"Ich freue mich ja so auf die #Rente!
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@LeilahLilienruh
Ich habe ja ausreichend viele Hobbys die mich noch Jahrzehnte beschäftigen können.
Langweilig wird mir jedenfalls nicht.
@kinghaunst So etwas wie Langeweile ist mir ebenfalls fremd. Zeit zu haben (und dazu noch die nötige körperliche und seelische Kraft/Gesundheit für Aktivitäten) halte ich für die größte Bereicherung im Leben, Heutzutage leider schon Luxus.
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@ulrich Für mich ist die Vorstellung, von der Wiege bis zur Bahre in diesem System verbraten zu werden und am Ende mehr oder weniger pflegebedürftig ins Gras zu beißen, ohne die eigenen Träume wahr gemacht zu haben, "sozial überhaupt nicht tragbar".
Kein Mensch oder Tier wird fürs "Hamsterrad" geboren.
Wie Rio sang: "Wir sind geboren, um frei zu sein!"
oder mit Biermann:"Das kann doch nicht alles gewesen sein!"
https://genius.com/Wolf-biermann-das-kann-doch-nicht-alles-gewesen-sein-lyrics@Leilah Lilienruh Du findest Millionen, die das genauso sehen. Nur die kommen irgendwie nicht in die Puschen.
Das ist so wie in unsere ev.luth. Kirchengemeinde mit 8.000 Mitglieder, wo sich niemand findet, der vielleicht für den Kirchenkaffee mal die Kaffeemaschine anstellt. -
@codingWombat Das ist echt traurig! So stellt man sich das für die eigene Person nicht vor.
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@ulrich Der Traum darf auch ruhig was kosten. Warum nicht? Wenn ein Mensch lange gearbeitet hat, dann hat er häufig auch ein bisschen was "für später" zurückgelegt. Dazu muss man nicht Mega-Verdiener*in sein. Es ist ja beileibe nicht so, dass jeder Mensch hierzulande armutsbetroffen wäre.
Superteure Womos sind auch nicht der Kern meiner Aussage sondern vllt. ein paar nette Reisen, Hobbys, Ausflüge, Cafébesuche, Besichtigungen, ein hübsch eingerichteter Schrebergarten... Jede*r, wonach ihm ist.@Leilah Lilienruh Alles wunderbar muss man nur besprechen. Freiwillig hat sich bei uns keiner gemeldet, der uns mal für ne Zeit bei der Pflege unserer Eltern vertreten hätte. Dann wird der "Urlaub" doppelt teuer. Die Kurzeitpflege + Urlaubsgeld. Darum geht es mir. Jeder will, aber keiner kann und soldarisch ist das ein Furz.
Und fieser weise habe ich natürlich nach 15 Jahre unterschiedlichen Pflegeeinsatz keinen Bock mehr das für jemanden anderes zu machen. Eben das, was uns gefehlt hat. Mehr Geld für die Pflegeversicherung will ich auch nicht zahlen. Also sitzen jetzt irgendwo Leute um die 65 Jahre mit ihren 90-Jährigen pflegebedürftigen Eltern und kommen nicht weg, weil die Kohle für die Kurzzeitpflege auch nicht da ist.
Die abgeben könnten (Zeit oder Geld) haben wahrlich was besser vor, als ihr Potenz in einen Gemeinschaftskasse geben.
Das ist das Problem. Keiner will, wenn es für einen selber was kostet teilen.
(Das Muster gilt im Übrigen auch für Familien mit Kindern) -
@Leilah Lilienruh Alles wunderbar muss man nur besprechen. Freiwillig hat sich bei uns keiner gemeldet, der uns mal für ne Zeit bei der Pflege unserer Eltern vertreten hätte. Dann wird der "Urlaub" doppelt teuer. Die Kurzeitpflege + Urlaubsgeld. Darum geht es mir. Jeder will, aber keiner kann und soldarisch ist das ein Furz.
Und fieser weise habe ich natürlich nach 15 Jahre unterschiedlichen Pflegeeinsatz keinen Bock mehr das für jemanden anderes zu machen. Eben das, was uns gefehlt hat. Mehr Geld für die Pflegeversicherung will ich auch nicht zahlen. Also sitzen jetzt irgendwo Leute um die 65 Jahre mit ihren 90-Jährigen pflegebedürftigen Eltern und kommen nicht weg, weil die Kohle für die Kurzzeitpflege auch nicht da ist.
Die abgeben könnten (Zeit oder Geld) haben wahrlich was besser vor, als ihr Potenz in einen Gemeinschaftskasse geben.
Das ist das Problem. Keiner will, wenn es für einen selber was kostet teilen.
(Das Muster gilt im Übrigen auch für Familien mit Kindern)@ulrich Ich denke, die innerfamiliäre häusliche Pflege der Greis*innen ist ein Konzept, das ohnehin im städtischen Raum so gut wie ausgestorben und auf dem Lande auch nicht mehr der absolute Normalfall ist. Angehende Rentner*innen sind also insofern oft frei.
Ich wohne ländlich. Selbst hier verschwinden die Menschen reihenweise im Pflegeheim, wenn sie sich nicht mehr mithilfe der ambul. Pflegedienste selbst versorgen können. Ist ja schon lange so.
Vor etwa 30,35 Jahren trat da der Wandel ein. -
Er konnte weder, wie erträumt, die Tochter in den USA besuchen, noch all die "aufgesparten Stunden des Glücks" mit seiner Frau verbringen, weil ihn nach den Jahren schwerer Arbeit, des Stresses u. der Nachtschichten mit 65 ein Herzinfarkt ereilte.
Ich habe damals sehr geweint. Um ihn und weil ich das so ungerecht fand.Nun planen sie, die Menschen sogar erst mit mind. 70 gehen zu lassen - völlig blind dafür, dass Körper UND Seele irgendwann mit 60+ endgült. die "Faxen dicke" haben.
2/2
#Rente@LeilahLilienruh
Besonders den letzten Satz kann ich unterschreiben. Deshalb habe ich die Möglichkeit genutzt in Altersteilzeit zu gehen. Es wird immer von schwer arbeitenden Menschen gesprochen, dabei ist geistige Arbeit genauso erschöpfend. -
Er konnte weder, wie erträumt, die Tochter in den USA besuchen, noch all die "aufgesparten Stunden des Glücks" mit seiner Frau verbringen, weil ihn nach den Jahren schwerer Arbeit, des Stresses u. der Nachtschichten mit 65 ein Herzinfarkt ereilte.
Ich habe damals sehr geweint. Um ihn und weil ich das so ungerecht fand.Nun planen sie, die Menschen sogar erst mit mind. 70 gehen zu lassen - völlig blind dafür, dass Körper UND Seele irgendwann mit 60+ endgült. die "Faxen dicke" haben.
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#RenteEine weitere Frage, die sich mir bei dieser ganzen "länger leben bedeutet auch zwingend viel später in Rente-Diskussion" seit langem stellt, ist:
Was wollen wir eigentl. mit all den "Arbeitstieren", um es mal despektierlich auszudrücken??
Die allgem. Vorstellung ging doch eigentlich in den letzten Jahrzehnten dahin, dass durch Hochtechnisierung, Digitalisierung und inzwischen auch KI immer weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt werden - also quasi "überflüssig" werden. Sogar junge Leute. -
Eine weitere Frage, die sich mir bei dieser ganzen "länger leben bedeutet auch zwingend viel später in Rente-Diskussion" seit langem stellt, ist:
Was wollen wir eigentl. mit all den "Arbeitstieren", um es mal despektierlich auszudrücken??
Die allgem. Vorstellung ging doch eigentlich in den letzten Jahrzehnten dahin, dass durch Hochtechnisierung, Digitalisierung und inzwischen auch KI immer weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt werden - also quasi "überflüssig" werden. Sogar junge Leute.Ein guter Punkt!

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@LeilahLilienruh
Besonders den letzten Satz kann ich unterschreiben. Deshalb habe ich die Möglichkeit genutzt in Altersteilzeit zu gehen. Es wird immer von schwer arbeitenden Menschen gesprochen, dabei ist geistige Arbeit genauso erschöpfend.@Eyjala Aber selbstverständlich!
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Ein guter Punkt!

@MikeHuckebein Mir gehen da automatisch so Bilder durch den Kopf wie alte Menschen dann völlig unnötige Arbeiten verrichten sollen, quasi als Beschäftigungstherapie. Tüten kleben und wieder zerreißen oder so.
Selbst in der Produktion werden doch bis auf ein paar besondere Fachkräfte durch die Maschinen keine weiteren Menschen mehr gebraucht.
Was also wäre der Benefit?Das würde doch alles überhaupt nur Sinn ergeben, wenn die Geburtenrate praktisch versiegen würde.
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Eine weitere Frage, die sich mir bei dieser ganzen "länger leben bedeutet auch zwingend viel später in Rente-Diskussion" seit langem stellt, ist:
Was wollen wir eigentl. mit all den "Arbeitstieren", um es mal despektierlich auszudrücken??
Die allgem. Vorstellung ging doch eigentlich in den letzten Jahrzehnten dahin, dass durch Hochtechnisierung, Digitalisierung und inzwischen auch KI immer weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt werden - also quasi "überflüssig" werden. Sogar junge Leute.@LeilahLilienruh
Ich bin alt genug um mich zu erinnern dass Computer dazu führen werden dass wir im 21. Jahrhundert alle nur noch halbtags arbeiten werden weil der Rest von den Computern erledigt wird...Irgendwo scheinen wir falsch abgebogen zu sein.

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@LeilahLilienruh
Ich bin alt genug um mich zu erinnern dass Computer dazu führen werden dass wir im 21. Jahrhundert alle nur noch halbtags arbeiten werden weil der Rest von den Computern erledigt wird...Irgendwo scheinen wir falsch abgebogen zu sein.

„Computer helfen uns, die Arbeit zu erledigen, die wir ohne sie nicht hätten…“
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@LeilahLilienruh
Ich bin alt genug um mich zu erinnern dass Computer dazu führen werden dass wir im 21. Jahrhundert alle nur noch halbtags arbeiten werden weil der Rest von den Computern erledigt wird...Irgendwo scheinen wir falsch abgebogen zu sein.

@kinghaunst Ganz genauso (!) war auch die Vorstellung in meinen jüngeren Jahren. Wir hatten doch solche Angst um unsere Arbeitsplätze!!! Man überlegte sich stets, ob der gewählte Beruf denn überhaupt noch "Zukunft haben" würde.
Ich erlebte persönlich noch das "Aussterben" der Drucker und des Metteur-Berufes sowie der Korrektoren. -
@MikeHuckebein Mir gehen da automatisch so Bilder durch den Kopf wie alte Menschen dann völlig unnötige Arbeiten verrichten sollen, quasi als Beschäftigungstherapie. Tüten kleben und wieder zerreißen oder so.
Selbst in der Produktion werden doch bis auf ein paar besondere Fachkräfte durch die Maschinen keine weiteren Menschen mehr gebraucht.
Was also wäre der Benefit?Das würde doch alles überhaupt nur Sinn ergeben, wenn die Geburtenrate praktisch versiegen würde.
Es wäre mal interessant, wenn die Politik konkrete Aussagen zu dem Thema machen würde, um welche Berufe es sich überhaupt handelt. Was die sagen ist so allgemein und ich frage mich jetzt, ob das überhaupt glaubwürdig ist.
Du hast es ja schon gesagt, Maschinen und Computer nehmen Menschen die Arbeit weg. Da kommt jetzt auch noch KI
dazu.Also von welchen Berufen faseln die überhaupt?

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Eine weitere Frage, die sich mir bei dieser ganzen "länger leben bedeutet auch zwingend viel später in Rente-Diskussion" seit langem stellt, ist:
Was wollen wir eigentl. mit all den "Arbeitstieren", um es mal despektierlich auszudrücken??
Die allgem. Vorstellung ging doch eigentlich in den letzten Jahrzehnten dahin, dass durch Hochtechnisierung, Digitalisierung und inzwischen auch KI immer weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt werden - also quasi "überflüssig" werden. Sogar junge Leute.@LeilahLilienruh ich glaube die Frage muss andersrum gestellt werden: wovon sollen all die Leute gut leben, wenn sie 30+ Jahre nicht arbeiten? Wir werden all die Automaten, Roboter und KI-Assistenten so mit Abgaben belegen müssen, wie wir bis jetzt analoge Arbeit verteuert haben, damit die grossen Firmen diese Ausfälle mittragen.
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Es wäre mal interessant, wenn die Politik konkrete Aussagen zu dem Thema machen würde, um welche Berufe es sich überhaupt handelt. Was die sagen ist so allgemein und ich frage mich jetzt, ob das überhaupt glaubwürdig ist.
Du hast es ja schon gesagt, Maschinen und Computer nehmen Menschen die Arbeit weg. Da kommt jetzt auch noch KI
dazu.Also von welchen Berufen faseln die überhaupt?

@MikeHuckebein DAS ist tatsächlich eine Kernfrage!!
Und falls es sich ums produzierende Fach handeln sollte: Wer soll denn noch all die Dinge konsumieren, wo wir doch jetzt bereits eine massive Überproduktion in vielen Bereichen haben?Der einzige Bereich, der mir einfallen würde, wäre das Handwerk (teilweise). Aber was nützt denn ein 70-jähriger Klempner oder Maurer, denen die Knochen schmerzen, wenn sie sich belasten?
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@LeilahLilienruh ich glaube die Frage muss andersrum gestellt werden: wovon sollen all die Leute gut leben, wenn sie 30+ Jahre nicht arbeiten? Wir werden all die Automaten, Roboter und KI-Assistenten so mit Abgaben belegen müssen, wie wir bis jetzt analoge Arbeit verteuert haben, damit die grossen Firmen diese Ausfälle mittragen.
@BioSchweiz Wie immer zu diesem Themengebiet: Geld ist en masse vorhanden. Es muss umgeschichtet werden. (Die Verlagerung des Spitzensteuersatzes auf Grenze 80.000 € ist in diesem Zusammenhang ein weiterer Schlag ins Gesicht "einfacher Leute".)
Oder ums mal ein wenig sozialistisch auszudrücken: Solange die Bonzen den Mehrwert der erbrachten Arbeit weiter in dem ungeheuren Maße einstreichen, können die abhängig Beschäftigten weder selbst eine Rente geschweige denn größere Rücklagen ansparen.
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Eine weitere Frage, die sich mir bei dieser ganzen "länger leben bedeutet auch zwingend viel später in Rente-Diskussion" seit langem stellt, ist:
Was wollen wir eigentl. mit all den "Arbeitstieren", um es mal despektierlich auszudrücken??
Die allgem. Vorstellung ging doch eigentlich in den letzten Jahrzehnten dahin, dass durch Hochtechnisierung, Digitalisierung und inzwischen auch KI immer weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt werden - also quasi "überflüssig" werden. Sogar junge Leute.@LeilahLilienruh Das Predigen von Arbeitsethos war noch nie was anderes als der Versuch, die Menschen vom Denken und damit von der geistigen Weiterentwicklung abzuhalten. Weil die Herren, egal ob klerikal oder marktradikal, genau davor Angst haben, und das zu Recht!
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@MikeHuckebein DAS ist tatsächlich eine Kernfrage!!
Und falls es sich ums produzierende Fach handeln sollte: Wer soll denn noch all die Dinge konsumieren, wo wir doch jetzt bereits eine massive Überproduktion in vielen Bereichen haben?Der einzige Bereich, der mir einfallen würde, wäre das Handwerk (teilweise). Aber was nützt denn ein 70-jähriger Klempner oder Maurer, denen die Knochen schmerzen, wenn sie sich belasten?
@LeilahLilienruh @MikeHuckebein Ist doch easy. Keiner arbeitet so lange, bis er in Rente darf, sondern hört früher auf. Und niemand bekommt damit dann volle Rente mehr.
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@MikeHuckebein DAS ist tatsächlich eine Kernfrage!!
Und falls es sich ums produzierende Fach handeln sollte: Wer soll denn noch all die Dinge konsumieren, wo wir doch jetzt bereits eine massive Überproduktion in vielen Bereichen haben?Der einzige Bereich, der mir einfallen würde, wäre das Handwerk (teilweise). Aber was nützt denn ein 70-jähriger Klempner oder Maurer, denen die Knochen schmerzen, wenn sie sich belasten?
Mein Onkel war selbstständiger Zimmermeister, der stand mit über 75 immer noch auf den Dächern und alles hat gewartet, dass der Mal runterfällt. Als er dann körperlich aufhören musste, war es ähnlich wie deine Geschichte, er wurde schwer krank, lag lange herum und starb dann. Aber er wollte nie aufhören. Da war es wieder anders.