Umverteilung hin oder her.
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RE: https://mastodon.social/@nullbockgeneration/116025516954565894
Umverteilung hin oder her. Die Wahrheit ist doch: Überreichtum ist ein wirtschaftliches, gesellschaftliches und demokratietheoretisches Problem.
Punkt.
Durch nie ehrliche und richtige Steuer und Verfolgung von Straftätern die Steuern hinterziehen, würden unsere Schulen Universitäten gleichen, hätten wir keinen Bildungsmangel - auch in der Politik - eine Rundumbetreuung von Kindern, körperlich eingeschränkten Mitmenschen, eine richtige Inklusion und keinen Faschismus und sanierte Brücken und Straßen und Wege ohne Zuzahlung von gigantischen Summen und Menschen dazu gezwungen wären ihr Eigentum zu verkaufen und dann am Ende //1
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@AwetTesfaiesus Ja, dieses Vermögen steckt meist mehr oder weniger direkt in Unternehmen und liegt nicht in bar vor (gerne mal als Argument genommen, warum das alles „Neiddebatte“ und es total naiv sei, da ran zu wollen), aber das macht es auf vielen Ebenen eher noch schlimmer:
Es bedeutet Macht über Arbeitnehmer*innen, Zuliefer*innen, Kund*innen, Standort-Kommunen, im Extremfall sogar über Landes- und Bundes-Politik.
Wenn eine Steuer (oder ähnliches) dazu führt, dass die Unternehmer*in größere Teile verkaufen muss, um sie zu bezahlen, dann ist das nicht schädlich, sondern im Gegenteil nützlich: Es verteilt die Macht auf mehr Eigentümer*innen, verhindert die Bildung von Oligarchien.
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Durch nie ehrliche und richtige Steuer und Verfolgung von Straftätern die Steuern hinterziehen, würden unsere Schulen Universitäten gleichen, hätten wir keinen Bildungsmangel - auch in der Politik - eine Rundumbetreuung von Kindern, körperlich eingeschränkten Mitmenschen, eine richtige Inklusion und keinen Faschismus und sanierte Brücken und Straßen und Wege ohne Zuzahlung von gigantischen Summen und Menschen dazu gezwungen wären ihr Eigentum zu verkaufen und dann am Ende //1
... am Ende sozial verträgliche, intelligente Politiker und nicht den Abfall den wir heute haben.
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... am Ende sozial verträgliche, intelligente Politiker und nicht den Abfall den wir heute haben.
Ich nehme an, Du zählt mich mit zu diesem "Abfall"?
Dann bestehe ich auf den klarstellenden Zusatz: "Bio-"

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Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen.
Ob das am Ende heißt, dass wir die Einkommenssteuer auf das Niveau der Kapitalertragssteuer absenken oder umgekehrt die Kapitalertragssteuer auf das der Einkommensteuer anheben, wäre für mich fast schon zweitrangig.
Aber das jetzige System ist eine so krasse Ungerechtigkeit, dass ich nicht verstehe, wieso die Leute nicht längst alle auf der Straße sind.
3/3
Weil es um die Gleichbehandlung von Rechtsformen geht.
Wenn man zwei Unternehmer nimmt, der eine hat eine KG und der andere eine GmbH. Dann zahlt der eine 42% Grenzsteuersatz und der andere 30% auf Ebene des Unternehmens und 25% auf die Ausschüttungen. Im Ergebnis ist dann die Belastung ähnlich.
Früher hat man das so gelöst, dass nur ein Teil der Ausschüttungen besteuert worden sind und der andere Teil steuerfrei war.
Hier sind ein paar Randthemen weggelassen (Reichensteuer, Soli etc.)
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Ich nehme an, Du zählt mich mit zu diesem "Abfall"?
Dann bestehe ich auf den klarstellenden Zusatz: "Bio-"

Fühlst Du dich denn angesprochen?
Wenn mir ein Jude sagt "Deutsche sind Nazis", dann nehme ich dies erst einmal und auch zustimmend so hin, fühle mich aber nicht gemeint oder angesprochen, weil ich weis was und wer ich bin und sein will.
Wenn Du dich als Bioabfall betrachten willst, dann will ich dies auch sein. Ich mag Bio

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@AwetTesfaiesus vielleicht so einstellen, dass es aufkommensmeutral ist.
2023:
Einkommensteuer - rd 300 Mrd
Kapitalertragssteuer - rd 14 Mrd
Das wird schwer.
Bei gleichem Steuersatz könnte die Kapitalertragssteuer dann ca 25 Mrd bringen. Der Steuersatz für die Einkommensteuer könnte dann grob um 1,65 Punkte sinken.1.
"Aufkommensneutral" ist m.E. zumindest nah am Red Hering.2.
Welcher "gleiche" Steuersatz. 25% oder Progression?3.
Ich habe wenig Präferenzen bei Progression; könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sie auch deutlich flacher verlaufen könnte, wenn Kapitalerträge hinzu kommen. Aber das ist Steuerpolitik; mir geht es hier wirklich um die Gleichbehandlung, denn das ist m.E. eine grundrechtlich geprägte Frage. Sogar eine Flat-Tax auf alle Einkünfte wäre gerechter als der status quo -
Fühlst Du dich denn angesprochen?
Wenn mir ein Jude sagt "Deutsche sind Nazis", dann nehme ich dies erst einmal und auch zustimmend so hin, fühle mich aber nicht gemeint oder angesprochen, weil ich weis was und wer ich bin und sein will.
Wenn Du dich als Bioabfall betrachten willst, dann will ich dies auch sein. Ich mag Bio

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Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen.
Ob das am Ende heißt, dass wir die Einkommenssteuer auf das Niveau der Kapitalertragssteuer absenken oder umgekehrt die Kapitalertragssteuer auf das der Einkommensteuer anheben, wäre für mich fast schon zweitrangig.
Aber das jetzige System ist eine so krasse Ungerechtigkeit, dass ich nicht verstehe, wieso die Leute nicht längst alle auf der Straße sind.
3/3
"Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen."
Am besten sollten alle Einkommensarten auch noch sozialversicherungspflichtig sein. -
Ich mag nichts mehr schön reden.
Wenn fast oder sogar 50% AFD wählen wollen, dann sind wir eben NAZIS. Ob bewusst oder aus vollkommener Verblödung spielt dann auch keine Rolle mehr.
So kann ich mich als Antifaschist besser positionieren und einordnen.
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Weil es um die Gleichbehandlung von Rechtsformen geht.
Wenn man zwei Unternehmer nimmt, der eine hat eine KG und der andere eine GmbH. Dann zahlt der eine 42% Grenzsteuersatz und der andere 30% auf Ebene des Unternehmens und 25% auf die Ausschüttungen. Im Ergebnis ist dann die Belastung ähnlich.
Früher hat man das so gelöst, dass nur ein Teil der Ausschüttungen besteuert worden sind und der andere Teil steuerfrei war.
Hier sind ein paar Randthemen weggelassen (Reichensteuer, Soli etc.)
1.
Das mag beim Metzgereibetrieb in den 1980ern so gewesen sein. Dein Beispiel hat aber viele Annahmen, die sich in der Praxis heute leicht weg gestalten lassen (ohne hier Steuerberatung zu geben).Im Übrigen: gut, dass man für das Haftungsschild Aufschlag bezahlt.
2.
Wenn dein Anlageportfolio 100K€ abwirft ist der Steuersatz gedeckelt, wenn Du für dasselbe Geld arbeiten gehst liegst Du in der höchsten Progressionsstufe. -
1.
"Aufkommensneutral" ist m.E. zumindest nah am Red Hering.2.
Welcher "gleiche" Steuersatz. 25% oder Progression?3.
Ich habe wenig Präferenzen bei Progression; könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sie auch deutlich flacher verlaufen könnte, wenn Kapitalerträge hinzu kommen. Aber das ist Steuerpolitik; mir geht es hier wirklich um die Gleichbehandlung, denn das ist m.E. eine grundrechtlich geprägte Frage. Sogar eine Flat-Tax auf alle Einkünfte wäre gerechter als der status quo@AwetTesfaiesus In diesem Zusammenhang könnte auch noch die Körperschaftssteuer (inkl. Soli 15,825%) mit einem Aufkommen 2023 von 44,9 Mrd mit einbezogen werden. Dazu kommt dann noch die Gewerbesteuer von 75,1 Mrd, also in Summe gut 120 Mrd.
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Weil es um die Gleichbehandlung von Rechtsformen geht.
Wenn man zwei Unternehmer nimmt, der eine hat eine KG und der andere eine GmbH. Dann zahlt der eine 42% Grenzsteuersatz und der andere 30% auf Ebene des Unternehmens und 25% auf die Ausschüttungen. Im Ergebnis ist dann die Belastung ähnlich.
Früher hat man das so gelöst, dass nur ein Teil der Ausschüttungen besteuert worden sind und der andere Teil steuerfrei war.
Hier sind ein paar Randthemen weggelassen (Reichensteuer, Soli etc.)
@agileranwalt Mindestens bei den Nachgelagerten Ausschüttungen haben die Leute in Deinem Spiel ja Spielraum.
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@AwetTesfaiesus In diesem Zusammenhang könnte auch noch die Körperschaftssteuer (inkl. Soli 15,825%) mit einem Aufkommen 2023 von 44,9 Mrd mit einbezogen werden. Dazu kommt dann noch die Gewerbesteuer von 75,1 Mrd, also in Summe gut 120 Mrd.
Ich verstehe im Prinzip, wie Gewinnverschiebung im internationalen Steuerrecht funktioniert; ich mache mir da keine Illusionen.
Aber die Assets besteuern wir halt nicht (geschweige denn klug).
Roman Abramovich, wie ärgerlich es ist, dass er Chelsea FC nicht im Koffer an Bord seiner Yacht tragen konnte.
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@AwetTesfaiesus In diesem Zusammenhang könnte auch noch die Körperschaftssteuer (inkl. Soli 15,825%) mit einem Aufkommen 2023 von 44,9 Mrd mit einbezogen werden. Dazu kommt dann noch die Gewerbesteuer von 75,1 Mrd, also in Summe gut 120 Mrd.
Ich denke, wir irren uns bei der Mobilität von Überreichen in puncto Mobilität:
Hochqualifizierte Freiberufler sind viel mobiler als Überreiche. Eine Youtuberin kann morgen nach Liechtenstein ziehen, das Notebook aufklappen und ganz legal von dort arbeiten. Sie ist mobil, weil ihr Einkommen aus ihrer Arbeit stammt.
Aber Wenn das Einkommen aus physischen Assets (z.B. Mietwohnungen) stammt, kannst Du umziehen, aber … versuch mal Deine 1.000 Mietwohnungen mitzunehmen.
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Ich finde außerdem, dass dringend alle Einkommensarten gleich behandelt werden müssen.
Ob das am Ende heißt, dass wir die Einkommenssteuer auf das Niveau der Kapitalertragssteuer absenken oder umgekehrt die Kapitalertragssteuer auf das der Einkommensteuer anheben, wäre für mich fast schon zweitrangig.
Aber das jetzige System ist eine so krasse Ungerechtigkeit, dass ich nicht verstehe, wieso die Leute nicht längst alle auf der Straße sind.
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@AwetTesfaiesus Einen Punkt möchte ich ergänzen: Wenn es teurer (Besteuerung) wird, Geld irgendwo rumgammeln zu lassen, steigert das Konsum und Investitionen. Fließendes Kapital (zwecks Steuervermeidung) schafft auch Bewegung im Investitionsgütermarkt.
Es wird so viel in Müll investiert, dass selbst diese ungelenkten Effekte bei stotternder Konjunktur willkommen sein sollten.
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@AwetTesfaiesus Einen Punkt möchte ich ergänzen: Wenn es teurer (Besteuerung) wird, Geld irgendwo rumgammeln zu lassen, steigert das Konsum und Investitionen. Fließendes Kapital (zwecks Steuervermeidung) schafft auch Bewegung im Investitionsgütermarkt.
Es wird so viel in Müll investiert, dass selbst diese ungelenkten Effekte bei stotternder Konjunktur willkommen sein sollten.
@kassander du meinst, wenn jemand käme und die Einnahmen aus der Vermögenssteuereinnahmen einfach öffentlich verbrennen würde, wäre das immer noch vorteilhaft für Wirtschaft und Gesellschaft?
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@kassander du meinst, wenn jemand käme und die Einnahmen aus der Vermögenssteuereinnahmen einfach öffentlich verbrennen würde, wäre das immer noch vorteilhaft für Wirtschaft und Gesellschaft?
@AwetTesfaiesus Ich wollte nur ein Argument aus dem Universum von Betriebs-/Volkswirten beisteuern.
Was mit Einnahmen aus einer Kapitalsteuer passiert, ist eine andere Frage, die sich momentan ("nichts lässt sich mehr bezahlen") angeblich ja nicht stellt.
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