Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
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@AwetTesfaiesus @Grupetto
und zwar nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus gerechtigkeitstheoretischen Gründen. Lange Wartezeiten auf und in Verfahren sind ja ein Gerechtigkeitsproblem.@anwagnerdreas justice delayed is justice denied
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Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
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Es gibt keine Automatisierung-Infrastruktur bei Gerichten.
z.B. für
- Diktat-Transcription,
- Prüfen von Anwaltsrechnung,-In welche Akte gehört dieser Vorgang?
Aber was macht das zu Vorgängen, die KI erfordern und nicht nur eine Programmierung, die das automatisiert?
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Kannst Du ein Beispiel machen, was „KI“ dann für Aufgaben übernehmen sollte? (Ich halte das für unwahrscheinlich und für nicht erstrebenswert, aber vielleicht übersehe ich was.)
@_rya_ @AwetTesfaiesus einen vielleicht ganz praxisnahen Eindruck kann man sich verschaffen, wenn man sich die diversen Programme des EDV-Gerichtstags in den letzten Jahren anschaut. Wohlgemerkt, das betrifft hauptsächlich das Gerichtswesen, nicht anwaltliche Tätigkeiten, Justiziariate, Amtsstuben usw.
Vgl. für 2024 (was zufälligerweise vielleicht ein bisschen aufschlussreicher ist als 2025): https://www.edvgt.de/jahrestagung/programm-2024/
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Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
In vielen Gerichten geht 20% der richterlichen Arbeitszeit dafür drauf Termine mit den Parteien zu organisieren/zu verlegen. Die KI kann die Termine unmittelbar mit den Anwältinnen abstimmen.
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Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
@AwetTesfaiesus Ich bezweifele doch, ob sich das Ersetzen von menschlicher Arbeit durch KI langfristig ökonomisch rechnen wird.
Ich erwarte eher, dass die Preise für entsprechende KI-Produkte stark ansteigen werden, sobald Organisationen die Fähigkeiten einbüßen die Aufgaben selber zu übernehmen.
“Cloud” wurde anfangs auch als Möglichkeit zur Kosteneinsparung gesehen - und jetzt hängen viele Firmen im Lock In bei AWS, Microsoft und Google mit stetig steigenden Kosten.
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z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
@AwetTesfaiesus Naja, in dem Beispiel hat ein Skript hoffentlich vorher abgecheckt, dass auch alle Anlagen angehängt sind. Das ist ja eigentlich trivial zu vermeidende Fehler.
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@AwetTesfaiesus Ich bezweifele doch, ob sich das Ersetzen von menschlicher Arbeit durch KI langfristig ökonomisch rechnen wird.
Ich erwarte eher, dass die Preise für entsprechende KI-Produkte stark ansteigen werden, sobald Organisationen die Fähigkeiten einbüßen die Aufgaben selber zu übernehmen.
“Cloud” wurde anfangs auch als Möglichkeit zur Kosteneinsparung gesehen - und jetzt hängen viele Firmen im Lock In bei AWS, Microsoft und Google mit stetig steigenden Kosten.
@boink Das alles als richtig unterstellt, wird es nichts ändern (auf lange Sicht sind wir alle tod!)
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@AwetTesfaiesus Naja, in dem Beispiel hat ein Skript hoffentlich vorher abgecheckt, dass auch alle Anlagen angehängt sind. Das ist ja eigentlich trivial zu vermeidende Fehler.
@yatil sicher nicht passiert; vielleicht hat auch die Gegenseite vergessen, die Anlage mitzuschicken, dann müsste sie angefordert werden
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In vielen Gerichten geht 20% der richterlichen Arbeitszeit dafür drauf Termine mit den Parteien zu organisieren/zu verlegen. Die KI kann die Termine unmittelbar mit den Anwältinnen abstimmen.
@AwetTesfaiesus Warum hat das Gericht keine Buchungsfunktion/ Terminvorschlagsfunktion, die in die Software der Anwälte integriert ist? Ich seh da den Vorteil, dass KI sich da mit unendlichen Resourcen untereinander austauschen nicht, gegenüber einer API-Anfrage.
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@AwetTesfaiesus Warum hat das Gericht keine Buchungsfunktion/ Terminvorschlagsfunktion, die in die Software der Anwälte integriert ist? Ich seh da den Vorteil, dass KI sich da mit unendlichen Resourcen untereinander austauschen nicht, gegenüber einer API-Anfrage.
@yatil Du machst Dir keine (korrekten) Vorstellungen von einem Gericht
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z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
@AwetTesfaiesus
Ich glaube, wenn du als Rechtsanwältin eine "KI" ( im Sinne eines LLM, von denen gerade alle reden ) basierend auf Telefonanrufen interne Dokumente verschicken lässt, dann bist du bald keine Rechtsanwältin mehr. -
@yatil sicher nicht passiert; vielleicht hat auch die Gegenseite vergessen, die Anlage mitzuschicken, dann müsste sie angefordert werden
@AwetTesfaiesus Naja, aber das sollte doch Standard sein, oder werden? Es kann doch nicht sein, dass im Jahr 2026 noch vergessen wird/werden kann Anlagen mitzuschicken

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In vielen Gerichten geht 20% der richterlichen Arbeitszeit dafür drauf Termine mit den Parteien zu organisieren/zu verlegen. Die KI kann die Termine unmittelbar mit den Anwältinnen abstimmen.
@AwetTesfaiesus Das ginge auch über geteilte Kalender, ohne "KI" die eventuell Termine halluziniert. Und diese Infrastruktur wäre um einiges billiger und robuster.
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In vielen Gerichten geht 20% der richterlichen Arbeitszeit dafür drauf Termine mit den Parteien zu organisieren/zu verlegen. Die KI kann die Termine unmittelbar mit den Anwältinnen abstimmen.
@AwetTesfaiesus was mich daran so unglaublich frustriert ist, dass wir diese 20% auch durch Optimierung der Prozesse und mit "herkömmlicher" Automatisierung einsparen könnten. KI legt ein Automatisierungslayer auf kaputte Prozesse, das für alle, die keine KI einsetzen um ihre Emails zu beantworten, nur noch mehr Overhead verursacht.
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@yatil Du machst Dir keine (korrekten) Vorstellungen von einem Gericht
Neues shady Geschäftsfeld für Doctolib

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@AwetTesfaiesus
Ich glaube, wenn du als Rechtsanwältin eine "KI" ( im Sinne eines LLM, von denen gerade alle reden ) basierend auf Telefonanrufen interne Dokumente verschicken lässt, dann bist du bald keine Rechtsanwältin mehr.@toxomat Das wird die JustizKI machen. Sicherlich. Zumindest wird dazu ein Aktenvermerk erstellt und Alls für die Richterin vorbereitet, die nur noch "senden" drückt.
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@yatil Du machst Dir keine (korrekten) Vorstellungen von einem Gericht
@AwetTesfaiesus Es sagt aber viel darüber aus, wenn solche einfachen, kostengünstigen Lösungen nicht genztzt werden, und man stattdessen Strom und Wasser verbraucht, damit "KI" sich darum kümmert. Warum ist "KI" draufwerfen möglich, ordentliche Systeme etablieren aber nicht?
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In vielen Gerichten geht 20% der richterlichen Arbeitszeit dafür drauf Termine mit den Parteien zu organisieren/zu verlegen. Die KI kann die Termine unmittelbar mit den Anwältinnen abstimmen.
@AwetTesfaiesus haha, das erinnert mich an ein Projekt bei dem ich mit Anwälten zu tun hatte. Das lief über Jahre, ein Großteil davon waren Terminabstimmungen. Was wir Ingenieure in Minuten abstimmen hat da Wochen gedauert. Und dann war ein Richter, Anwalt, Gutachter verhindert/in Urlaub/erkrankt und es ging wieder los...
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@AwetTesfaiesus
Ich glaube, wenn du als Rechtsanwältin eine "KI" ( im Sinne eines LLM, von denen gerade alle reden ) basierend auf Telefonanrufen interne Dokumente verschicken lässt, dann bist du bald keine Rechtsanwältin mehr.@toxomat Was meinst Du wie oft ich schon (interessante) Dokumente in Fällen von Gerichten bekommen haben, mit denen ich nichts zu tun hatte, außer dass die ersten 3 Buchstaben des Anwaltsnamens mit meinen identisch waren.
… sehr viel öfter, als Du es hier lesen möchtest!