllen
- Wenn ich nach Deutschland fahre steckt mich die schlechte Laune dort schnell an
- Ich beschäftige mich viel zu sehr mit deutscher Politik, hier gibt es auch genügend, worüber man sich aufregen kann
- Es gibt eine Erwartungshaltung, dass man sich in der Gesellschaft engagiert und viele arbeiten ehrenamtlich. Ich bin jetzt in eine Partei eingetreten
- Das Auswandern hat mich sehr verändert. Ich bin klarer und fühle mich sicherer
kallewirsch@federation.network
Posts
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Heute vor einem Jahr haben wir unser neues Haus in Dänemark bezogen. -
Eine sehr coole Geschichte!@tombies@sharknado.tombies.eu
Für mich hört es sich tatsächlich wie eine deutsche Version von Mobilpay an und da finde ich den Komfort sogar größer. Wichtig ist halt, dass es breit akzeptiert wird und als Zahlungsmöglichkeiten online überall angeboten wird. Wir zahlen hier auf dem Flohmarkt damit, weil niemand mehr Bargeld hat. Ich denke die Leute wechseln, wenn die Anbieter es nutzen. Vor allem bei Behörden ist es effektiv und wenn die online Zahlungen ermöglichen wollen, macht es Sinn eine europäische Lösung zu nutzen.
@Inyan@sharknado.tombies.eu @nighthawk@mastodon.friendnet.eu -
Eine sehr coole Geschichte!@Inyan@sharknado.tombies.eu
Das ist sehr cool. Hier ist das ein ganz normales Zahlungsmittel. Es funktioniert üner deine Mobilnummer. Wenn du mir Freunden essen gehst, zählt eine*r und die anderen schicken das Geld für ihren Auftrag Teil dann per Mobilpay. Meine Zeitungen und mein Mitgliederbeitrag werden auch darüber abgebucht. Es super einfach. Und weil du es hier mit deiner digitalen Identität bestätigen musst, ist es online auch mega sicher.
Coll, dass das jetzt auch in Deutschland anfängt. Hoffentlich überzeugt es auch die PayPal User*innen.
@nighthawk@mastodon.friendnet.eu -
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Ah, ein PayPal Ersatz. Cool.
Wir haben hier Mobilpay, PayPal benutzt in Dänemark eigentlich niemand. Aber mit Mobilpay kannst du sogar deine Steuer bezahlen. Eigentlich alles.
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Ich halte den #ÖRR grundsätzlich für eine sehr große Errungenschaft 👍@cark@social.tchncs.de @tagesschau@ard.social
Was ich tatsächlich am aller schlimmsten finde, ist, dass bei der Presseschau immer noch Posts von X vorgelesen werden und man über X an der Sendung teilnehmen kann. Was würde da denn nicht verstanden. X ist nun wirklich kein Ort mehr für Demokrat*innen. -
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Was ist Wero?