Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
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Aber was macht das zu Vorgängen, die KI erfordern und nicht nur eine Programmierung, die das automatisiert?
Trust me! Du musst vage informationen aus unstrukturierten Textdokumenten extrahieren. Das geht mit KI soweit ganz gut.
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@yatil Du irrst!
@AwetTesfaiesus Akten müssen unbedingt ausgedruckt und wieder eingescannt werden? Ich glaube ich komme da wirklich nicht mehr mit. Dafür bin ich wohl zu jung

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z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
@AwetTesfaiesus
Haha, schon im normalen, menschlichen Umgang mit Anwaltskanzleien hatte ich die witzigen Aussagen mit dem Wort "Büroversagen" gehört, wenn geschlampt wurde. Wenn ich die Probleme mit agentischer AI sehe, bin ich gespannt, wer sich in Zukunft um die Schadensersatzklagen kümmert, weil es Form- und Fristfehler, wegen falsch trainierter LLM gibt.Sorry, ich bin da (schon fast leider) etwas tiefer in dem Umfeld AI, LLM und neuronaler Netzwerke unterwegs und Teile überhaupt nicht den Optimismus in diese magisch anmutende Technik.
Alles was auf generalistisch trainierte LLM-Weltwissenssysteme basiert, kann ohne Kontextwissen, nicht für spezifizierte autonome Arbeiten eingesetzt werden. Punkt.
Das ist leider so fundamental, das ändert sich die nächste Jahrzehnte nicht.
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@AwetTesfaiesus
Haha, schon im normalen, menschlichen Umgang mit Anwaltskanzleien hatte ich die witzigen Aussagen mit dem Wort "Büroversagen" gehört, wenn geschlampt wurde. Wenn ich die Probleme mit agentischer AI sehe, bin ich gespannt, wer sich in Zukunft um die Schadensersatzklagen kümmert, weil es Form- und Fristfehler, wegen falsch trainierter LLM gibt.Sorry, ich bin da (schon fast leider) etwas tiefer in dem Umfeld AI, LLM und neuronaler Netzwerke unterwegs und Teile überhaupt nicht den Optimismus in diese magisch anmutende Technik.
Alles was auf generalistisch trainierte LLM-Weltwissenssysteme basiert, kann ohne Kontextwissen, nicht für spezifizierte autonome Arbeiten eingesetzt werden. Punkt.
Das ist leider so fundamental, das ändert sich die nächste Jahrzehnte nicht.
@beandev hoffentlich war es "Büroversehen"
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Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
Ich denke hier an ein Gegenbeispiel von @pluralistic , aus der Radiologie:
Grob gesagt, ist KI bereits jetzt häufig besser in der Lage, Aufnahmen auszuwerten. In der Theorie würden weniger Radiologen die Auswertung/ Überprüfung der KI übernehmen, die Diagnosen wären präziser und schneller. In der Realität würden die Radiologen aber zu Entscheidungsmaschinen, die unter großem Zeitdruck die Diagnosen überprüfen müssten, sie werden zu Maschinen reduziert.
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Trust me! Du musst vage informationen aus unstrukturierten Textdokumenten extrahieren. Das geht mit KI soweit ganz gut.
@AwetTesfaiesus @_rya_ Ich tu diesen Link mal hier hin: https://www.bbc.com/news/articles/c0m17d8827ko
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In vielen Gerichten geht 20% der richterlichen Arbeitszeit dafür drauf Termine mit den Parteien zu organisieren/zu verlegen. Die KI kann die Termine unmittelbar mit den Anwältinnen abstimmen.
@AwetTesfaiesus dazu brauch ich doch keine KI (mit all dem aufwand und der fehleranfälligkeit), sondern ein tool wie doodle...
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So funktionier Justiz aber nicht!
@AwetTesfaiesus @weddige Ich denke hilft zwischen juristischen Prozessen und Ablaufsprozessen, wie es auch z.B. in der Wirtschaft unzählige gibt zu unterscheiden. Bei letzteren gibt es oft Optimierungspotential. Aber das ist die Sicht von Prozessberatern auf einen Konzern. Juristen sehe ich analog zu Ärzten. Sehr viele kleine Buden, die iwie versuchen zu arbeiten. Es dürfte sehr schwierig sein dort einheitliche Schnittstellen und Prüfungen im Sinne eines Qualitätsmanagements zu installieren.
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Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
@AwetTesfaiesus Was hältst du von der Idee, dass KI nicht Leute arbeitslos machen könnte sondern ihre Produktivität steigern und dadurch neue Geschäftsfelder aufmachen könnte. Ala Linotype, welches Papierzeitung erst möglich gemacht hat.
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@beandev hoffentlich war es "Büroversehen"
@AwetTesfaiesus
Nope, wenn es damals nicht so traurig war, hatte es schon eine grotesk, komische Note, als sich mit Büroversagen entschuldigt wurde. -
@AwetTesfaiesus @_rya_ Ich tu diesen Link mal hier hin: https://www.bbc.com/news/articles/c0m17d8827ko
@chris_evelyn @_rya_ deshalb sehe ich diesen use case auch eher nicht
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z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
@AwetTesfaiesus
Du möchtest den Zugriff aufs beA bei einem Dienstleister speichern/sammeln? Ist das Postfach pro Kanzlei oder sind die Zugangsdaten personenbezogen?Und: Du kannst nicht sicherstellen, dass das LLM nicht auf Anfrage beliebige Akten an beliebige Anfragende rausgibt. Siehe Beispiel: "LLM ist verantwortlich für einen Snackautomaten, packt Playstation 5 in den Einkauf und lässt sich dazu überreden das Sortiment auf 0$ Kaufpreis zu setzen, weil die Firma ja jetzt eine NGO sei."
Schlussendlich: Wer haftet?
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@chris_evelyn @_rya_ deshalb sehe ich diesen use case auch eher nicht
@AwetTesfaiesus Aber da geht es doch genau um, Informationen zu extrahieren. Und das funktioniert halt nicht gut. @_rya_
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So funktionier Justiz aber nicht!
@AwetTesfaiesus ich mache mir da auch gar keine Hoffnungen, dass das anders wäre. Ich weigere mich aber (Fehl-)Entwicklungen gutzuheißen, nur weil ich keine Hoffnung habe, dass es besser gehen könnte.
Eine Entwicklung, in der einseitig nur eine in-group profitiert, und alle anderen plötzlich erst mit KI-Agenten diskutieren müssen um mit ihrem Anliegen durchzukommen, ist IMHO gesamtgesellschaftlich ein Verlust.
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@AwetTesfaiesus
Du möchtest den Zugriff aufs beA bei einem Dienstleister speichern/sammeln? Ist das Postfach pro Kanzlei oder sind die Zugangsdaten personenbezogen?Und: Du kannst nicht sicherstellen, dass das LLM nicht auf Anfrage beliebige Akten an beliebige Anfragende rausgibt. Siehe Beispiel: "LLM ist verantwortlich für einen Snackautomaten, packt Playstation 5 in den Einkauf und lässt sich dazu überreden das Sortiment auf 0$ Kaufpreis zu setzen, weil die Firma ja jetzt eine NGO sei."
Schlussendlich: Wer haftet?
Ihr glaubt mir das alles ja nicht, aber: das ist jetzt schon so! Ich habe mehrfach (!) fremde Akten zu mir ins Büro bekommen. Mehrfach(!). Ich werde nicht ins Detail gehen, aber: es ist sehr leicht für einen böswilligen Akteur an eine Akte zu kommen. Es gibt wenige Fälle, bei denen die Akten besonders gesichert sind. Ich schätze < 0,1% (Staatsschutz/Mafia). Aber auch die werden fast alle mit der Post verschickt.
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Es gibt keine API für die Einreichung von Schriftsätzen.
Als ich vor 6 Jahren in den BT zog, haben die allermeisten Gerichte beA wie E-Mail Verwendet: die Poststelle druckte alles aus und heftete in Papierhefter.
In einigen Gerichten wurden diese Ausdrucke dann übrigens wieder zur digitalen Akte gescannt.
Das beschäftigt alles (viele) Leute!
@AwetTesfaiesus @yatil und das ist auch gut so. Ausbezahlte Löhne stützen die reale Wirtschaft und kurbeln sie an. Jede Sparbemühung würgt die Wirtschaft ab.
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z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
@AwetTesfaiesus du hast ja witzige Vorstellungen. Bei der KI-Fehlerquote würde ich mir das als Staat & Kanzlei nicht durchgehen lassen. Die KI schickt dann an Richter & Anwalt verschiedene Termine, in Sitzungssälen die es nicht gibt, mit Adressen die es nicht gibt, dann muss tausendfach nachgearbeitet werden, die Verzögerung & Kosten bleiben bei uns allen hängen. Dann schickt sie Termine an falsche Parteien, mit vertraulichen Infos anderer Parteien. Datenschutz kann die KI nämlich auch nicht.
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Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
@AwetTesfaiesus Woher kommt deine Zukunftsprognose für die Fähigkeiten von „KI“ und welche konkreten „KI“-Techniken meinst du?
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@AwetTesfaiesus Woher kommt deine Zukunftsprognose für die Fähigkeiten von „KI“ und welche konkreten „KI“-Techniken meinst du?
@jlink ähhhhh. Aus meiner beruflichen….. Erfahrung?
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@jlink ähhhhh. Aus meiner beruflichen….. Erfahrung?
@AwetTesfaiesus Wieviel Fortschritt einer jungen Technologie kannst du aus Erfahrungen mit ganz anderen Technologien ableiten? Ich beschäftige mich viel und schon lange mit dem, was heute „KI“ genannt wird und könnte nicht vorhersagen, ob es in zwei Jahren einen großen Durchbruch geben wird oder wir gar faktischen Rückschritt auf Grund von Model Collapse und finanziellem Zusammenbruch der großen Plattformen geben wird.
Lineare Entwicklung halte ich aber eher für unwahrscheinlich.