Umverteilung hin oder her.
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@AwetTesfaiesus klingt logisch, doch wird die Klasse der Epstein Milliardäre das nicht auf sich sitzen lassen. Ja mit etwas Besteuerung könnte man die Welt etwas weniger scheiße gestalten. Wenn wir aber wirklich Ziele haben wie die Klimakrise aufzuhalten, die Tierindustrie zu stoppen und Menschenrechte für alle gelten zu lassen, dann reicht das bei weitem nicht. Mal davon abgesehen, dass sie ihre Vermögen nutzen werden um das umzukehren. Wir hatten ja auch schon eine Vermögensteuer...
Wir müssen die Konzerne demokratisieren, die Wirtschaft für die Mehrheit arbeiten lassen, statt nur aus Profitinteresse. Wenn wir eine echte Demokratie wollen, dürfen Energiekonzerne, Nahrungsmittelhersteller, Krankenhäuser und Zeitungen nicht irgenwelchen Investoren gehören. Das ist ja ein offensichtlicher Interessenkonflikt.
Wieso darf eine Person überhaupt so ein Vermögen haben? Das ist doch viel zu gefährlich für die Demokratie!
Großes Fass, das Du auf machst.
Nur soviel: Ich denke, Du kannst 500.000 € im Jahr als Chefärztin oder Traderin nach Hause bringen und musst das aktuelle System doch trotzdem (oder deshalb) als Frechheit begreifen, weil deine Nachbarin auf die Erträge, die das Familyoffice jährlich überweist nur den halben Steuersatz zahlt.
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@AwetTesfaiesus klingt logisch, doch wird die Klasse der Epstein Milliardäre das nicht auf sich sitzen lassen. Ja mit etwas Besteuerung könnte man die Welt etwas weniger scheiße gestalten. Wenn wir aber wirklich Ziele haben wie die Klimakrise aufzuhalten, die Tierindustrie zu stoppen und Menschenrechte für alle gelten zu lassen, dann reicht das bei weitem nicht. Mal davon abgesehen, dass sie ihre Vermögen nutzen werden um das umzukehren. Wir hatten ja auch schon eine Vermögensteuer...
Wir müssen die Konzerne demokratisieren, die Wirtschaft für die Mehrheit arbeiten lassen, statt nur aus Profitinteresse. Wenn wir eine echte Demokratie wollen, dürfen Energiekonzerne, Nahrungsmittelhersteller, Krankenhäuser und Zeitungen nicht irgenwelchen Investoren gehören. Das ist ja ein offensichtlicher Interessenkonflikt.
Wieso darf eine Person überhaupt so ein Vermögen haben? Das ist doch viel zu gefährlich für die Demokratie!
Insbesondere im Kontext von Medien und Plattformen ist Überreichtum ein unvertretbares Risiko.
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Vielleicht.
Wichtig scheint mir, dass wir bei Überreichen exponentielles Wachstum sehen (Menschen sind ja nicht gut darin, das zu verstehen): das sieht lange harmlos aus, bis es sehr plötzlich überhaupt nicht mehr harmlos ist.
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Würde ich sonst nicht zitieren (und daher ohne Attribution), aber hier stimmt es m.E.:
"When […] crisis occurs, the actions that are taken depend on the ideas that are lying around."
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Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen.
Ob das am Ende heißt, dass wir die Einkommenssteuer auf das Niveau der Kapitalertragssteuer absenken oder umgekehrt die Kapitalertragssteuer auf das der Einkommensteuer anheben, wäre für mich fast schon zweitrangig.
Aber das jetzige System ist eine so krasse Ungerechtigkeit, dass ich nicht verstehe, wieso die Leute nicht längst alle auf der Straße sind.
3/3
@AwetTesfaiesus vielleicht so einstellen, dass es aufkommensmeutral ist.
2023:
Einkommensteuer - rd 300 Mrd
Kapitalertragssteuer - rd 14 Mrd
Das wird schwer.
Bei gleichem Steuersatz könnte die Kapitalertragssteuer dann ca 25 Mrd bringen. Der Steuersatz für die Einkommensteuer könnte dann grob um 1,65 Punkte sinken. -
Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen.
Ob das am Ende heißt, dass wir die Einkommenssteuer auf das Niveau der Kapitalertragssteuer absenken oder umgekehrt die Kapitalertragssteuer auf das der Einkommensteuer anheben, wäre für mich fast schon zweitrangig.
Aber das jetzige System ist eine so krasse Ungerechtigkeit, dass ich nicht verstehe, wieso die Leute nicht längst alle auf der Straße sind.
3/3
@AwetTesfaiesus
Zustimmung zu Deinen Überlegungen zur Steuer.
Zu Leuten auf der Straße:
Im Januar '24 und '25 waren jeweils Menschen in Millionenzahl auf der Straße. Das hat beeindruckende Bilder erzeugt, ist aber politisch völlig ignoriert worden - das ist der Effekt, den Demonstrationen derzeit haben.
Ich finde nicht, daß man nicht demonstrieren sollte, bin aber sehr pessimistisch, was die politische Wirkung angeht.
Die Alternativen, die ich sehe, sind halt auch nicht unbedingt wünschenswert. -
Das ist ein Ziel
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RE: https://mastodon.social/@nullbockgeneration/116025516954565894
Umverteilung hin oder her. Die Wahrheit ist doch: Überreichtum ist ein wirtschaftliches, gesellschaftliches und demokratietheoretisches Problem.
Punkt.
Durch nie ehrliche und richtige Steuer und Verfolgung von Straftätern die Steuern hinterziehen, würden unsere Schulen Universitäten gleichen, hätten wir keinen Bildungsmangel - auch in der Politik - eine Rundumbetreuung von Kindern, körperlich eingeschränkten Mitmenschen, eine richtige Inklusion und keinen Faschismus und sanierte Brücken und Straßen und Wege ohne Zuzahlung von gigantischen Summen und Menschen dazu gezwungen wären ihr Eigentum zu verkaufen und dann am Ende //1
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@AwetTesfaiesus Ja, dieses Vermögen steckt meist mehr oder weniger direkt in Unternehmen und liegt nicht in bar vor (gerne mal als Argument genommen, warum das alles „Neiddebatte“ und es total naiv sei, da ran zu wollen), aber das macht es auf vielen Ebenen eher noch schlimmer:
Es bedeutet Macht über Arbeitnehmer*innen, Zuliefer*innen, Kund*innen, Standort-Kommunen, im Extremfall sogar über Landes- und Bundes-Politik.
Wenn eine Steuer (oder ähnliches) dazu führt, dass die Unternehmer*in größere Teile verkaufen muss, um sie zu bezahlen, dann ist das nicht schädlich, sondern im Gegenteil nützlich: Es verteilt die Macht auf mehr Eigentümer*innen, verhindert die Bildung von Oligarchien.
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Durch nie ehrliche und richtige Steuer und Verfolgung von Straftätern die Steuern hinterziehen, würden unsere Schulen Universitäten gleichen, hätten wir keinen Bildungsmangel - auch in der Politik - eine Rundumbetreuung von Kindern, körperlich eingeschränkten Mitmenschen, eine richtige Inklusion und keinen Faschismus und sanierte Brücken und Straßen und Wege ohne Zuzahlung von gigantischen Summen und Menschen dazu gezwungen wären ihr Eigentum zu verkaufen und dann am Ende //1
... am Ende sozial verträgliche, intelligente Politiker und nicht den Abfall den wir heute haben.
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... am Ende sozial verträgliche, intelligente Politiker und nicht den Abfall den wir heute haben.
Ich nehme an, Du zählt mich mit zu diesem "Abfall"?
Dann bestehe ich auf den klarstellenden Zusatz: "Bio-"

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Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen.
Ob das am Ende heißt, dass wir die Einkommenssteuer auf das Niveau der Kapitalertragssteuer absenken oder umgekehrt die Kapitalertragssteuer auf das der Einkommensteuer anheben, wäre für mich fast schon zweitrangig.
Aber das jetzige System ist eine so krasse Ungerechtigkeit, dass ich nicht verstehe, wieso die Leute nicht längst alle auf der Straße sind.
3/3
Weil es um die Gleichbehandlung von Rechtsformen geht.
Wenn man zwei Unternehmer nimmt, der eine hat eine KG und der andere eine GmbH. Dann zahlt der eine 42% Grenzsteuersatz und der andere 30% auf Ebene des Unternehmens und 25% auf die Ausschüttungen. Im Ergebnis ist dann die Belastung ähnlich.
Früher hat man das so gelöst, dass nur ein Teil der Ausschüttungen besteuert worden sind und der andere Teil steuerfrei war.
Hier sind ein paar Randthemen weggelassen (Reichensteuer, Soli etc.)
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Ich nehme an, Du zählt mich mit zu diesem "Abfall"?
Dann bestehe ich auf den klarstellenden Zusatz: "Bio-"

Fühlst Du dich denn angesprochen?
Wenn mir ein Jude sagt "Deutsche sind Nazis", dann nehme ich dies erst einmal und auch zustimmend so hin, fühle mich aber nicht gemeint oder angesprochen, weil ich weis was und wer ich bin und sein will.
Wenn Du dich als Bioabfall betrachten willst, dann will ich dies auch sein. Ich mag Bio

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@AwetTesfaiesus vielleicht so einstellen, dass es aufkommensmeutral ist.
2023:
Einkommensteuer - rd 300 Mrd
Kapitalertragssteuer - rd 14 Mrd
Das wird schwer.
Bei gleichem Steuersatz könnte die Kapitalertragssteuer dann ca 25 Mrd bringen. Der Steuersatz für die Einkommensteuer könnte dann grob um 1,65 Punkte sinken.1.
"Aufkommensneutral" ist m.E. zumindest nah am Red Hering.2.
Welcher "gleiche" Steuersatz. 25% oder Progression?3.
Ich habe wenig Präferenzen bei Progression; könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sie auch deutlich flacher verlaufen könnte, wenn Kapitalerträge hinzu kommen. Aber das ist Steuerpolitik; mir geht es hier wirklich um die Gleichbehandlung, denn das ist m.E. eine grundrechtlich geprägte Frage. Sogar eine Flat-Tax auf alle Einkünfte wäre gerechter als der status quo -
Fühlst Du dich denn angesprochen?
Wenn mir ein Jude sagt "Deutsche sind Nazis", dann nehme ich dies erst einmal und auch zustimmend so hin, fühle mich aber nicht gemeint oder angesprochen, weil ich weis was und wer ich bin und sein will.
Wenn Du dich als Bioabfall betrachten willst, dann will ich dies auch sein. Ich mag Bio

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Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen.
Ob das am Ende heißt, dass wir die Einkommenssteuer auf das Niveau der Kapitalertragssteuer absenken oder umgekehrt die Kapitalertragssteuer auf das der Einkommensteuer anheben, wäre für mich fast schon zweitrangig.
Aber das jetzige System ist eine so krasse Ungerechtigkeit, dass ich nicht verstehe, wieso die Leute nicht längst alle auf der Straße sind.
3/3
"Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen."
Am besten sollten alle Einkommensarten auch noch sozialversicherungspflichtig sein. -
Ich mag nichts mehr schön reden.
Wenn fast oder sogar 50% AFD wählen wollen, dann sind wir eben NAZIS. Ob bewusst oder aus vollkommener Verblödung spielt dann auch keine Rolle mehr.
So kann ich mich als Antifaschist besser positionieren und einordnen.
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Weil es um die Gleichbehandlung von Rechtsformen geht.
Wenn man zwei Unternehmer nimmt, der eine hat eine KG und der andere eine GmbH. Dann zahlt der eine 42% Grenzsteuersatz und der andere 30% auf Ebene des Unternehmens und 25% auf die Ausschüttungen. Im Ergebnis ist dann die Belastung ähnlich.
Früher hat man das so gelöst, dass nur ein Teil der Ausschüttungen besteuert worden sind und der andere Teil steuerfrei war.
Hier sind ein paar Randthemen weggelassen (Reichensteuer, Soli etc.)
1.
Das mag beim Metzgereibetrieb in den 1980ern so gewesen sein. Dein Beispiel hat aber viele Annahmen, die sich in der Praxis heute leicht weg gestalten lassen (ohne hier Steuerberatung zu geben).Im Übrigen: gut, dass man für das Haftungsschild Aufschlag bezahlt.
2.
Wenn dein Anlageportfolio 100K€ abwirft ist der Steuersatz gedeckelt, wenn Du für dasselbe Geld arbeiten gehst liegst Du in der höchsten Progressionsstufe. -
1.
"Aufkommensneutral" ist m.E. zumindest nah am Red Hering.2.
Welcher "gleiche" Steuersatz. 25% oder Progression?3.
Ich habe wenig Präferenzen bei Progression; könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sie auch deutlich flacher verlaufen könnte, wenn Kapitalerträge hinzu kommen. Aber das ist Steuerpolitik; mir geht es hier wirklich um die Gleichbehandlung, denn das ist m.E. eine grundrechtlich geprägte Frage. Sogar eine Flat-Tax auf alle Einkünfte wäre gerechter als der status quo@AwetTesfaiesus In diesem Zusammenhang könnte auch noch die Körperschaftssteuer (inkl. Soli 15,825%) mit einem Aufkommen 2023 von 44,9 Mrd mit einbezogen werden. Dazu kommt dann noch die Gewerbesteuer von 75,1 Mrd, also in Summe gut 120 Mrd.
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Weil es um die Gleichbehandlung von Rechtsformen geht.
Wenn man zwei Unternehmer nimmt, der eine hat eine KG und der andere eine GmbH. Dann zahlt der eine 42% Grenzsteuersatz und der andere 30% auf Ebene des Unternehmens und 25% auf die Ausschüttungen. Im Ergebnis ist dann die Belastung ähnlich.
Früher hat man das so gelöst, dass nur ein Teil der Ausschüttungen besteuert worden sind und der andere Teil steuerfrei war.
Hier sind ein paar Randthemen weggelassen (Reichensteuer, Soli etc.)
@agileranwalt Mindestens bei den Nachgelagerten Ausschüttungen haben die Leute in Deinem Spiel ja Spielraum.
