Wir haben hier ja einige #solarpunk s.
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Freut mich ja, dass mein Toot dich nicht loslässt, dafür sind wir ja hier
. Hier mal ein älterer Text zum Energieproblem im Zusammenhang mit den Regenerativen. Physik lässt sich leider nicht aushebeln. Vielleicht schaffen wir es eine Gesellschaft zu etablieren, die mit weniger auskommt. Aber imo eben nicht Degrowth und mehr (oder wenigstens den gleichen) Wohlstand. Aktuell leben wir weit über dem, was der Planet verträgt. Wenn wir den momentanen Standard des… @AwetTesfaiesus @sunnythesheep@Levold Physik lässt sich nicht aushebeln, sinnlose Verschwendung jedoch schon.
Für Verbesserungen braucht es aber Anreize und manchmal auch strenge Regeln, damit sie überhaupt erst angegangen werden. Das hat auch in der Vergangenheit teils bereits recht gut funktioniert. Wenn wir uns nur auf dem ausruhen, was wir bereits haben und auch besseres Recycling verweigern, dann haben wir irgendwann (in ein paar Jahrzehnten!) schlicht unsere allerletzten Ressourcen literally verbrannt. -
@Levold Physik lässt sich nicht aushebeln, sinnlose Verschwendung jedoch schon.
Für Verbesserungen braucht es aber Anreize und manchmal auch strenge Regeln, damit sie überhaupt erst angegangen werden. Das hat auch in der Vergangenheit teils bereits recht gut funktioniert. Wenn wir uns nur auf dem ausruhen, was wir bereits haben und auch besseres Recycling verweigern, dann haben wir irgendwann (in ein paar Jahrzehnten!) schlicht unsere allerletzten Ressourcen literally verbrannt.@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Das wir die Verschwendung, wobei ich Ausbeutung des Planeten treffender finde, stoppen müssen, ist doch unstrittig. Mir geht es darum, dass #Degrowth nicht damit einhergeht, dass wir im globalen Norden den Wohlstand werden halten können. Zumindest nicht, wenn es auf diesem Planeten gerecht zugehen soll. Nur das ist mein Punkt.
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Freut mich ja, dass mein Toot dich nicht loslässt, dafür sind wir ja hier
. Hier mal ein älterer Text zum Energieproblem im Zusammenhang mit den Regenerativen. Physik lässt sich leider nicht aushebeln. Vielleicht schaffen wir es eine Gesellschaft zu etablieren, die mit weniger auskommt. Aber imo eben nicht Degrowth und mehr (oder wenigstens den gleichen) Wohlstand. Aktuell leben wir weit über dem, was der Planet verträgt. Wenn wir den momentanen Standard des… @AwetTesfaiesus @sunnythesheep@AwetTesfaiesus @sunnythesheep Hah! Habe den Link nicht mit angehangen. Reiche ich hiermit nach.

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Wir haben hier ja einige #solarpunk s.
Thematisch sehr nah dran scheint mir #degrowth.
Mich würden Eure Meinungen dazu interessieren:
- economic madness,
- der einzige Weg nach vorn oder
- just another craze?https://www.arte.tv/de/videos/104840-007-A/brauchen-wir-wirtschaftswachstum/
Wie steht ihr zu #Degrowth im Allgemeinen?
Im Speziellen?
Konkret?Bitte wählt die Antwort mit der relativ größten Zustimmung
@AwetTesfaiesus Punkt 1 und 4 sind m.E. untrennbar verknüpft.
Ausserdem ist diese Frage keine, auf die man sinnvoller Weise mit Sympathie oder Antipathie antworten kann. Es ist ein kategorischer Imperativ, und wird sowieso kommen, entweder unangenehm mit Krieg, Zerstörung, Untergang der Zivilisation. Oder dann einigermassen klug und positiv gemanaged, basierend auf vernünftiger Einsicht.
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@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Das wir die Verschwendung, wobei ich Ausbeutung des Planeten treffender finde, stoppen müssen, ist doch unstrittig. Mir geht es darum, dass #Degrowth nicht damit einhergeht, dass wir im globalen Norden den Wohlstand werden halten können. Zumindest nicht, wenn es auf diesem Planeten gerecht zugehen soll. Nur das ist mein Punkt.
@Levold auf den heutigen globalen Norden bezogen, bei gleichzeitiger gerechter Umverteilung auf alle Erdenbürger (was wahrscheinlich leider nie eintreten wird!) und unter Berücksichtigung der nur tatsächlich nachhaltig/langfristig zur Verfügung stehenden Ressourcen (du siehst, viele Bedingungen), hast du Recht: da ist es einfach nicht drin, dass jede*r sein 4+ Personen (plus Gepäck) fassendes Individualgefährt besitzt und mehrmals im Jahr um die Welt reist, egal wie effizient.
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@Levold auf den heutigen globalen Norden bezogen, bei gleichzeitiger gerechter Umverteilung auf alle Erdenbürger (was wahrscheinlich leider nie eintreten wird!) und unter Berücksichtigung der nur tatsächlich nachhaltig/langfristig zur Verfügung stehenden Ressourcen (du siehst, viele Bedingungen), hast du Recht: da ist es einfach nicht drin, dass jede*r sein 4+ Personen (plus Gepäck) fassendes Individualgefährt besitzt und mehrmals im Jahr um die Welt reist, egal wie effizient.
@Levold (nicht nur) aktuell geht der Trend ja sogar in die gegenteilige Richtung: noch mehr Konzentration aller Ressourcen auf nur einige wenige und der Rest darf gerne verrecken (durch Einstellung von #USAID z.B.). Was gleichzeitig natürlich auch dazu führt, dass Ärmere und die Ärmsten (pauschal, nach individuellem Mindset bemessen nicht unbedingt!) es noch weniger einsehen, weiter zu verzichten, selbst dort, wo es objektiv gesehen gar kein Verzicht, sondern mehr Komfort wäre.
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@Levold (nicht nur) aktuell geht der Trend ja sogar in die gegenteilige Richtung: noch mehr Konzentration aller Ressourcen auf nur einige wenige und der Rest darf gerne verrecken (durch Einstellung von #USAID z.B.). Was gleichzeitig natürlich auch dazu führt, dass Ärmere und die Ärmsten (pauschal, nach individuellem Mindset bemessen nicht unbedingt!) es noch weniger einsehen, weiter zu verzichten, selbst dort, wo es objektiv gesehen gar kein Verzicht, sondern mehr Komfort wäre.
@Levold nach aktuellem Stand kann man aber auch sagen, dass wir zumindest dem Durchschnitt der Weltbevölkerung bei gleichzeitigem (Ressourcenverbrauch-) "Degrowth" viel mehr bieten KÖNNTEN, schlicht weil sehr wohl noch viele Optimierungen möglich sind.
Allein durch mehr vegane Ernährung ließen sich auf denselben Böden sehr viel mehr Menschen ernähren. Autos (auch E-Autos) könnten 2-3x effizienter sein (siehe z.B. #Loremo), dazu mehr Heimarbeit, Carsharing, besserer ÖPNV uvm.!
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@AwetTesfaiesus @sunnythesheep globalen Nordens weltweit gleichmäßig verteilen würden, käme das „für uns“ einem Absturz in die Armut gleich. Daher ist mir die aktuelle Degrowth-Diskussion einfach zu sehr auf unsere Gesellschaft fokussiert, ohne zu diskutieren, wie wir eigentlich mit dem globalen Süden umgehen wollen. Oder besser: wie wir diesen an dieser Diskussion als gleichberechtigten Partner an den Tisch holen.
@Levold @sunnythesheep das mag einige erstaunen, aber ich kenne sehr viele Menschen aus dem Süden, auch zB aus Lateinamerika, die mir sagen: Unsicherheit und Angst kannten sie, aber arm haben sie erst im Norden gefühlt.
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@AwetTesfaiesus @sunnythesheep Hah! Habe den Link nicht mit angehangen. Reiche ich hiermit nach.

@Levold hier auch nochmal etwas aus Effizienz-Sicht, wenn auch auf die Ernährung bezogen:
https://www.wri.org/insights/how-sustainably-feed-10-billion-people-2050-21-charts
https://www.pik-potsdam.de/en/news/latest-news/feeding-the-world-without-wrecking-the-planet-is-possibleBei der Energieversorgung ist es im Grunde ähnlich: durch bessere Lösungen könnten viele der heutigen Probleme ausgeglichen und/oder mehr Wohlstand ermöglicht werden, unendliches Wachstum erlauben sie aber (natürlich!) nicht.
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@Levold @sunnythesheep das mag einige erstaunen, aber ich kenne sehr viele Menschen aus dem Süden, auch zB aus Lateinamerika, die mir sagen: Unsicherheit und Angst kannten sie, aber arm haben sie erst im Norden gefühlt.
@AwetTesfaiesus @sunnythesheep Glaube ich sofort. Aber was ist deine Aussage? Wir können uns alle einschränken (trifft uU auch Gesundheit, Bildung usw.), und sind trotzdem glücklich? Okay… maybe. Was aber meinem eigentlichen Punkt: #Degrowth und materieller Wohlstand nach heutigem Maßstab sind nicht kompatibel, nicht widerspricht.
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@Levold @sunnythesheep das mag einige erstaunen, aber ich kenne sehr viele Menschen aus dem Süden, auch zB aus Lateinamerika, die mir sagen: Unsicherheit und Angst kannten sie, aber arm haben sie erst im Norden gefühlt.
@AwetTesfaiesus das würde mich im Detail näher interessieren: weil der Erwartungsdruck der Gesellschaft einerseits und der Direktvergleich mit den Nachbarn/Arbeitskollegen stärker einschlägt oder einfach auch, weil es hier (oft) weniger Solidarität untereinander gibt? Ich schreibe das übrigens gerade bei 12° Raumtemperatur und mit (zum Monatsanfang) keinen 50 Euro auf dem Konto. Habe mich auch noch nie so arm/hilflos gefühlt, wie gerade und bin an manchen Tagen wirklich ratlos.
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@AwetTesfaiesus das würde mich im Detail näher interessieren: weil der Erwartungsdruck der Gesellschaft einerseits und der Direktvergleich mit den Nachbarn/Arbeitskollegen stärker einschlägt oder einfach auch, weil es hier (oft) weniger Solidarität untereinander gibt? Ich schreibe das übrigens gerade bei 12° Raumtemperatur und mit (zum Monatsanfang) keinen 50 Euro auf dem Konto. Habe mich auch noch nie so arm/hilflos gefühlt, wie gerade und bin an manchen Tagen wirklich ratlos.
@AwetTesfaiesus @Levold was ich damit sagen wollte: in Deutschland erwarten einfach auch alle von einem, dass man auf dem Land ein Auto hat, zudem muss in jedem Fall Rundfunkgebühr und Krankenkasse entrichtet werden (und wenn es das Arbeitsamt nicht tut, dann wachsen die Schulden). Dadurch verliert man hier sehr schnell komplett den Anschluss. Im Gegenzug wüsste ich heute sehr genau, wie ich mir auch "nur" 1.000 Euro im Monat einteilen würde und davon relativ gut leben könnte (besser als jetzt).
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@AwetTesfaiesus @sunnythesheep Glaube ich sofort. Aber was ist deine Aussage? Wir können uns alle einschränken (trifft uU auch Gesundheit, Bildung usw.), und sind trotzdem glücklich? Okay… maybe. Was aber meinem eigentlichen Punkt: #Degrowth und materieller Wohlstand nach heutigem Maßstab sind nicht kompatibel, nicht widerspricht.
@Levold @sunnythesheep
Du sprichst vom "Absturz in die Armut".Ich sage: Armut ist ein sehr komplexes Konzept und ich denke, es muss sich nicht zwangsläufig, wie ein "Absturz" anfühlen.
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@Levold nach aktuellem Stand kann man aber auch sagen, dass wir zumindest dem Durchschnitt der Weltbevölkerung bei gleichzeitigem (Ressourcenverbrauch-) "Degrowth" viel mehr bieten KÖNNTEN, schlicht weil sehr wohl noch viele Optimierungen möglich sind.
Allein durch mehr vegane Ernährung ließen sich auf denselben Böden sehr viel mehr Menschen ernähren. Autos (auch E-Autos) könnten 2-3x effizienter sein (siehe z.B. #Loremo), dazu mehr Heimarbeit, Carsharing, besserer ÖPNV uvm.!
@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Stimme dir in allem zu. Ich plädiere nur dafür, dass wir eine ehrliche Diskussion führen. Also nicht wir beide, sondern als Gesellschaft.

Denn im öffentlichen Diskurs wird gerne das Märchen verbreitet, wir können mit Degrowth die Welt retten, wenn wir alle nur etwas mehr vegan essen, die Familienkutsche gegen einen Stromer tauschen und nicht mehr in den Urlaub fliegen.
Degrowth bedeutet einen grundlegenden Einschnitt in unser Leben. Und das muss allen klar sein. -
@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Stimme dir in allem zu. Ich plädiere nur dafür, dass wir eine ehrliche Diskussion führen. Also nicht wir beide, sondern als Gesellschaft.

Denn im öffentlichen Diskurs wird gerne das Märchen verbreitet, wir können mit Degrowth die Welt retten, wenn wir alle nur etwas mehr vegan essen, die Familienkutsche gegen einen Stromer tauschen und nicht mehr in den Urlaub fliegen.
Degrowth bedeutet einen grundlegenden Einschnitt in unser Leben. Und das muss allen klar sein.@Levold @AwetTesfaiesus ich halte beide Erzählungen für falsch. Die, dass unendliches Wachstum möglich sei, wenn wir es nur richtig anstellten. Und die oft zur individuellen Totalverweigerung führende, dass es uns allen viel schlechter ginge, wenn wir damit anfangen, Ressourcen zu sparen (was wäre denn btw auch die Alternative, alles noch schnell "wegfuttern", bis es ganz weg ist?).
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@Levold @sunnythesheep
Du sprichst vom "Absturz in die Armut".Ich sage: Armut ist ein sehr komplexes Konzept und ich denke, es muss sich nicht zwangsläufig, wie ein "Absturz" anfühlen.
@AwetTesfaiesus @sunnythesheep ich bin großer Fan der Armutsdefinition von Armartya Sen „Ökonomie für den Menschen“. Da wird Armut so definiert, wenn du nicht mehr an den Dingen teilhaben kannst, die der durchschnittliche Mensch in einer Gesellschaft genießen kann (etwas verkürzt). Das ist daher in verschiedenen Gesellschaften sehr unterschiedlich. Für meinen Standpunkt ziehe ich aber den aktuellen Standard des globalen Nordens als Maßstab heran. Und damit verglichen wäre es ein Absturz.
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@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Stimme dir in allem zu. Ich plädiere nur dafür, dass wir eine ehrliche Diskussion führen. Also nicht wir beide, sondern als Gesellschaft.

Denn im öffentlichen Diskurs wird gerne das Märchen verbreitet, wir können mit Degrowth die Welt retten, wenn wir alle nur etwas mehr vegan essen, die Familienkutsche gegen einen Stromer tauschen und nicht mehr in den Urlaub fliegen.
Degrowth bedeutet einen grundlegenden Einschnitt in unser Leben. Und das muss allen klar sein.@Levold @sunnythesheep ich möchte mich mal an das Thema herantasten und schätze kritische Meinungen dazu.
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@Levold @sunnythesheep ich möchte mich mal an das Thema herantasten und schätze kritische Meinungen dazu.
@AwetTesfaiesus @sunnythesheep Einfach mal Danke an euch beiden für die heutige Diskussion so far.
Das schätze ich sehr. Nur wenn mich andere challengen kann ich meine Position entweder hinterfragen oder auch schärfen. Das fehlt mir manchmal sehr und ich freue mich, wenn ich das hier im #fediverse erleben darf. -
@AwetTesfaiesus @sunnythesheep ich bin großer Fan der Armutsdefinition von Armartya Sen „Ökonomie für den Menschen“. Da wird Armut so definiert, wenn du nicht mehr an den Dingen teilhaben kannst, die der durchschnittliche Mensch in einer Gesellschaft genießen kann (etwas verkürzt). Das ist daher in verschiedenen Gesellschaften sehr unterschiedlich. Für meinen Standpunkt ziehe ich aber den aktuellen Standard des globalen Nordens als Maßstab heran. Und damit verglichen wäre es ein Absturz.
@Levold @sunnythesheep Zumal diese Dinge eben nicht unbedingt gegen Geld gehandelt werden.
Wenn z.B. der abendliche Plausch mit den Nachbarn an der Piazza gesellschaftliche Teilhabe bedeutet, hat das erstmal nichts mit Geld zu tun.
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@AwetTesfaiesus @sunnythesheep Einfach mal Danke an euch beiden für die heutige Diskussion so far.
Das schätze ich sehr. Nur wenn mich andere challengen kann ich meine Position entweder hinterfragen oder auch schärfen. Das fehlt mir manchmal sehr und ich freue mich, wenn ich das hier im #fediverse erleben darf.@Levold same