Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
-
@AwetTesfaiesus @yatil Ich lese gerade auch deine anderen Posts und befürchte es ist alles noch viel schlimmer als ich mir vorstellen… mag

@lennybacon @yatil ist es
-
@lennybacon @yatil ist es
-
Es gibt keine API für die Einreichung von Schriftsätzen.
Als ich vor 6 Jahren in den BT zog, haben die allermeisten Gerichte beA wie E-Mail Verwendet: die Poststelle druckte alles aus und heftete in Papierhefter.
In einigen Gerichten wurden diese Ausdrucke dann übrigens wieder zur digitalen Akte gescannt.
Das beschäftigt alles (viele) Leute!
@AwetTesfaiesus Niemand sonst verwendet so E-Mail. Die Lösung ist doch nicht, dass "KI" jetzt die Akten ausdruckt und einscannt, sondern, dass man keine Akten ausdruckt und einscannt.
️ -
@AwetTesfaiesus Es lässt mich nur hoffen, dass einige Entscheider:innen sich a den Cloud-Hype erinnern und nicht jeden Murks mit KI bewerfen, sondern nur sinnvolle Usecases. Aber keine Sorge, es ist nicht viel Hoffnung

@boink Soll ich Dir sagen wie? So:
Wir haben das mit der Cloud verschlafen. Dann waren wir für Blackchain zu spät. Diesmal können wir endlich die Welle reiten!
-
@AwetTesfaiesus @boink Naja, im Moment macht jede "KI"-Schmiede mehrere Euro Verlust pro Anfrage. Das wird im Moment durch Venture Capital abgefangen. Irgendwer muss aber die Investoren irgendwann bezahlen. Das ist eben Fakt. Deshalb ja der Versuch zu sagen "Herkömmliche Prozesse gehen nicht, macht euch von KI abhängig".
@yatil @AwetTesfaiesus Noch ein Grund, auf ein möglichst frühes Platzen der KI-Blase zu hoffen. Wenn der Noise durch Luftschlösser fehlt, die jeden Usecase mittels Brute Force durch LLMs pressen wollen, bliebe ja mal etwas Aufmerksamkeit für sinnvolle Anwendungen übrig.
-
@AwetTesfaiesus Niemand sonst verwendet so E-Mail. Die Lösung ist doch nicht, dass "KI" jetzt die Akten ausdruckt und einscannt, sondern, dass man keine Akten ausdruckt und einscannt.
️@yatil Du irrst!
-
@yatil @AwetTesfaiesus Noch ein Grund, auf ein möglichst frühes Platzen der KI-Blase zu hoffen. Wenn der Noise durch Luftschlösser fehlt, die jeden Usecase mittels Brute Force durch LLMs pressen wollen, bliebe ja mal etwas Aufmerksamkeit für sinnvolle Anwendungen übrig.
@boink @AwetTesfaiesus Das ist eben das Problem. Statt die Richter und Anwälte so auszubilden und ihnen Software zu Verfügung zu stellen, die den Anforderungen entsprechen darf sich so wenig wie möglich ändern. Auch wenn es den Planeten kostet.
-
Aber was macht das zu Vorgängen, die KI erfordern und nicht nur eine Programmierung, die das automatisiert?
@_rya_
Die Frage ist doch nicht "ist das echte KI" sondern wird da automatisierungspotential genutzt? Die LLMs bringen am Ende nur die Stimme für das Telefonat.
Bleibt zu hoffen dass dieser Digitalisierungsschritt im Rechtswesen genauso langsam schleicht wie die letzten Jahrzehnte.
@AwetTesfaiesus
Das ist eine echt üble Perspektive, die du hier aufzeigst.
@chris_evelyn -
Aber was macht das zu Vorgängen, die KI erfordern und nicht nur eine Programmierung, die das automatisiert?
Trust me! Du musst vage informationen aus unstrukturierten Textdokumenten extrahieren. Das geht mit KI soweit ganz gut.
-
@yatil Du irrst!
@AwetTesfaiesus Akten müssen unbedingt ausgedruckt und wieder eingescannt werden? Ich glaube ich komme da wirklich nicht mehr mit. Dafür bin ich wohl zu jung

-
z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
@AwetTesfaiesus
Haha, schon im normalen, menschlichen Umgang mit Anwaltskanzleien hatte ich die witzigen Aussagen mit dem Wort "Büroversagen" gehört, wenn geschlampt wurde. Wenn ich die Probleme mit agentischer AI sehe, bin ich gespannt, wer sich in Zukunft um die Schadensersatzklagen kümmert, weil es Form- und Fristfehler, wegen falsch trainierter LLM gibt.Sorry, ich bin da (schon fast leider) etwas tiefer in dem Umfeld AI, LLM und neuronaler Netzwerke unterwegs und Teile überhaupt nicht den Optimismus in diese magisch anmutende Technik.
Alles was auf generalistisch trainierte LLM-Weltwissenssysteme basiert, kann ohne Kontextwissen, nicht für spezifizierte autonome Arbeiten eingesetzt werden. Punkt.
Das ist leider so fundamental, das ändert sich die nächste Jahrzehnte nicht.
-
@AwetTesfaiesus
Haha, schon im normalen, menschlichen Umgang mit Anwaltskanzleien hatte ich die witzigen Aussagen mit dem Wort "Büroversagen" gehört, wenn geschlampt wurde. Wenn ich die Probleme mit agentischer AI sehe, bin ich gespannt, wer sich in Zukunft um die Schadensersatzklagen kümmert, weil es Form- und Fristfehler, wegen falsch trainierter LLM gibt.Sorry, ich bin da (schon fast leider) etwas tiefer in dem Umfeld AI, LLM und neuronaler Netzwerke unterwegs und Teile überhaupt nicht den Optimismus in diese magisch anmutende Technik.
Alles was auf generalistisch trainierte LLM-Weltwissenssysteme basiert, kann ohne Kontextwissen, nicht für spezifizierte autonome Arbeiten eingesetzt werden. Punkt.
Das ist leider so fundamental, das ändert sich die nächste Jahrzehnte nicht.
@beandev hoffentlich war es "Büroversehen"
-
Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
Ich denke hier an ein Gegenbeispiel von @pluralistic , aus der Radiologie:
Grob gesagt, ist KI bereits jetzt häufig besser in der Lage, Aufnahmen auszuwerten. In der Theorie würden weniger Radiologen die Auswertung/ Überprüfung der KI übernehmen, die Diagnosen wären präziser und schneller. In der Realität würden die Radiologen aber zu Entscheidungsmaschinen, die unter großem Zeitdruck die Diagnosen überprüfen müssten, sie werden zu Maschinen reduziert.
-
Trust me! Du musst vage informationen aus unstrukturierten Textdokumenten extrahieren. Das geht mit KI soweit ganz gut.
@AwetTesfaiesus @_rya_ Ich tu diesen Link mal hier hin: https://www.bbc.com/news/articles/c0m17d8827ko
-
In vielen Gerichten geht 20% der richterlichen Arbeitszeit dafür drauf Termine mit den Parteien zu organisieren/zu verlegen. Die KI kann die Termine unmittelbar mit den Anwältinnen abstimmen.
@AwetTesfaiesus dazu brauch ich doch keine KI (mit all dem aufwand und der fehleranfälligkeit), sondern ein tool wie doodle...
-
So funktionier Justiz aber nicht!
@AwetTesfaiesus @weddige Ich denke hilft zwischen juristischen Prozessen und Ablaufsprozessen, wie es auch z.B. in der Wirtschaft unzählige gibt zu unterscheiden. Bei letzteren gibt es oft Optimierungspotential. Aber das ist die Sicht von Prozessberatern auf einen Konzern. Juristen sehe ich analog zu Ärzten. Sehr viele kleine Buden, die iwie versuchen zu arbeiten. Es dürfte sehr schwierig sein dort einheitliche Schnittstellen und Prüfungen im Sinne eines Qualitätsmanagements zu installieren.
-
Ich denke, auf #KI im Recht blicken wir derzeit falsch und, dass sie sich extrem schnell durchsetzen wird, aber nicht in Spruchkörpern.
Die zahlenmäßig allermeisten Rechtsnutzenden haben kein (bzw. nur 1) Staatsexamen. Es sind
- Rechtspfleger:innen
- Kostenbeamte
- Verwaltungsleute
- ServicepoolsMeine Einschätzung wäre, dass aktuell 30% dieser Jobs und in ~2 Jahren 90% -im Durchschnitt (!)- von KI nicht mehr schlechter erledigt werden, als derzeit von Menschen (aber zu 20% der Lohnkosten).
@AwetTesfaiesus Was hältst du von der Idee, dass KI nicht Leute arbeitslos machen könnte sondern ihre Produktivität steigern und dadurch neue Geschäftsfelder aufmachen könnte. Ala Linotype, welches Papierzeitung erst möglich gemacht hat.
-
@beandev hoffentlich war es "Büroversehen"
@AwetTesfaiesus
Nope, wenn es damals nicht so traurig war, hatte es schon eine grotesk, komische Note, als sich mit Büroversagen entschuldigt wurde. -
@AwetTesfaiesus @_rya_ Ich tu diesen Link mal hier hin: https://www.bbc.com/news/articles/c0m17d8827ko
@chris_evelyn @_rya_ deshalb sehe ich diesen use case auch eher nicht
-
z.B.
Telefonnotizen zur Akte nehmen und erledigen:
Rechtsanwältin Tesfaiesus hat in der Sache Müller gegen Meier angerufen, sie bittet um Übersendung der Anlagen 3 zum Schriftsatz der Gegenseite per beA; diese war nicht angehängt.
Das ist etwas 45 Minuten menschliche Arbeit.
@AwetTesfaiesus
Du möchtest den Zugriff aufs beA bei einem Dienstleister speichern/sammeln? Ist das Postfach pro Kanzlei oder sind die Zugangsdaten personenbezogen?Und: Du kannst nicht sicherstellen, dass das LLM nicht auf Anfrage beliebige Akten an beliebige Anfragende rausgibt. Siehe Beispiel: "LLM ist verantwortlich für einen Snackautomaten, packt Playstation 5 in den Einkauf und lässt sich dazu überreden das Sortiment auf 0$ Kaufpreis zu setzen, weil die Firma ja jetzt eine NGO sei."
Schlussendlich: Wer haftet?
