Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich amüsant, wie hier gerade gegen Firefox geschossen wird – während gleichzeitig Brave empfohlen wird, ohne dass dieselbe Kritik auftaucht.
️ Firefox plant KI-Funktionen, die optional und strikt opt-in sind. Nutzer:innen sollen selbst entscheiden, ob und welche KI angebunden wird – inklusive der Option, alle KI-Funktionen komplett zu deaktivieren (ein globaler AI Kill Switch ist angekündigt). Firefox bringt dabei keine eigene KI, sondern stellt nur die Schnittstelle bereit.
Fairerweise muss man aber sagen: Technische Details sind noch offen. Aktuell ist nicht vollständig klar, wie tief die KI-Funktionen im Code verankert sein werden und ob der Kill Switch wirklich alle Netzwerk- und Telemetrie-Pfadenden kappt oder primär UI- und Feature-Ebene betrifft. Eine vollständige technische Dokumentation dazu fehlt bisher.
️ Brave dagegen integriert mit Leo eine eigene KI direkt im Browser – fest eingebaut, mit tiefem Funktionsumfang. Brave betont Datenschutz, aber faktisch ist KI hier Teil der Browser-Architektur.
Beim einen Browser ist KI nur eine wählbare Erweiterung, beim anderen ist KI Festbestandteil der Browser-Architektur – und genau darüber wird erstaunlich selten so heftig diskutiert wie über die Firefox-Pläne.
️ Kritik ist wichtig. Aber dann bitte konsistent. Für mich ist es kein überzeugendes Argument, Firefox allein wegen der KI-Pläne nicht mehr nutzen zu wollen – gerade weil hier viele auf einzelne Stimmen schauen, ihnen folgen und das übernehmen, statt selbst zu analysieren und bewusst zu entscheiden.