Ich habe mal über #Altersgrenze für #Socialmedia nachgedacht (snappy Sound Bites sind nicht mein Ding) und mich würde interessieren, was ihr denkt:
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@AwetTesfaiesus
Da ist wohl was dran. Zumindest die australische Gesetzgebung wurde anscheinend maßgeblich von Leuten gepusht, die damit stärkere Regulierung von Werbung für online Glücksspiel verhindern wollten
https://www.techdirt.com/2025/12/15/australias-social-media-ban-was-pushed-by-ad-agency-focused-on-gambling-ads-it-didnt-want-banned/Königsklasse des Lobbyings
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Ergänzend:
"Off-Ramping" meint die "harmonischere" Form von "Derailing" (was zu einem political Trainwreck führt).
Beim "Off-Ramping" (etwa "die Ausfahrt nehmen") wird ein Thema "sanft" von der Regulierungsagenda heruntergeleitet, möglicherweise mit Blessuren, aber in Vermeidung eines (sonst möglicherweise drohenden) Regulierungs-Crashes/-Staus.
@AwetTesfaiesus Full ack.
Meine Präferenz wäre "Three strikes, and you're out!" für die Netzwerkbetreiber, die strafbare Inhalte nicht entfernen. 1. Verwarnung, 2. Empfindliche Geldstrafe, 3. Netzsperre.
Ich fürchte nur, da traut sich die deutsche Politik nicht 'ran, meine Hoffnung liegt auf Europa. -
@AwetTesfaiesus Ich habe ehrlich Angst davor was mit der Verifikationssammlung passiert falls uns die Nazis über die Klinge springen lassen wollen. Der nächste "Selektionsprozess" findet vollautomatisch statt, das ist es was SPD und CDU nicht nur in Kauf nehmen.
Ich fürchte: wenn das Dein Sorge ist, hättest Du Dich vor Jahren aus dem Netz verabschieden müssen.
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3. Die Altersverifikation führt (m.E. zwangsläufig) zu einer Totalerfassung der Nutzer:innen.
4. Die Altersgrenze wird vermutlich dazu führen, dass (mit Verweis darauf) jede weitere Regulierung zurückgewiesen wird (die Leute sind ja alt genug, selbst zu entscheiden; siehe Tabak, Alkohol, etc.).
#tldr: Wenn man anerkennt, dass es ein anti-soziales Geschäftsmodell ist, warum nicht ran an das Geschäftsmodell insgesamt?
Ich denke, die Diskussion dient als "Off-Ramping" für SoMe-Regulierung.
2/2
Ich denke, da hast du einen Punkt.
Ich habe bei der ganzen Altersverifikation immer eher an Überwachungsfantasien gedacht, tatsächlich erscheint es aber wahrscheinlicher, dass mit der Einführung von "Jugendschutz" vor allem die tatsächliche Regulierung von schädlichen Geschäftsmodellen sanft aufs Abstellgleis bugsiert werden soll.
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@AwetTesfaiesus Full ack.
Meine Präferenz wäre "Three strikes, and you're out!" für die Netzwerkbetreiber, die strafbare Inhalte nicht entfernen. 1. Verwarnung, 2. Empfindliche Geldstrafe, 3. Netzsperre.
Ich fürchte nur, da traut sich die deutsche Politik nicht 'ran, meine Hoffnung liegt auf Europa.Warum nicht umgekehrt; 3 Jahre Compliance und Du darfst von 1.000 User auf 10.000 User. Weitere 3 Jahre Compliance und es werden 1 Mio User.
Machen wir im Bankgeschäft auch so ähnlich.
Aber eigentlich: warum überhaupt dieses Geschäftsmodell erlauben?
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@AwetTesfaiesus Wäre es nicht toll, wenn die ganzen Kinder wegen der Altersgrenze gesunde Socialmedia-Netzwerke wie das Fediverse nutzen würden?
In Australien ist das Fediverse auch ausgenommen, weil es nicht gefährlich ist und keine Algorithmen nutzt.
@lauteshirn ja!
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Ich habe mal über #Altersgrenze für #Socialmedia nachgedacht (snappy Sound Bites sind nicht mein Ding) und mich würde interessieren, was ihr denkt:
1. Unwidersprochen soll sein, dass #Broligarchen-SoMe eine problematische Industrie ist; und zwar explizit auch gesundheitlich problematisch.
2. Wenn es aber also ein Problem mit (Konzern-)SoMe gibt, dann hört das ja nicht magisch mit erreichen einer Altersgrenze auf (Problemkonsumenten scheinen mir auch eher unter den Boomern gehäuft)1/2
@AwetTesfaiesus Ich unterstelle, dass die Einführung von anlassloser Massenüberwachung wenn nicht der eigentliche Zweck, so mindestens eine willkommene Gelegenheit in der aktuellen Diskussion ist.
Seit Jahren fordern nicht nur explizit konservative deutsche Politikerinnen und Politiker bei jeder unpassenden Gelegenheit, jedem denkbaren Problem, die Einführung von Maßnahmen der anlasslosen Massenüberwachung.
Fazit: Unsere Politiker trauen uns nicht, und glauben, die freiheitliche Ordnung bedürfe dringend anlassloser Überwachungsmaßnahmen. Es ist lange erwiesen, dass anlasslose und allgegenwärtige Kontrolle Menschen zum Schweigen bringt und daran hindern, ihre Freiheitsrechte einzufordern. Anlasslose Massenüberwachung ist direkt demokratieschädigend.
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@HeptaSean eine Platform; siehe Art. [edit: 3] DSA
@AwetTesfaiesus https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32022R2065#art_3 Artikel 3 i) meinst Du?
Da fallen ziemlich sicher alle Mastodon-/Fediverse-Instanzen drunter.
Wann ich dann genau in den Bereich mit Erlaubnisvorbehalt komme, wann ich einen Plattform-Schein vom Plattform-Zulassungs-Amt brauche, verspricht unsicher zu werden, sobald ich einem unbestimmten Nutzer*innen-Kreis die Anmeldung und das Einstellen von Nachrichten/Daten/Posts erlaube, sobald meine Site irgendeine Form von Community versucht zu realisieren.
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@AwetTesfaiesus Ich unterstelle, dass die Einführung von anlassloser Massenüberwachung wenn nicht der eigentliche Zweck, so mindestens eine willkommene Gelegenheit in der aktuellen Diskussion ist.
Seit Jahren fordern nicht nur explizit konservative deutsche Politikerinnen und Politiker bei jeder unpassenden Gelegenheit, jedem denkbaren Problem, die Einführung von Maßnahmen der anlasslosen Massenüberwachung.
Fazit: Unsere Politiker trauen uns nicht, und glauben, die freiheitliche Ordnung bedürfe dringend anlassloser Überwachungsmaßnahmen. Es ist lange erwiesen, dass anlasslose und allgegenwärtige Kontrolle Menschen zum Schweigen bringt und daran hindern, ihre Freiheitsrechte einzufordern. Anlasslose Massenüberwachung ist direkt demokratieschädigend.
Ich möchte nicht Deine Gefühle verletzen, aber: die Ansicht, es gäbe aktuell keine anlasslose Massenüberwachung hat Elemente von Naivität.
Überwachung-as-a-Service ist m.E. längst real.
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Die Frage ist aktuelle nicht, ob diese Idee "gut" ist sondern, ob sie "besser" als der status quo wäre (das denke ich sehrwohl).
Ich könnte mir auch vorstellen, das Geschäftsmodell komplett zu verbieten; das bewährt sich seit geraumer Zeit ganz passabel bei unterschiedlichen sozialdestruktiven Tätigkeiten.
@AwetTesfaiesus @hweimer Wir kamen daher, dass ich es schwer fand, das Problematische am Geschäftsmodell genau genug zu fassen. Jetzt möchtest Du es gleich ganz verbieten? Was genau? Mastodon/Fediverse auch? Oder an welcher Stelle *genau* möchtest Du abgrenzen, was verboten werden muss?
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Ich fürchte: wenn das Dein Sorge ist, hättest Du Dich vor Jahren aus dem Netz verabschieden müssen.
@AwetTesfaiesus @SalemsLot vor Jahren haben die Leute aber viele Leute der Politik noch halbwegs getraut, zum Beispiel den Grünen. Ihr habt euch aber zu willfährihen Helfer*innen gemacht, denk mal an Palantir in BW. Das ist genau das Werkzeug, vor dem sich @SalemsLot fürchtet.
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@AwetTesfaiesus https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32022R2065#art_3 Artikel 3 i) meinst Du?
Da fallen ziemlich sicher alle Mastodon-/Fediverse-Instanzen drunter.
Wann ich dann genau in den Bereich mit Erlaubnisvorbehalt komme, wann ich einen Plattform-Schein vom Plattform-Zulassungs-Amt brauche, verspricht unsicher zu werden, sobald ich einem unbestimmten Nutzer*innen-Kreis die Anmeldung und das Einstellen von Nachrichten/Daten/Posts erlaube, sobald meine Site irgendeine Form von Community versucht zu realisieren.
@HeptaSean Korrekt.
Aber lies bitte, was ich geschrieben habe: Wenn Du es als Geschäftsmodell (!) betreibst, solltest Du absolut reguliert werden.
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Ich möchte nicht Deine Gefühle verletzen, aber: die Ansicht, es gäbe aktuell keine anlasslose Massenüberwachung hat Elemente von Naivität.
Überwachung-as-a-Service ist m.E. längst real.
@AwetTesfaiesus Hab nirgends behauptet, es gäbe aktuell keine anlasslose Massenüberwachung, also kannst Du keine Gefühle verletzen.
Alles gut, und dass ich nicht naiv bin, weiß ich.
Ist für die breitere Leserschaft: wir müssen gegen anlasslose Überwachung arbeiten.
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@AwetTesfaiesus @hweimer Wir kamen daher, dass ich es schwer fand, das Problematische am Geschäftsmodell genau genug zu fassen. Jetzt möchtest Du es gleich ganz verbieten? Was genau? Mastodon/Fediverse auch? Oder an welcher Stelle *genau* möchtest Du abgrenzen, was verboten werden muss?
Ich sagte: "Ran ans Geschäftsmodell" und genau das meine ich!
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Ich fürchte: wenn das Dein Sorge ist, hättest Du Dich vor Jahren aus dem Netz verabschieden müssen.
@AwetTesfaiesus Ziemlich lauwarmer Take das auf mich als User zu verlagern, exakt das hast Du in Deinem Eingangspost doch vorher so eindrücklich kritisiert.
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@AwetTesfaiesus Hab nirgends behauptet, es gäbe aktuell keine anlasslose Massenüberwachung, also kannst Du keine Gefühle verletzen.
Alles gut, und dass ich nicht naiv bin, weiß ich.
Ist für die breitere Leserschaft: wir müssen gegen anlasslose Überwachung arbeiten.
@dazzr Dann haben wir uns korrekt miss-verstanden
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3. Die Altersverifikation führt (m.E. zwangsläufig) zu einer Totalerfassung der Nutzer:innen.
4. Die Altersgrenze wird vermutlich dazu führen, dass (mit Verweis darauf) jede weitere Regulierung zurückgewiesen wird (die Leute sind ja alt genug, selbst zu entscheiden; siehe Tabak, Alkohol, etc.).
#tldr: Wenn man anerkennt, dass es ein anti-soziales Geschäftsmodell ist, warum nicht ran an das Geschäftsmodell insgesamt?
Ich denke, die Diskussion dient als "Off-Ramping" für SoMe-Regulierung.
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Es wäre möglich eine App eine TAN generieren zu lassen die man zur Verifikation regelmäßig eingeben muss. So könnte man die Identität vom Profil entkoppeln.
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@AwetTesfaiesus @SalemsLot vor Jahren haben die Leute aber viele Leute der Politik noch halbwegs getraut, zum Beispiel den Grünen. Ihr habt euch aber zu willfährihen Helfer*innen gemacht, denk mal an Palantir in BW. Das ist genau das Werkzeug, vor dem sich @SalemsLot fürchtet.
Beurteile mich gern nach meiner persönlichen politischen Arbeit.
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Es wäre möglich eine App eine TAN generieren zu lassen die man zur Verifikation regelmäßig eingeben muss. So könnte man die Identität vom Profil entkoppeln.
@Gleisplan Na klar ist das möglich.
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Beurteile mich gern nach meiner persönlichen politischen Arbeit.
@AwetTesfaiesus @SalemsLot nein, denn du gehörst einer *Partei* an