Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
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Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
Ich finde jede Fetischisierung von #Armut problematisch.
Ich kenne viele Migrantys, die erzählen: früher hatte ich nicht viel, aber „arm“ habe ich mich zuerst in Deutschland gefühlt.
Genügsamkeit und Mangel mögen ähnlich erscheinen, aber sie sind sich dem Wesen nach so unähnlich wie Fasten und Hungern.
Verzicht ist ein Akten der Selbstbestimmung,
Armut ist die Manifestation der Fremdbestimmung.
@AwetTesfaiesus sollte vermutlich heißen: Verzicht ist ein Akt...
Akten stehen in Büros. -
Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
Ich finde jede Fetischisierung von #Armut problematisch.
Ich kenne viele Migrantys, die erzählen: früher hatte ich nicht viel, aber „arm“ habe ich mich zuerst in Deutschland gefühlt.
Genügsamkeit und Mangel mögen ähnlich erscheinen, aber sie sind sich dem Wesen nach so unähnlich wie Fasten und Hungern.
Verzicht ist ein Akten der Selbstbestimmung,
Armut ist die Manifestation der Fremdbestimmung.
@AwetTesfaiesus Und zu dieser Fremdbestimmung kommt bei uns die neoliberale Form der Narrative der Selbstverschuldung
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Ich lebe (indes unabsichtlich) in einem Pratchett-Haushalt.
@Nowhereman jedes Jahr im Winter kommt der Hogfather

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@Nowhereman jedes Jahr im Winter kommt der Hogfather

@AwetTesfaiesus
Oder ein knochiger Stellvertreter.
Wichtig ist nur, das 'die' Sonne wieder aufgeht und nicht irgendein glühender Gasball. -
@AwetTesfaiesus Also, ich finde man kann beides sein, Minimalist aus Überzeugung und gleichzeitig respektvoll gegenüber Leuten, die armutsbedingt dasselbe Leben führen müssen. Minimalismus führt auch dazu, dass sich wirklich arme Menschen nicht ausgeschlossen fühlen müssen. Wenn etwa Normalverdiener einfach so auf ihr Auto verzichten, dann ist es für Arbeitslose weniger stigmatisierend, dass sie sich gar keines leisten können. Nicht Minimalismus stigmatisiert Arme, sondern Materialismus.
@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ...??? Schon klar, und wenn z.B. die Waschmaschine kaputt geht, kann der wohlhabende Minimalist sofort eine neue kaufen ... und damit soll sich der Armutsbetroffene, der das nicht kann, weniger "arm" oder mehr "respektvoll" behandelt fühlen?

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@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ...??? Schon klar, und wenn z.B. die Waschmaschine kaputt geht, kann der wohlhabende Minimalist sofort eine neue kaufen ... und damit soll sich der Armutsbetroffene, der das nicht kann, weniger "arm" oder mehr "respektvoll" behandelt fühlen?

Ich will das nicht wortklauberisch auseinander dividieren, aber @die_Leo hat m.E. absolut recht
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@AwetTesfaiesus Und zu dieser Fremdbestimmung kommt bei uns die neoliberale Form der Narrative der Selbstverschuldung
… oder gar die Lüge der inhärenten objektiven Richtigkeit (hier bekommt jede, was ihr zusteht/Gott ist mit den fleißigen).
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@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ...??? Schon klar, und wenn z.B. die Waschmaschine kaputt geht, kann der wohlhabende Minimalist sofort eine neue kaufen ... und damit soll sich der Armutsbetroffene, der das nicht kann, weniger "arm" oder mehr "respektvoll" behandelt fühlen?

@die_Leo @AwetTesfaiesus 1. Warum so aggressiv? Hier ist das Fediverse
2. Müssen arme Menschen auf Waschmaschinen verzichten?
3. Vielleicht sollten wir nicht immer nur den einen Fall in 20 Jahren betrachten, in dem etwas nicht funktioniert. Haben Sie eine Waschmaschine, und wenn ja, wann ging sie zuletzt kaputt? Meine habe ich seit 2015 (Neupreis 250€) und sie hat noch nie ihren Dienst versagt.
4. Der wohlhabende Minimalist hat gar keine Waschmaschine, sondern nutzt einen Waschsalon
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… oder gar die Lüge der inhärenten objektiven Richtigkeit (hier bekommt jede, was ihr zusteht/Gott ist mit den fleißigen).
@AwetTesfaiesus ich kenn das auch als gerechter-Welt-Glaube
da gibt es ja auch einige Formen von, also das mit Gott wird's schon richtig machen, so Esokrams, die Seele habe sich vor der Geburt das Los im Leben selbst ausgesucht, und dann dieses "ihr habt ja alle Chancen, ihr habt euch nur nicht genug angestrengt" das ich meinte
ich hab zwanzig Jahre gebraucht um zu blicken dass ich nicht nur DIE Versagerin bin die keinen Ausbildungsplatz bekommen hat sondern dass halt kaum ausgebildet wurde
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@die_Leo @AwetTesfaiesus 1. Warum so aggressiv? Hier ist das Fediverse
2. Müssen arme Menschen auf Waschmaschinen verzichten?
3. Vielleicht sollten wir nicht immer nur den einen Fall in 20 Jahren betrachten, in dem etwas nicht funktioniert. Haben Sie eine Waschmaschine, und wenn ja, wann ging sie zuletzt kaputt? Meine habe ich seit 2015 (Neupreis 250€) und sie hat noch nie ihren Dienst versagt.
4. Der wohlhabende Minimalist hat gar keine Waschmaschine, sondern nutzt einen Waschsalon
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@AwetTesfaiesus @die_Leo Sitze grad ganz minimalistisch im Flixtrain ohne WLAN. Kann daher das Video nicht gucken. Aber der wohnt in Japan, da ist es anders

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@AwetTesfaiesus @die_Leo Sitze grad ganz minimalistisch im Flixtrain ohne WLAN. Kann daher das Video nicht gucken. Aber der wohnt in Japan, da ist es anders

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@die_Leo @AwetTesfaiesus 1. Warum so aggressiv? Hier ist das Fediverse
2. Müssen arme Menschen auf Waschmaschinen verzichten?
3. Vielleicht sollten wir nicht immer nur den einen Fall in 20 Jahren betrachten, in dem etwas nicht funktioniert. Haben Sie eine Waschmaschine, und wenn ja, wann ging sie zuletzt kaputt? Meine habe ich seit 2015 (Neupreis 250€) und sie hat noch nie ihren Dienst versagt.
4. Der wohlhabende Minimalist hat gar keine Waschmaschine, sondern nutzt einen Waschsalon
️@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ... es macht sehr wohl einen riesen Unterschied, zu wissen, ob man im Falle eines Falles das nötige "Kleingeld" hat oder eben nicht hat! Ein wohlhabender Minimalist braucht keine Angst zu haben, am Ende doch nicht über die Runden zu kommen.
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Da gab es heute einige DMs, die in eine komische Richtung gingen; deshalb:
Ich finde jede Fetischisierung von #Armut problematisch.
Ich kenne viele Migrantys, die erzählen: früher hatte ich nicht viel, aber „arm“ habe ich mich zuerst in Deutschland gefühlt.
Genügsamkeit und Mangel mögen ähnlich erscheinen, aber sie sind sich dem Wesen nach so unähnlich wie Fasten und Hungern.
Verzicht ist ein Akten der Selbstbestimmung,
Armut ist die Manifestation der Fremdbestimmung.
@AwetTesfaiesus Hmm ... bin Jahrgang 64 & in Spanien aufgewachsen. Schulferien mußte ich immer in einem abgelegenen 200-Seelen-Dorf verbringen. 1 x die Woche kam ein Händler mit Kastenwagen, wo man einkaufen konnte. Da gab es nur eine Sorte Joghurt, nur eine Sorte Zahnpasta usw.
Geht nam heute huerzulande in ein Geschäft, wird man von einer Unmenge an Produkten regelrecht erdrückt ... nach dem Motto:" sieh her, DAS alkes könntest Du kaufen, wenn, ja wenn Du nur das nötige Geld hättest.1/2
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@AwetTesfaiesus Hmm ... bin Jahrgang 64 & in Spanien aufgewachsen. Schulferien mußte ich immer in einem abgelegenen 200-Seelen-Dorf verbringen. 1 x die Woche kam ein Händler mit Kastenwagen, wo man einkaufen konnte. Da gab es nur eine Sorte Joghurt, nur eine Sorte Zahnpasta usw.
Geht nam heute huerzulande in ein Geschäft, wird man von einer Unmenge an Produkten regelrecht erdrückt ... nach dem Motto:" sieh her, DAS alkes könntest Du kaufen, wenn, ja wenn Du nur das nötige Geld hättest.1/2
️@AwetTesfaiesus In einer Überfluss zelebrierenden Konsumgesellschaft wird Armut für Betroffene um ein Vielfaches spürbarer. Damit einher geht die Ausgrenzung: zwischen "Mehrhabenkönnenden" und "Wenigerhabenkönnenden".
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@AwetTesfaiesus In einer Überfluss zelebrierenden Konsumgesellschaft wird Armut für Betroffene um ein Vielfaches spürbarer. Damit einher geht die Ausgrenzung: zwischen "Mehrhabenkönnenden" und "Wenigerhabenkönnenden".
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@die_Leo *nichtmehrhabensollende?
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@AwetTesfaiesus In einer Überfluss zelebrierenden Konsumgesellschaft wird Armut für Betroffene um ein Vielfaches spürbarer. Damit einher geht die Ausgrenzung: zwischen "Mehrhabenkönnenden" und "Wenigerhabenkönnenden".
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@die_Leo meinst du man könnte Nicht-Konsum mainstreamen, um das zu mitigieren ?
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@hobo_ahoi @AwetTesfaiesus Hmm ... es macht sehr wohl einen riesen Unterschied, zu wissen, ob man im Falle eines Falles das nötige "Kleingeld" hat oder eben nicht hat! Ein wohlhabender Minimalist braucht keine Angst zu haben, am Ende doch nicht über die Runden zu kommen.
@die_Leo @hobo_ahoi absolut!
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@die_Leo meinst du man könnte Nicht-Konsum mainstreamen, um das zu mitigieren ?
@AwetTesfaiesus Nicht-Konsum zu mainstreamen dürfte Armutsbetroffen kaum helfen.
Eine andere Frage wäre, ob man immer alles kaufen können muß? Man könnte auch mehr selber machen? Wir haben unser Doppelbett selber gemacht. Kosten: 175 €
Mein Eindruck: viele können vieles nicht mehr. Ob Kochen, Gemüse anpflanzen, selber schlachten, selber maurern u.a.m. ... Armut wird um so härter, je weniger man selber machen kann. Dafür sind Wissen & Skills verloren gegangen? Wissensarmut verstärkt Armut. -
@AwetTesfaiesus Hmm ... bin Jahrgang 64 & in Spanien aufgewachsen. Schulferien mußte ich immer in einem abgelegenen 200-Seelen-Dorf verbringen. 1 x die Woche kam ein Händler mit Kastenwagen, wo man einkaufen konnte. Da gab es nur eine Sorte Joghurt, nur eine Sorte Zahnpasta usw.
Geht nam heute huerzulande in ein Geschäft, wird man von einer Unmenge an Produkten regelrecht erdrückt ... nach dem Motto:" sieh her, DAS alkes könntest Du kaufen, wenn, ja wenn Du nur das nötige Geld hättest.1/2
️@die_Leo @AwetTesfaiesus Fünf oder sieben Grundstoffe, ersetzen einen ganzen Drogeriemarkt. Beim Lebensmittel Diskonter gibt es auch nur Zucker, Kohlenhydrate, Fleisch und Pflanzen, sowie Alkohol in 250.000 bunten Plastikverpackungen. Schon vor 20 Jahren bei @3sat erfahren, diese riesen Auswahl von eigentlich sehr wenig gleichen Sachen Menschen depressiv und / oder unzufrieden macht. Kein Erkenntnis Problem, sondern von Macht Menschen so gewollt. Unzufriedenheit ist sehr gewollt.
