an DDR-Besucher*innen aus dem Westen
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@whose_nose es gibt einen recht schönen Film von Wieland Speck, namens 'Westler' aus dem Jahr 1985, der die Geschichte eine Liebe zweiter junger Männer erzählt - der Eine aus Westberlin, der andere aus Ostberlin - Der Film stahlt viel Nähe und Authentizität wieder da tatsächlich mit West und Ost-Dartellern - die meisten Laien im Westen und Osten (mit verborgener Kamera oder als Touristen getarnt) gedreht wurde.
@Muellers_Kabinett
Das klingt spannend.Meine Mutter hat mit Personaldaten zu tun gehabt und ihr war verboten Altpapier mit nach Hause zu bringen. (Es gab ja Lohnabrechnungen für Sportler*innen, die nie in der Bude gearbeitet hatten)
Naja - als Upcyclingbewusste DDR Bürgerin hat sie natürlich wiederverwendet und es gib ne Menge Kinderzeichnungen von mir mit Personalsensiblen Daten drauf.
Das war ihre Art des fuck you an den Staat. Wir waren ja systemkritisch... -
@Muellers_Kabinett
oh jetzt wird es spannend. Hast du da noch mehr Erinnerungen zu "Verstecken"?LPs... Ich vermute mal nicht die kleinen, sondern die normal großen.
Na immerhin wars im Winter dann schön warm am Rücken.@whose_nose die besagen Orden - ich hatte mir zwei Hände voll raus gesucht - wurde bei unserer Rückreise im Kulturbeutel meiner Mutter versteckt. Der Mann der 'Tante' züchtete Kakarienvögel (übrigens eine damals begehrte Konversionswährung) und wir nahmen bei dem damaligen Besuch einen dieser Vögel in einem winzigen Vogelkäfig mit - damit der Vogel nicht an der Grenze plötzlich zu singen anfing, wurde der Käfig in mehrere Lagen Badetücher eingewickelt,
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@whose_nose die besagen Orden - ich hatte mir zwei Hände voll raus gesucht - wurde bei unserer Rückreise im Kulturbeutel meiner Mutter versteckt. Der Mann der 'Tante' züchtete Kakarienvögel (übrigens eine damals begehrte Konversionswährung) und wir nahmen bei dem damaligen Besuch einen dieser Vögel in einem winzigen Vogelkäfig mit - damit der Vogel nicht an der Grenze plötzlich zu singen anfing, wurde der Käfig in mehrere Lagen Badetücher eingewickelt,
@whose_nose damit er nichts hörte was ihn triggerte und damit es dunkel war. Der Vogel war übrigens ein Tausch gegen 20 Zündkerzen von Bosch, mit denen der Onkel anschließen wichtige Teile zur Reparatur seines betagten Wartburgs organisieren konnte
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@whose_nose damit er nichts hörte was ihn triggerte und damit es dunkel war. Der Vogel war übrigens ein Tausch gegen 20 Zündkerzen von Bosch, mit denen der Onkel anschließen wichtige Teile zur Reparatur seines betagten Wartburgs organisieren konnte
@Muellers_Kabinett
Stark -
mein Vater musste eine Schlagbohrmaschine gegen einen Westwalkman tauschen. Verwandtschaft kann manchmal ganz schön mies sein.
Der Walkman hat sicherlich wenig gekostet im Verhältnis zur DDr-Bohrmaschine.
Aber hey - wir haben selten eine Bravo bekommen, deren Plakate für 20 DDr-Mark in der Klasse vertickt worden sind.Habt ihr dann eigentlich immer Stollen zu Weihnachten geschickt bekommen?
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@Muellers_Kabinett
Das klingt spannend.Meine Mutter hat mit Personaldaten zu tun gehabt und ihr war verboten Altpapier mit nach Hause zu bringen. (Es gab ja Lohnabrechnungen für Sportler*innen, die nie in der Bude gearbeitet hatten)
Naja - als Upcyclingbewusste DDR Bürgerin hat sie natürlich wiederverwendet und es gib ne Menge Kinderzeichnungen von mir mit Personalsensiblen Daten drauf.
Das war ihre Art des fuck you an den Staat. Wir waren ja systemkritisch...@whose_nose ich glaube, diese Momente der kleinen Rache brauchte es um sich etwas besser zu fühlen. Die Worte der Tante beim Besuch des Konsum, als wir vor dem Gemüse-Regal standen, in dem traurige Kartoffeln vor sich in schrumpelten und Kohlköpfe wenig angenehm rochen, waren allen Ernstes: 'komm, ich zeig Dir, welche Segnungen der Sozialismus in Makranstädt für die Bürger der DDR bereit hält...'
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@whose_nose ich glaube, diese Momente der kleinen Rache brauchte es um sich etwas besser zu fühlen. Die Worte der Tante beim Besuch des Konsum, als wir vor dem Gemüse-Regal standen, in dem traurige Kartoffeln vor sich in schrumpelten und Kohlköpfe wenig angenehm rochen, waren allen Ernstes: 'komm, ich zeig Dir, welche Segnungen der Sozialismus in Makranstädt für die Bürger der DDR bereit hält...'
@whose_nose Der ganze Laden war war so surreal im Zusammenhang mit ihren Lobäußerungen das ich überhaupt nicht mit der Situation umgehen konnte. Besonders beeindruckend waren auch das Konserveregal mit Dosen, deren Etiketten sich abgelöst hatten und vor dem Regal auf dem Boden lagen - quasi eine Konserven-Lotterie, und ganz besonders die gefühlt 10 Regalmeter harte Spirituosen - übrigens das einzige, prall gefüllte Regal
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an DDR-Besucher*innen aus dem Westen
Hattet ihr eigentlich nie Sorge nicht wieder rauszukommen?
Was passierte an der Grenze zur DDR und dann wieder von der DDR raus?
War Zeug reinschmuggeln möglich?
Wie seid ihr mit Parteilinie-Verwandtschaft umgegangen?
@whose_nose Es war lang und nervenaufreibend. Ich hatte als Kind einfach Angst vor dem Auftreten der Grenzsoldaten.
Reinschmuggeln war schwierig, das Auto wurde durchsucht, inklusive Spürhunde und Spiegel, um unter das Auto zu sehen.
Die Geschenke für meine Cousins und Cousinen wurden meistens konfisziert, speziell Medien wie Fußballzeitschriften oder so. Mit spitzen Fingern, ausgestrecktem Arm und gerümpfter Nase.
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@whose_nose Der ganze Laden war war so surreal im Zusammenhang mit ihren Lobäußerungen das ich überhaupt nicht mit der Situation umgehen konnte. Besonders beeindruckend waren auch das Konserveregal mit Dosen, deren Etiketten sich abgelöst hatten und vor dem Regal auf dem Boden lagen - quasi eine Konserven-Lotterie, und ganz besonders die gefühlt 10 Regalmeter harte Spirituosen - übrigens das einzige, prall gefüllte Regal
@Muellers_Kabinett
Die DDR-Tampons waren im wahrsten Sinne der Hammer.
Ich wollte nie menstruieren, weil diese Monster so groß waren.
Ans Koservenlotto kann ich mich nicht erinnern, aber umso lebendiger an den Milchbottich - die Milch war literweise in Tüten drin. und der Bottich mit den Tüten stand immer unter MilchWasser.
Als Kind musste ich immer feste auf die Verpackung drücken um zu checken, ob ich eine unversehrte Packung erwischt habe. Wenn ich Pech hatte, kam mir eine Fontäne entgegen .
Der Geruch von Milch und dem metalischem Geruch des Einkaufswagen ist mir heute noch erinnerlich.
Und die Alk-Regal.
Und Kubaorangen - grüne unreife Früchte - wir haben sie trotzem gegessen. -
@Muellers_Kabinett
Stark -
mein Vater musste eine Schlagbohrmaschine gegen einen Westwalkman tauschen. Verwandtschaft kann manchmal ganz schön mies sein.
Der Walkman hat sicherlich wenig gekostet im Verhältnis zur DDr-Bohrmaschine.
Aber hey - wir haben selten eine Bravo bekommen, deren Plakate für 20 DDr-Mark in der Klasse vertickt worden sind.Habt ihr dann eigentlich immer Stollen zu Weihnachten geschickt bekommen?
@whose_nose Der Stollen war Programm - die Zutaten wurden teilweise in getrennten Paketen im Spätsommer nach Leipzig geschickt - und zwar an die Dienststelle der Tante. Dann gab es Ankündigungsbriefe in denen explizit erwähnt wurde, mit welcher Freude die Mutter der Tante sich an die Zubereitung des Teigs machte, und Anfang der Adventszeit trudelte dann das Paket mit dem Monstrum ein - 20 Kilo Paket, davon entfielen 10 auf den Stollen. Es war immer irgendwas für jeden von uns drin, teils selbst
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@whose_nose Der Stollen war Programm - die Zutaten wurden teilweise in getrennten Paketen im Spätsommer nach Leipzig geschickt - und zwar an die Dienststelle der Tante. Dann gab es Ankündigungsbriefe in denen explizit erwähnt wurde, mit welcher Freude die Mutter der Tante sich an die Zubereitung des Teigs machte, und Anfang der Adventszeit trudelte dann das Paket mit dem Monstrum ein - 20 Kilo Paket, davon entfielen 10 auf den Stollen. Es war immer irgendwas für jeden von uns drin, teils selbst
@whose_nose gebastelt oder gestrickt und auch schon mal in wilden Tauschaktionen besorgt - kleine Schnitzfiguren aus dem Erzgebirge oder so spisselige. zerbrechliche Vasen und Figürchen aus Glas. Ich habe als Kind nicht verstanden, wie viel Aufwand im Inhalt dieser Pakete stecke und schon gar nicht, welch ein Gewese meine Eltern um den Schutz dieser Dinge bei uns Zuhause machten - ich fand das Zeug nicht schön und die Pullover der Tante haben unheimlich gekratzt
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@whose_nose Es war lang und nervenaufreibend. Ich hatte als Kind einfach Angst vor dem Auftreten der Grenzsoldaten.
Reinschmuggeln war schwierig, das Auto wurde durchsucht, inklusive Spürhunde und Spiegel, um unter das Auto zu sehen.
Die Geschenke für meine Cousins und Cousinen wurden meistens konfisziert, speziell Medien wie Fußballzeitschriften oder so. Mit spitzen Fingern, ausgestrecktem Arm und gerümpfter Nase.
@nachtet
beängstigend.
Ich ärgere mich, dass ich die DDR-Optik nicht fotographisch festgehalten habe.
Da war ja fast die ganze Stadt ein lost place...
Badewannen auf dem Dachboden, die das Wasser des undichten Daches auffingen, Plumsklo bei Oma, aber auch die Handwasserpumpen am Brunnen usw. -
@whose_nose Der Stollen war Programm - die Zutaten wurden teilweise in getrennten Paketen im Spätsommer nach Leipzig geschickt - und zwar an die Dienststelle der Tante. Dann gab es Ankündigungsbriefe in denen explizit erwähnt wurde, mit welcher Freude die Mutter der Tante sich an die Zubereitung des Teigs machte, und Anfang der Adventszeit trudelte dann das Paket mit dem Monstrum ein - 20 Kilo Paket, davon entfielen 10 auf den Stollen. Es war immer irgendwas für jeden von uns drin, teils selbst
@Muellers_Kabinett
ja - damals haste alle Zutaten zurm Bäcker*in gebracht und die haben gebacken.
Mir schmeckt nur kein Stollen und ich frage mich, ob das euch auch so ging.Eh und kein Telefon - alles wurde Wochen vorher in Stein gehauen - per Brief.
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@Muellers_Kabinett
Die DDR-Tampons waren im wahrsten Sinne der Hammer.
Ich wollte nie menstruieren, weil diese Monster so groß waren.
Ans Koservenlotto kann ich mich nicht erinnern, aber umso lebendiger an den Milchbottich - die Milch war literweise in Tüten drin. und der Bottich mit den Tüten stand immer unter MilchWasser.
Als Kind musste ich immer feste auf die Verpackung drücken um zu checken, ob ich eine unversehrte Packung erwischt habe. Wenn ich Pech hatte, kam mir eine Fontäne entgegen .
Der Geruch von Milch und dem metalischem Geruch des Einkaufswagen ist mir heute noch erinnerlich.
Und die Alk-Regal.
Und Kubaorangen - grüne unreife Früchte - wir haben sie trotzem gegessen.@whose_nose Die Milchschläuche und das Testverfahren wurde mir auch im Konsum vorgeführt. Die Kuba-Orangen wurden einmal erwähnt als meine Eltern Orangen zur Messe mitgebracht hatten ich fand es faszinierend, das es anscheinend Orangen gab, an denen man sich verletzen konnte
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@whose_nose Die Milchschläuche und das Testverfahren wurde mir auch im Konsum vorgeführt. Die Kuba-Orangen wurden einmal erwähnt als meine Eltern Orangen zur Messe mitgebracht hatten ich fand es faszinierend, das es anscheinend Orangen gab, an denen man sich verletzen konnte
@whose_nose Mein Vater hat gern Fotografiert und damals war die wohl beste Deutsche Kamera tatsächlich ein Produkt aus dem Osten - die Exakta Varex - diese Kamera und Objektive wurden stück für Stück von den Verwandten im Osten besorgt - ich möchte nicht wissen, um welchen Preis - und dann höchst konspirativ Stück für Stück in den Westen geschafft. Die Kamera war Zeit des Lebens meines Vaters ein Heiligtum das ich nur unter Aufsicht in die Hände bekam. Später hab ich sie geerbt
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@ruebe5w
Jaaa Fliesen waren der geile Shit. Es passiert mir jetzt noch, dass ich in Verschenkekisten Fliesen sehe und überlege, ob ich die noch umnutzen kann, weil geiler Shit... oh weh!
Und Bohrmaschinen und Walkmans.
Das heisst ihr hatten nach dem Auseinandernehmen dann nen Tetris-Moment - wie das alles wieder reinpassen soll .
Hat denn dann auch was gefehlt?@whose_nose @ruebe5w hmm Fliesen. Da gibt's auch irgendsoeine Familiengeschichte. Ich glaube, jemand im Dorf hat bei der Bahn gearbeitet und in seinem Zugwagon Fliesen aus Ungarn geschmuggelt mit dem dann unser Bad gefliest wurde oder irgendsowas wildes

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@Muellers_Kabinett
ja - damals haste alle Zutaten zurm Bäcker*in gebracht und die haben gebacken.
Mir schmeckt nur kein Stollen und ich frage mich, ob das euch auch so ging.Eh und kein Telefon - alles wurde Wochen vorher in Stein gehauen - per Brief.
@whose_nose mit heisser Milch ging der Stollen schon ganz gut - und die dicke Zuckerschicht fand ich als Kind toll. Eigentlich war der 'original Leipziger Stollen' pupstrocken und einem gezuckerten Felsbrocken nicht unähnlich - aber damals war die Leistung, diesen Monolithen in den Westen zu bringen geradezu glorifiziert und die Legende machte das Gebäck zu etwas sehr Besonderem. Wenn ich da dran komme, ess ich so was gern um mich an diese Situationen zu erinnern
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@whose_nose gebastelt oder gestrickt und auch schon mal in wilden Tauschaktionen besorgt - kleine Schnitzfiguren aus dem Erzgebirge oder so spisselige. zerbrechliche Vasen und Figürchen aus Glas. Ich habe als Kind nicht verstanden, wie viel Aufwand im Inhalt dieser Pakete stecke und schon gar nicht, welch ein Gewese meine Eltern um den Schutz dieser Dinge bei uns Zuhause machten - ich fand das Zeug nicht schön und die Pullover der Tante haben unheimlich gekratzt
@Muellers_Kabinett
ich fands auch nicht schön.
Habe jetzt erst herausgefunden, dass der Dresden-Weihnachtsmarkt so besonders ist wegen den Schwippbögen und dem Erzgebirgsgedöns. Und auch die "Räuchermänner" sind aus dem Erzgebirge.
Als ich meiner Freundin einen geschenkt hatte und angemacht, haben wir uns zerkingelt vor Lachen. Sie kannte es noch nicht, weil sie nicht aus Europa ist und auch diese Weihnachtsbräuche nicht kennt.
Hat deine Tante Schafwolle benutzt? Bei uns gabs nur Polyster/Dederon oder was auch immer Kunststoffwolle. Und der hat übel geknistert beim Anziehen.
Seit dem haben Räuchermänner wieder eine positive Besetzung für mich. -
an DDR-Besucher*innen aus dem Westen
Hattet ihr eigentlich nie Sorge nicht wieder rauszukommen?
Was passierte an der Grenze zur DDR und dann wieder von der DDR raus?
War Zeug reinschmuggeln möglich?
Wie seid ihr mit Parteilinie-Verwandtschaft umgegangen?
@whose_nose Ich war nur einmal in Ostberlin - mit Tagesvisum
- Sorge, nicht wieder rauszukommen: nein
- Grenzübertritt rein: Zwangsumtausch, sonst nichts
- Grenzübertritt raus: Geldbeutel angesehen, ob ich DDR-Geld mit herausnehme. Die paar Münzen, die ich noch hatte, durfte ich behalten
- Schmuggel: wäre möglich gewesen
- Parteilinie-Verwandtschaft: nicht vorhanden, keine Familie in der DDR. -
@whose_nose Mein Vater hat gern Fotografiert und damals war die wohl beste Deutsche Kamera tatsächlich ein Produkt aus dem Osten - die Exakta Varex - diese Kamera und Objektive wurden stück für Stück von den Verwandten im Osten besorgt - ich möchte nicht wissen, um welchen Preis - und dann höchst konspirativ Stück für Stück in den Westen geschafft. Die Kamera war Zeit des Lebens meines Vaters ein Heiligtum das ich nur unter Aufsicht in die Hände bekam. Später hab ich sie geerbt
@Muellers_Kabinett
Ihr ward richtig Schmuggelpros... Stark.
oh da hast du noch viele Schätze an Fotomaterial herumliegen.
Ich kann mir vorstellen, dass Fotographieren in der DDR auch nicht ging und die an der Grenze Filme knallhart belichtet haben.
So Nordkorea mässig. -
an DDR-Besucher*innen aus dem Westen
Hattet ihr eigentlich nie Sorge nicht wieder rauszukommen?
Was passierte an der Grenze zur DDR und dann wieder von der DDR raus?
War Zeug reinschmuggeln möglich?
Wie seid ihr mit Parteilinie-Verwandtschaft umgegangen?
@whose_nose Bin nur gelegentlich durch die DDR nach West-Berlin gefahren. Schmuggel oder Ostverwandschaft war da drum kein Thema. Angst, da nicht wieder rauszukommen bestand aber meinerseits nicht, da ich a) für die Ostregierung irrelevant war und b) das diplomatischen Ärger dennoch wohl bedeutet hätte, Westbürger einfach einzubehalten. Und: Wieso hätten die sich das antun sollen, solange ich für die absolut uninteressant doch war?