Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
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#Minimalismus praktiziert sich leicht mit vollem Konto.
Armut ist auch mit vier Pullovern und zehn Löffeln unerträglich.
@AwetTesfaiesus
Letzteres wird wohl "die Geschichte meines Lebens" werden:
Seit 10+ Jahren reduziere ich aktiv die Dinge, die ich besitze.
Dabei hatte ich noch nie ein "volles Konto".
Und dank einer "gebrochenen Erwerbs-Biographie" ist absehbar, dass ich in der Altersamut landen werde - da mache ich mir weder Hoffnung, noch Illussionen, dass ich die noch abwenden könnte (bin jetzt 48)!
Deshalb, wiederum, arbeite ich aktiv darauf hin, dass ich in absehbarer Zeit nur noch so wenige Dinge besitzen werde, wie in einen (normal großen) Rucksack passen.
#Minimalismus -
#Minimalismus praktiziert sich leicht mit vollem Konto.
Armut ist auch mit vier Pullovern und zehn Löffeln unerträglich.
@AwetTesfaiesus
Ich finde es immer wieder spannend, wieviel Lebensweisheiten auch aus den vermeintlichen Quatsch-Romanen eines Pratchetts gezogen werden konnten:- über eine seiner Figuren: Er kleidete sich in einer Ärmlichkeit, wie sie sich nur die wirklich Reichen leisten konnten
oder Ratschlag an eine Altenpflegerin:
- äußere dich nie mitleidig gegenüber den in ärmlichen Verhältnissen lebenden, die du betreust, denn sie richten sich ihre Umgebung nach ihren Möglichkeiten mit Stolz ein.
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@AwetTesfaiesus
Ich finde es immer wieder spannend, wieviel Lebensweisheiten auch aus den vermeintlichen Quatsch-Romanen eines Pratchetts gezogen werden konnten:- über eine seiner Figuren: Er kleidete sich in einer Ärmlichkeit, wie sie sich nur die wirklich Reichen leisten konnten
oder Ratschlag an eine Altenpflegerin:
- äußere dich nie mitleidig gegenüber den in ärmlichen Verhältnissen lebenden, die du betreust, denn sie richten sich ihre Umgebung nach ihren Möglichkeiten mit Stolz ein.
@AwetTesfaiesus
die Unterscheidung von Genügsamkeit und Mangel ist tatsächlich in wichtiger Hinweis.Eine Fetischisierung findet aber auch bei einer Außensicht statt, die einen Mangel dort hineinprojizieren, aber tatsächlich aus der eigenen Perspektive entsteht.
Umgekehrt denken viele bereits genauso wie ich gerade formulierte, um sich lediglich blind zu stellen gegenüber tatsächlichen Mängeln.Genaues Hinsehen ist eine hohe Kunst.
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@AwetTesfaiesus
Ich finde es immer wieder spannend, wieviel Lebensweisheiten auch aus den vermeintlichen Quatsch-Romanen eines Pratchetts gezogen werden konnten:- über eine seiner Figuren: Er kleidete sich in einer Ärmlichkeit, wie sie sich nur die wirklich Reichen leisten konnten
oder Ratschlag an eine Altenpflegerin:
- äußere dich nie mitleidig gegenüber den in ärmlichen Verhältnissen lebenden, die du betreust, denn sie richten sich ihre Umgebung nach ihren Möglichkeiten mit Stolz ein.
Ich lebe (indes unabsichtlich) in einem Pratchett-Haushalt.
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Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
Ich finde jede Fetischisierung von #Armut problematisch.
Ich kenne viele Migrantys, die erzählen: früher hatte ich nicht viel, aber „arm“ habe ich mich zuerst in Deutschland gefühlt.
Genügsamkeit und Mangel mögen ähnlich erscheinen, aber sie sind sich dem Wesen nach so unähnlich wie Fasten und Hungern.
Verzicht ist ein Akten der Selbstbestimmung,
Armut ist die Manifestation der Fremdbestimmung.
@AwetTesfaiesus Also, ich finde man kann beides sein, Minimalist aus Überzeugung und gleichzeitig respektvoll gegenüber Leuten, die armutsbedingt dasselbe Leben führen müssen. Minimalismus führt auch dazu, dass sich wirklich arme Menschen nicht ausgeschlossen fühlen müssen. Wenn etwa Normalverdiener einfach so auf ihr Auto verzichten, dann ist es für Arbeitslose weniger stigmatisierend, dass sie sich gar keines leisten können. Nicht Minimalismus stigmatisiert Arme, sondern Materialismus.
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@AwetTesfaiesus Also, ich finde man kann beides sein, Minimalist aus Überzeugung und gleichzeitig respektvoll gegenüber Leuten, die armutsbedingt dasselbe Leben führen müssen. Minimalismus führt auch dazu, dass sich wirklich arme Menschen nicht ausgeschlossen fühlen müssen. Wenn etwa Normalverdiener einfach so auf ihr Auto verzichten, dann ist es für Arbeitslose weniger stigmatisierend, dass sie sich gar keines leisten können. Nicht Minimalismus stigmatisiert Arme, sondern Materialismus.
@hobo_ahoi natürlich kann man das.
Und dennoch: an Armut ist nichts romantisch. Das wird oft nicht gesehen, wenn Menschen von „Walden“ und Off-grid-Lifestyle schwärmen.
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@hobo_ahoi natürlich kann man das.
Und dennoch: an Armut ist nichts romantisch. Das wird oft nicht gesehen, wenn Menschen von „Walden“ und Off-grid-Lifestyle schwärmen.
@AwetTesfaiesus Ja, romantisch ist Armut nicht. Da stimme ich zu

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Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
Ich finde jede Fetischisierung von #Armut problematisch.
Ich kenne viele Migrantys, die erzählen: früher hatte ich nicht viel, aber „arm“ habe ich mich zuerst in Deutschland gefühlt.
Genügsamkeit und Mangel mögen ähnlich erscheinen, aber sie sind sich dem Wesen nach so unähnlich wie Fasten und Hungern.
Verzicht ist ein Akten der Selbstbestimmung,
Armut ist die Manifestation der Fremdbestimmung.
@AwetTesfaiesus sollte vermutlich heißen: Verzicht ist ein Akt...
Akten stehen in Büros. -
Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
Ich finde jede Fetischisierung von #Armut problematisch.
Ich kenne viele Migrantys, die erzählen: früher hatte ich nicht viel, aber „arm“ habe ich mich zuerst in Deutschland gefühlt.
Genügsamkeit und Mangel mögen ähnlich erscheinen, aber sie sind sich dem Wesen nach so unähnlich wie Fasten und Hungern.
Verzicht ist ein Akten der Selbstbestimmung,
Armut ist die Manifestation der Fremdbestimmung.
@AwetTesfaiesus Und zu dieser Fremdbestimmung kommt bei uns die neoliberale Form der Narrative der Selbstverschuldung
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Ich lebe (indes unabsichtlich) in einem Pratchett-Haushalt.
@Nowhereman jedes Jahr im Winter kommt der Hogfather

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@Nowhereman jedes Jahr im Winter kommt der Hogfather

@AwetTesfaiesus
Oder ein knochiger Stellvertreter.
Wichtig ist nur, das 'die' Sonne wieder aufgeht und nicht irgendein glühender Gasball. -
@AwetTesfaiesus Also, ich finde man kann beides sein, Minimalist aus Überzeugung und gleichzeitig respektvoll gegenüber Leuten, die armutsbedingt dasselbe Leben führen müssen. Minimalismus führt auch dazu, dass sich wirklich arme Menschen nicht ausgeschlossen fühlen müssen. Wenn etwa Normalverdiener einfach so auf ihr Auto verzichten, dann ist es für Arbeitslose weniger stigmatisierend, dass sie sich gar keines leisten können. Nicht Minimalismus stigmatisiert Arme, sondern Materialismus.
@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ...??? Schon klar, und wenn z.B. die Waschmaschine kaputt geht, kann der wohlhabende Minimalist sofort eine neue kaufen ... und damit soll sich der Armutsbetroffene, der das nicht kann, weniger "arm" oder mehr "respektvoll" behandelt fühlen?

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@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ...??? Schon klar, und wenn z.B. die Waschmaschine kaputt geht, kann der wohlhabende Minimalist sofort eine neue kaufen ... und damit soll sich der Armutsbetroffene, der das nicht kann, weniger "arm" oder mehr "respektvoll" behandelt fühlen?

Ich will das nicht wortklauberisch auseinander dividieren, aber @die_Leo hat m.E. absolut recht
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@AwetTesfaiesus Und zu dieser Fremdbestimmung kommt bei uns die neoliberale Form der Narrative der Selbstverschuldung
… oder gar die Lüge der inhärenten objektiven Richtigkeit (hier bekommt jede, was ihr zusteht/Gott ist mit den fleißigen).
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@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ...??? Schon klar, und wenn z.B. die Waschmaschine kaputt geht, kann der wohlhabende Minimalist sofort eine neue kaufen ... und damit soll sich der Armutsbetroffene, der das nicht kann, weniger "arm" oder mehr "respektvoll" behandelt fühlen?

@die_Leo @AwetTesfaiesus 1. Warum so aggressiv? Hier ist das Fediverse
2. Müssen arme Menschen auf Waschmaschinen verzichten?
3. Vielleicht sollten wir nicht immer nur den einen Fall in 20 Jahren betrachten, in dem etwas nicht funktioniert. Haben Sie eine Waschmaschine, und wenn ja, wann ging sie zuletzt kaputt? Meine habe ich seit 2015 (Neupreis 250€) und sie hat noch nie ihren Dienst versagt.
4. Der wohlhabende Minimalist hat gar keine Waschmaschine, sondern nutzt einen Waschsalon
️ -
… oder gar die Lüge der inhärenten objektiven Richtigkeit (hier bekommt jede, was ihr zusteht/Gott ist mit den fleißigen).
@AwetTesfaiesus ich kenn das auch als gerechter-Welt-Glaube
da gibt es ja auch einige Formen von, also das mit Gott wird's schon richtig machen, so Esokrams, die Seele habe sich vor der Geburt das Los im Leben selbst ausgesucht, und dann dieses "ihr habt ja alle Chancen, ihr habt euch nur nicht genug angestrengt" das ich meinte
ich hab zwanzig Jahre gebraucht um zu blicken dass ich nicht nur DIE Versagerin bin die keinen Ausbildungsplatz bekommen hat sondern dass halt kaum ausgebildet wurde
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@die_Leo @AwetTesfaiesus 1. Warum so aggressiv? Hier ist das Fediverse
2. Müssen arme Menschen auf Waschmaschinen verzichten?
3. Vielleicht sollten wir nicht immer nur den einen Fall in 20 Jahren betrachten, in dem etwas nicht funktioniert. Haben Sie eine Waschmaschine, und wenn ja, wann ging sie zuletzt kaputt? Meine habe ich seit 2015 (Neupreis 250€) und sie hat noch nie ihren Dienst versagt.
4. Der wohlhabende Minimalist hat gar keine Waschmaschine, sondern nutzt einen Waschsalon
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@AwetTesfaiesus @die_Leo Sitze grad ganz minimalistisch im Flixtrain ohne WLAN. Kann daher das Video nicht gucken. Aber der wohnt in Japan, da ist es anders

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@AwetTesfaiesus @die_Leo Sitze grad ganz minimalistisch im Flixtrain ohne WLAN. Kann daher das Video nicht gucken. Aber der wohnt in Japan, da ist es anders

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@die_Leo @AwetTesfaiesus 1. Warum so aggressiv? Hier ist das Fediverse
2. Müssen arme Menschen auf Waschmaschinen verzichten?
3. Vielleicht sollten wir nicht immer nur den einen Fall in 20 Jahren betrachten, in dem etwas nicht funktioniert. Haben Sie eine Waschmaschine, und wenn ja, wann ging sie zuletzt kaputt? Meine habe ich seit 2015 (Neupreis 250€) und sie hat noch nie ihren Dienst versagt.
4. Der wohlhabende Minimalist hat gar keine Waschmaschine, sondern nutzt einen Waschsalon
️@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ... es macht sehr wohl einen riesen Unterschied, zu wissen, ob man im Falle eines Falles das nötige "Kleingeld" hat oder eben nicht hat! Ein wohlhabender Minimalist braucht keine Angst zu haben, am Ende doch nicht über die Runden zu kommen.
