Es ist fast eine Woche her, dass hier mehrfach von sehr prominenten Menschen gegen Inklusion auf Mastodon geschossen wurde.
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@Setcab Das hat mich am Ende dazu gebracht, das mal so direkt aufzuschreiben. Ändert nichts, aber irgendwo musste es hin, damit ich es nicht die ganze Zeit zerdenke.
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Es ist fast eine Woche her, dass hier mehrfach von sehr prominenten Menschen gegen Inklusion auf Mastodon geschossen wurde. Bei einer der Personen ging es um Bildbeschreibungen. Hier haben die Argumente verfangen und das finde ich sehr gut!
Bei der anderen Person ging es um die Verwendung von Hashtags im Fließtext. Hier wurde erst versucht, sich mit einer vermeintlich veralteten Technik herauszureden und dann eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet aufs übelste beleidigt. Statt einer Entschuldigung folgte, auch über die Grenzen von Mastodon hinaus das Begeben in eine Opferrolle. Jedes noch so ruhig und neutral formulierte Gesprächsangebot wurde ignoriert.
Ich glaube, dass die meisten Leute hier vollkommen fremd ist, wie es sich anfühlt, hunderte Beiträge darüber zu lesen, wie schön es sei, dass die Person sich nicht unterkriegen lässt, weil es sind ja alles nur Störenfriede, die sich nicht zu benehmen wissen. Hier spielt zum einen ein krasses Machtgefälle eine Rolle, denn diese Menschen stehen in der Öffentlichkeit und in Rollen, die mit einer gewissen Moralität aufgeladen sind.
Als Mensch mit Behinderung kann ich sagen, dass aber noch etwas Anderes eine Rolle spielt. Hier, dass keiner betroffenen Person auch nur eine Antwort gegeben wurde. Nichtbehinderte hingegen bekamen sofort eine Antwort. Was soll man daraus schließen? Zählt die Lebensrealität behinderter Menschen so wenig, dass sie nicht mal eine Reaktion würdig sind?
Um es drastisch zu sagen: Das ist das Aussortieren aus der öffentlichen Diskussion. Man hat ja genug Verbündete, die die anderen nur als störendes Beiwerk betrachten, das man wegblocken kann. Dabei bin ich mir sicher, dass ein Großteil dieser Unterstützenden ganz nette Menschen sind, würde man ihnen in anderem Kontext begegnen.
Aber kommt es nicht gerade hier, wo im relativ Kleinen Menschen nicht zugehört wird schon darauf an, sich ein differenziertes Bild zu machen? Muss man das nicht gerade von Menschen erwarten dürfen, die wissen, wie sich Angriffe anfühlen? (1/2)
@WestphalDenn Was waren denn das für „sehr berühmte Menschen“? Ich habe
das nicht mitbekommen, wo kann ich das flott nachlesen? -
Es ist fast eine Woche her, dass hier mehrfach von sehr prominenten Menschen gegen Inklusion auf Mastodon geschossen wurde. Bei einer der Personen ging es um Bildbeschreibungen. Hier haben die Argumente verfangen und das finde ich sehr gut!
Bei der anderen Person ging es um die Verwendung von Hashtags im Fließtext. Hier wurde erst versucht, sich mit einer vermeintlich veralteten Technik herauszureden und dann eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet aufs übelste beleidigt. Statt einer Entschuldigung folgte, auch über die Grenzen von Mastodon hinaus das Begeben in eine Opferrolle. Jedes noch so ruhig und neutral formulierte Gesprächsangebot wurde ignoriert.
Ich glaube, dass die meisten Leute hier vollkommen fremd ist, wie es sich anfühlt, hunderte Beiträge darüber zu lesen, wie schön es sei, dass die Person sich nicht unterkriegen lässt, weil es sind ja alles nur Störenfriede, die sich nicht zu benehmen wissen. Hier spielt zum einen ein krasses Machtgefälle eine Rolle, denn diese Menschen stehen in der Öffentlichkeit und in Rollen, die mit einer gewissen Moralität aufgeladen sind.
Als Mensch mit Behinderung kann ich sagen, dass aber noch etwas Anderes eine Rolle spielt. Hier, dass keiner betroffenen Person auch nur eine Antwort gegeben wurde. Nichtbehinderte hingegen bekamen sofort eine Antwort. Was soll man daraus schließen? Zählt die Lebensrealität behinderter Menschen so wenig, dass sie nicht mal eine Reaktion würdig sind?
Um es drastisch zu sagen: Das ist das Aussortieren aus der öffentlichen Diskussion. Man hat ja genug Verbündete, die die anderen nur als störendes Beiwerk betrachten, das man wegblocken kann. Dabei bin ich mir sicher, dass ein Großteil dieser Unterstützenden ganz nette Menschen sind, würde man ihnen in anderem Kontext begegnen.
Aber kommt es nicht gerade hier, wo im relativ Kleinen Menschen nicht zugehört wird schon darauf an, sich ein differenziertes Bild zu machen? Muss man das nicht gerade von Menschen erwarten dürfen, die wissen, wie sich Angriffe anfühlen? (1/2)
@WestphalDenn Ich habe es nur teilweise mitbekommen, aber das geht natürlich gar nicht. Der Herr ist mir aus anderen Zusammenhängen - persönlich - bekannt und bei mir meist geblockt (weshalb ich die Sache nur teilweise mitbekam). Großer Account oder nicht, ich bin für blocken.
Insgesamt - ich verstehe es nicht, warum es so viel verlangt sein soll, mal auf die Betroffenen zu hören und ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Es tut mir leid, dass sowas noch vorkommt, auch wegen kc. -
@WestphalDenn
Danke für deine Offenheit.Ohne es zu wissen hatte ich richtig getippt, wer mit dem großen Ego gemeint sein könnte.
Der mit dem Kaffee war mir auch bei anderen Themen als wenig empathisch und noch weniger Augenhöhe aufgefallen und deswegen schnell auf meine Blockliste gewandert.Der Duden gleich hinterher.
Bei ihm ist schnell zu merken, finde ich, dass er recht haben und behalten möchte. Großes Macker-Ego.
Es tut mir sehr leid, dass @kc, du und viele andere durch seine Monologe sehr verletzt wurden.
Liebe solidarische Grüße.@whose_nose
Das "Lustigste" - wobei, nein, eigentlich ganz und gar nicht - war, als besagter Herr dann antwortete, er könne sich schon vorstellen, dass Hashtags im Fließtext Betroffene "stören" könne, aber Null Selbstreflexion oder Änderung seines Schreibstils.
Schon ziemlich schwach und unemphatisch!
@WestphalDenn @kc -
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