Wir haben hier ja einige #solarpunk s.
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@kassander in der Küche hat mein Mann bei uns den Daumen drauf.
Ich glaube wir haben hier Messer, die hatte seine Großmutter schon in Benutzung und bei einigen anderen Dingen aus der Küche würde es mich auch nicht wundern, wenn es in anderer Formgebung schon mal mit der Wehrmacht durch Europa gerollt ist.
@Awet Tesfaiesus, MdB Ich habe heute mit einem 30 Jahren alten Besen zur vollsten Zufriedenheit gefegt. Das Ding sieht zerrupft aus, tut aber immer noch um Welten besser, als die Plastikdinger, die nach 2 Jahren die Füße durchstecken.
! 30 Jahre einen Besen. Lass das @Andreas Bürsten GmbH nicht hören.
Wir haben ein Bad mit rosa! Fliesen. Die kleben da vielleicht 50 Jahre. Bei den Dingen, die man im Bad so tut, stört das nicht wirklich.
Kulturell einfach "assi". -
@Real_Tom aber denkst du nicht, es kommt auf die Art des Wachstums an? Womit es erzielt wird?
Das natürlich auch. Kurzlebige Wegwerfprodukte bringen monetäres Wachstum, aber ökologischen Schaden und auch ökonomischen Schaden, weil Wegwerfen + neu kaufen die Kosten für Verbraucher erhöht.
Weniger Produktionsmenge, aber dafür hochwertiger und reparierbar, bringt nachhhaltiges Wachstum, weil der Ressourcenverbrauch niedriger und der Anteil an geleisteter Arbeit höher ist.
In Zeiten automatisierter Produktion halte ich das Mantra des industriellen Wachstums für überholt.
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@AwetTesfaiesus @Levold Flugverkehr: neuer Rekord 2025. CO2 Ausstoss: neuer Rekord 2025. Weltweit. Globale Probleme können nicht mit Hinweisen auf Zahlen nur in Deutschland analysiert werden.
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@AwetTesfaiesus Wir haben an fast jeder Ecke unserer Wohlstandsexistenz ein Maß an Konsum, dass die planetaren Grenzen sprengt.
Vom Kleinen bis ins Große: Wir haben inzwischen für jeden Mist ein eigenes Werkzeug (guck' mal in die Küche) und viele Menschen fliegen jährlich um den halben Globus. Wir brauchen ein privates KFZ, um 1-2Km Alltagswege zu bestreiten und es muss ein >2000Kg SUV sein, als Statussymbol.
Dazu kommt ein gesamtgesellschatlicher Vollkasko-Anspruch, ...
1/2@kassander @AwetTesfaiesus
Kurzer Einwurf von der Seitenlinie, weil ich gerade #Konsum im Kontext von #Degrowth lese:
Wenn jemand tönt "Die Wähler wollen Wachstum" *), sagt er damit eigentlich "Die Leute wollen Konsum, möglichst viel und billig und unreguliert. Und wir lassen das zu, denn sonst wählen sie uns nicht"*) mein Gedächtnis sagt, das war #Kretschmann, aber ich finde keine Quelle

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Wir haben hier ja einige #solarpunk s.
Thematisch sehr nah dran scheint mir #degrowth.
Mich würden Eure Meinungen dazu interessieren:
- economic madness,
- der einzige Weg nach vorn oder
- just another craze?https://www.arte.tv/de/videos/104840-007-A/brauchen-wir-wirtschaftswachstum/
Wie steht ihr zu #Degrowth im Allgemeinen?
Im Speziellen?
Konkret?Bitte wählt die Antwort mit der relativ größten Zustimmung
@AwetTesfaiesus habe für Option 1 gestimmt und möchte das auch nochmal näher ausführen.
1) kurz: es gibt kein unbegrenztes Wachstum auf einer Welt mit begrenzten Ressourcen!
2) lang: ich bin und war schon immer ein großer Fan von Effizienz; Einsparungen, die dann (richtig) gesteuert der Allgemeinheit und auch dem Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlagen zugute kommen. Schon lange plädiere ich für Augenmaß (statt "Batterieburgen") auch im Bereich der Elektromobilität und bei Batteriespeichern.
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@taschenorakel finde Degrowth da nicht. Was meinst du?
@AwetTesfaiesus Das Kapitel "Mehr Wir in einer Gemeinwohlregion Barnim" wurde komplett durch unsere AG Degrowth geschrieben.
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Option 1, 2 und 3 sind die Frage, Option 4 ist eine zutreffende Feststellung. Der Wohlstand der Wohlhabenden würde enden.
Ja, die Erzählung, dass es einem selbst natürlich nicht betrifft, ist verführerisch. Leider aber weder realistisch noch tatsächlich anzustreben. (Reich sind immer die anderen, insbesondere die Superreichen.)
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@AwetTesfaiesus habe für Option 1 gestimmt und möchte das auch nochmal näher ausführen.
1) kurz: es gibt kein unbegrenztes Wachstum auf einer Welt mit begrenzten Ressourcen!
2) lang: ich bin und war schon immer ein großer Fan von Effizienz; Einsparungen, die dann (richtig) gesteuert der Allgemeinheit und auch dem Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlagen zugute kommen. Schon lange plädiere ich für Augenmaß (statt "Batterieburgen") auch im Bereich der Elektromobilität und bei Batteriespeichern.
@AwetTesfaiesus und nur damit 2) niemand in den falschen Hals bekommt: wir brauchen natürlich deutlich mehr Batteriespeicher und wir brauchen sie überall, gut verteilt und auch an den wichtigen Knotenpunkten des öffentlichen Stromnetzes. Es ist aber IMHO (ökologisch, aber auch finanziell) kontraproduktiv, wenn sich eine Privatperson 50 kWh Batteriespeicher, bei nur 10 oder 15 kWp PV-Leistung hinstellt. Oder ein BEV mit 600+ km Reichweite kauft, meist aber nur max. 30 km (=die Regel) damit fährt.
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Das natürlich auch. Kurzlebige Wegwerfprodukte bringen monetäres Wachstum, aber ökologischen Schaden und auch ökonomischen Schaden, weil Wegwerfen + neu kaufen die Kosten für Verbraucher erhöht.
Weniger Produktionsmenge, aber dafür hochwertiger und reparierbar, bringt nachhhaltiges Wachstum, weil der Ressourcenverbrauch niedriger und der Anteil an geleisteter Arbeit höher ist.
In Zeiten automatisierter Produktion halte ich das Mantra des industriellen Wachstums für überholt.
Vielleicht noch ein Fun Fact:
Die Honorare der deutschen Anwalts- und Steuerberaterkanzleien, die den Cum-Ex-Betrug ausgeheckt haben, haben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beigetragen, obwohl der dadurch verursachte volkswirtschaftliche Schaden verheerend war.
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Ja, die Erzählung, dass es einem selbst natürlich nicht betrifft, ist verführerisch. Leider aber weder realistisch noch tatsächlich anzustreben. (Reich sind immer die anderen, insbesondere die Superreichen.)
Wer erzählt, dass es ihn nicht betrifft? Es betrifft mich, ich bin wohlhabend. (Wie fast alle, die ich kenne, auch wenn sie meckern, das am Ende des Monats das Geld fehlt.)
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@Levold naja, das ist schon gemischt. Solar ist eingeschlagen, wie eine Bombe. Alle machen Solar, alle schmeißen Kerosin raus. Da scheint mir sogar eher schon eine degrowth Hebung des Lebensstandards zu sein.
@AwetTesfaiesus wenn man die richtigen Prioritäten setzt/Weichen stellt, kann (wirtschaftlicher) #Degrowth durch mehr Effizienz beim Nutzen und Recyceln (statt verschwenden) von verfügbarer Ressourcen und beim Reduzieren des #Umweltimpaktes IMHO bis zu einem bestimmten Grad sehr wohl zur Steigerung des Lebensstandards führen.
Das schließt sich ja erst einmal nicht aus. Man kann heute mit einem mittleren Einkommen konsumieren bis zum geht nicht mehr und trotzdem ein
Leben haben. -
Wer erzählt, dass es ihn nicht betrifft? Es betrifft mich, ich bin wohlhabend. (Wie fast alle, die ich kenne, auch wenn sie meckern, das am Ende des Monats das Geld fehlt.)
Stimmt auch wieder, da habe ich mich von was triggern lassen, dass da gar nicht stand.
Sorry.
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Ja, die Erzählung, dass es einem selbst natürlich nicht betrifft, ist verführerisch. Leider aber weder realistisch noch tatsächlich anzustreben. (Reich sind immer die anderen, insbesondere die Superreichen.)
@Saupreiss @chrisp65_3 es gibt immer eine größere Yacht. Und wenn nicht gibt es einen, der hat mehr davon.
Looking at you Roman
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@atarifrosch ? Neue Therapien werden schon vom Kapitalmarkt finanziert. Der Kurs semaglutid-Inhibitor Produzenten schön mir ja zuletzt die Aktionäre sehr zu freuen
@AwetTesfaiesus @atarifrosch Ein Großteil neuer Therapien startet an Universitäten und wird dann von Firmen kommerzialisiert - mal als Ausgründung, mal durch (zu) billige Lizenzierung. Pharmafirmen kümmern sich prinzipiell nur um verbreitete Krankheiten mit Gewinnerwartung; manchmal werden auch heilende Therapien zu Gunsten symptomunterdrückender Therapien gestoppt. Forschung an „orphan diseases“ (seltene Krankheiten) wird ausschließlich öffentlich finanziert.
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@AwetTesfaiesus Das Kapitel "Mehr Wir in einer Gemeinwohlregion Barnim" wurde komplett durch unsere AG Degrowth geschrieben.
@taschenorakel und das hat euren Zusammenhalt strapaziert?

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@Saupreiss @chrisp65_3 es gibt immer eine größere Yacht. Und wenn nicht gibt es einen, der hat mehr davon.
Looking at you Roman
Ja, aber einmal im Jahr nach Malle All-Inclusive, einmal zünftig im Winter auf den Kunstschnee, alle zwei Jahre ein neues Handy und alle drei Jahre ein neuer Firmenwagen ist ja nun nicht zuviel verlangt, oder?
Natürlich ist es das. Aber diese Lebensweise sind keine Menschen, die sich als „reich“ definieren würden, bestenfalls als „es läuft ganz gut“. Und mit Abstrichen nun einmal völlige Normalität für breite Kreise.
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@AwetTesfaiesus wenn man die richtigen Prioritäten setzt/Weichen stellt, kann (wirtschaftlicher) #Degrowth durch mehr Effizienz beim Nutzen und Recyceln (statt verschwenden) von verfügbarer Ressourcen und beim Reduzieren des #Umweltimpaktes IMHO bis zu einem bestimmten Grad sehr wohl zur Steigerung des Lebensstandards führen.
Das schließt sich ja erst einmal nicht aus. Man kann heute mit einem mittleren Einkommen konsumieren bis zum geht nicht mehr und trotzdem ein
Leben haben.@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Das schließt sich in meinem Verständnis durchaus aus. Denn #Degrowth bedeutet für die meisten weniger Reisen, weniger Wohnraum, keine Kiwi mehr im Supermarkt usw.
Ich liebe #Solarpunk… aber das ist eben #sciencefiction
Alles andere ist magisches Denken. -
@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Das schließt sich in meinem Verständnis durchaus aus. Denn #Degrowth bedeutet für die meisten weniger Reisen, weniger Wohnraum, keine Kiwi mehr im Supermarkt usw.
Ich liebe #Solarpunk… aber das ist eben #sciencefiction
Alles andere ist magisches Denken.@Levold @sunnythesheep *für die meisten im globalen Norden. Global gesehen macht das evtl nicht viel Unterschied
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@AwetTesfaiesus @synapsenkitzler Lasst euch nichts erzählen. Advocatus diaboli ist des Teufels Eierlikör.
@Daseinsappeal @synapsenkitzler so isses natürlich
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@sunnythesheep @AwetTesfaiesus Das schließt sich in meinem Verständnis durchaus aus. Denn #Degrowth bedeutet für die meisten weniger Reisen, weniger Wohnraum, keine Kiwi mehr im Supermarkt usw.
Ich liebe #Solarpunk… aber das ist eben #sciencefiction
Alles andere ist magisches Denken.@Levold @sunnythesheep andererseits: mit 20 Stunden Wochenarbeitszeit ist LuftschiffReisen eine Option